Weihnachtsbeleuchtung noch bis Anfang Januar

Von Christian Zimmer

Weihnachtsbeleuchtung und geschmückter Baum. Foto: Christian Zimmer

Pünktlich zum ersten Advent wurde wieder die Weihnachtsbeleuchtung auf der Bahnstraße eingeschaltet. Auch der Weihnachtsbaum ist in Alt-Erkrath nach längerer Zeit wieder geschmückt. Der „Feierabendmarkt Christmas Edition“ war hingegen weniger weihnachtlich.

Dank des Handwerkerkreises gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsbeleuchtung. Die Lichtbögen mit Sternen leuchten wieder – und das noch bis zum 10. Januar. Das Einschalten fand am 28. November im Rahmen des „Feierabendmarkt Christmas Edition“ statt. Neben Vertretern von Handwerkerkreis und Stadtverwaltung waren diesmal auch das Schützen-Königspaar und das städtische Prinzenpaar am Drücker. „Die Stadtwerke Erkrath sponsoren erneut den grünen Strom“, so Malermeister Axel Nölling. Laut Nölling, der auch Vorsitzender des Handwerkerkreises ist, war wegen Terminüberschneidungen kein Vertreter der Stadtwerke beim Einschalten anwesend.

Baum wurde geschmückt

Nach mehreren Jahren ohne Baumschmuck ist diesmal auch der große Weihnachtsbaum oberhalb der Außentreppe wieder geschmückt. Die Idee dazu kam dem Karnevalsverein ‚Die Letzten Hänger‘ im vergangenen Jahr bei der ersten Weihnachtsedition des Feierabendmarkts. Der zweite Vorsitzende Hajo Fritsch erinnert sich: „Da hingen nur ein paar Lichter im Baum, der nicht geschmückt war.“ Das sei ein bisschen dünn, dachten sich die ‚Hänger‘. Sie fragten bei der Stadt an, die das Schmücken unter der Einschränkung erlaubte, dass die Beleuchtung weiterhin vom Handwerkerkreis kommt.

„Den Baumschmuck haben wir teils angeschafft, teils haben ihn unsere Frauen im Verein selbst gebastelt“, erläuterte Werner Scheter. Beim Schmücken legten auch vier Damen aus dem Verein selbst Hand an. Unterstützung gab es von Grau Bedachungen mit einem Steigerwagen. Anders wäre es nicht möglich gewesen, den cirka sechs Meter hohen Baum zu schmücken. „Ganz schön hoch ist das“, erfuhren wir. Neben handwerklichem Geschick haben die Karnevalistinnen also auch noch eine ganze Portion Mut und wohl keine Höhenangst.

Für das nächste Jahr soll der Baum noch festlicher werden: „Im kommenden Jahr wollen wir Kitas dafür gewinnen, dass sie den unteren Teil des Baums mit Selbstgebasteltem schmücken“, kündigte Scheter an.

Die Letzten Hänger schmückten den Weihnachtsbaum. Foto: RG

Wenig weihnachtlicher Feierabendmarkt

Der „Feierabendmarkt Christmas Edition“ war hingegen weniger weihnachtlich. In den Weihnachtsbuden, die rund unter der Markthalle platziert waren, dominierte der Verzehr: In gleich acht Buden sowie einem Bierwagen wurden Süßigkeiten, Pommes und Bratwurst, Raclette, Limonade, Bier, Glühwein, Glüh-Gin, Kakao mit und ohne „Schuss“ sowie Kinderpunsch angeboten.

In einer Bude gab es Weihnachtsdekoration zu kaufen, Familie Wirtz bot hausgemachte Marmelade an. Wie bei den Erkrather Feierabendmärkten üblich, durften auch Foodtrucks nicht fehlen – einer bot Fischspezialitäten wie Backfisch und Kibbeling an, die Bio-Bude hatte wieder vegane Kost dabei und am Freitag gab es zusätzlich einen Pizza-Foodtruck.

Das Bühnenprogramm bestand aus Auftritten der Tanzgarden Hoppedötze, Düssel-Funken und OC Danceteam – sie tanzen alle bei den drei Erkrather Karnevalsvereinen. Zusätzlich traten am Samstag Cheerleaderinnen von „Cool Blue“ aus Haan auf. Musik kam am Freitag von DJ Thorsten Classe, der vor allem Disko- und Ballermann-Musik auflegte. Am Samstagabend sang das Duo „Pure Vocals“ verschiedene Pop- und Rock-Hits, von Sarah Conner über Wir sind Helden, Billie Eilish und Pink bis hin zum Wellermann-Song oder „Wackelkontakt“. Der zuvor angekündigte „The Voice“-Teilnehmer Jannik Föste musste seinen Auftritt wegen einem Autounfall kurzfristig absagen.

Kommentar: Das Weihnachtsmarkt-Konzept sollte weiterentwickelt werden
Der „Feierabendmarkt Christmas Edition“ war das, was der Name sagt: Ein weiterer „Feierabendmarkt“, bei dem der Fokus auf Essens-Angeboten liegt. Wirkliches Weihnachts-Feeling kam dort nicht auf. Da helfen auch nicht die Tannengirlanden und Lichterketten, wenn es kaum weihnachtliche Angebote gibt. Statt Glühwein-, Mandel- oder Räucherduft dominierte der Geruch von Fritteusen-Fett. „Attraktive Geschenkideen für die nahen Feiertage“, wie von der Stadtverwaltung angekündigt, gab es schlichtweg kaum – da wurde man beim Weihnachtsmarkt im Lokschuppen schon eher fündig.

Im Bühnenprogramm dominierte zudem der Karneval, der in der Weihnachtszeit eigentlich Sendepause hat. Beim Einschalten der Beleuchtung waren viele unbeteiligte Vertreter dabei. Musikalisch waren Weihnachtslieder Mangelware. Die Wirtschaftsförderung als Veranstalter sollte hier im nächsten Jahr gegensteuern und das Konzept zu einem richtigen Weihnachtsmarkt weiterentwickeln, erinnern sich doch so manche Erkrather noch an den früheren Weihnachtsmarkt der Werbegemeinschaft, der bis zu seiner Einstellung zuletzt in reduzierter Form als „Lichterdorf“ stattfand. Davon ist der „Feierabendmarkt Christmas Edition“ weit entfernt.

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