Preis für außerordentliches Engagement

V.l.n.r.: Regina Wedding (stellv. Bürgermeisterin), die Preisträger Rachida El Kabachi, Maria Pashazadeh und Dieter Thelen sowie Moderator Mohammed Assila bei der Preisverleihung. Foto: Ria Garcia
V.l.n.r.: Regina Wedding (stellv. Bürgermeisterin), die Preisträger Rachida El Kabachi, Maria Pashazadeh und Dieter Thelen sowie Moderator Mohammed Assila bei der Preisverleihung. Foto: Ria Garcia

Gestern Abend fand im Bürgerhaus die Integrationspreisverleihung statt. Vier Menschen wurden für ihr außergewöhnliches Engagement in der Integrationsarbeit und bei der Flüchtlingshilfe nominiert.

Der Integrationspreis wird alle zwei Jahre Vergeben. Er steht für die Wertschätzung der Vielfalt und der Förderung eines gleichberechtigten Zusammenlebens in der Stadt Erkrath. Prämiert wird beispielgebendes Engagement im Bereich der Integration von eingewanderten Menschen. Die Preisträger können vorgeschlagen werden. Eine Jury entscheidet schließlich über die Vergabe.

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Bevor es gegen 19.15 Uhr zur Preisverleihung ging, gab es eine Filmvorführung der Dokumentation „Gleis 11“ von Çağdaş Eren Yüksel. Integrationsbeauftrager Torsten Gumbrecht hatte den jungen Regisseur angesprochen und eingeladen nach Erkrath zu kommen und seinen Film, der die Geschichten der ersten Gastarbeitergeneration erzählt, vor der Preisverleihung zu präsentierten.

Der Integrationsratsvorsitzende Pavel Vaysman und Mohammed Assila, die gemeinsam den Abend moderierten, dankten dem jungen Filmemacher, dessen neuester Film am 30. Oktober 2021 auch bei Phönix zu sehen ist, dass er nach Erkrath gekommen ist.

Die Preisverleihung

Vier Menschen, die beispielhaft für Engagement für Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete stehen und für den Integrationspreis nominiert wurden, wurden schließlich nach und nach auf die Bühne gerufen. Mohammed Assila hatte zu jedem von ihnen die Zeilen vorliegen, mit denen sie für den Integrationspreis vorgeschlagen wurden. „Ihr seid so viel mehr, als diese Texte. Ihr seid Leuchttürme in Eurem Engagement für die Menschen“, begann er.

Maria Pashazadeh wurde wegen ihres Engagements im Freundeskreis, der Betreuung von Flüchtlingen in den Unterkünften und ihre Arbeit für Migranten im Sozialamt vorgeschlagen. Rachida El Kabachi ist vor allem als ‚Problemlöserin‘ aufgefallen, die für ein friedliches Miteinander und Teilhabe steht. Sie geht mit Enthusiasmus und Leidenschaft ans Werk und Integration ist für sie eine Herzensangelegenheit. Fatima Assila wurde aufgrund ihres mehr als 25-jährigen Engagements für Flüchtlinge und hier vor allem für Frauen nominiert. „Die Worte stammen nicht von mir“, betonte Mohammed Assila. Fatima Assila konnte nicht persönlich teilnehmen. Nach drei engagierten Frauen wurde schließlich auch Dieter Thelen mit seinem seit vielen Jahren andauernden Engagement im Freundeskreis für Flüchtlinge vorgeschlagen, weil er in der Pandemie innerhalb kurzer Zeit den Tafelbetrieb weiter organisierte. Die Jury entschied sich schließlich für Dieter Thelen, aufgrund der schnellen und tatkräftigen Hilfe, die es auch in der Pandemie Menschen aus der ärmeren Bevölkerungsschicht erlaubte, sich Woche für Woche zusätzliche Lebensmittel bei der Tafel abzuholen.

Regina Wedding überbrachte als stellvertretende Bürgermeisterin die Grüße aus Rat und Verwaltung und dankte den Nominierten für ihr außerordentliches Engagement. Sie bedankte sich auch bei Regisseur Çağdaş Eren Yüksel für sein kommen und Torsten Gumbrecht, sowie den Moderatoren Pavel Vaysman und Mohammed Assila. Nach dem offiziellen Teil gab es noch angeregte Gespräche am Buffet.

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