Zauberhafter Adventsbasar auf dem Europaplatz

von Ria Garcia

Foto: Freundeskreis für Flüchtlinge

Mit kleinen Holzhütten und Pavillons hatte der Freundeskreis für Flüchtlinge zusammen mit weiteren Unterstützern am 13. Dezember für stimmungsvolle Vorweihnachtsatmosphäre gesorgt. Nicht weit entfernt kam es am gleichen Tag zu einem weniger schönen Ereignis.

Organisiert hatte den Adventsbasar der Freundeskreis für Flüchtlinge. Dass er so atmosphärisch war, war vor allem der Unterstützung von Gottfried Bander zu verdanken, der dem Freundskreis Holzhütten des Lokschuppenweihnachtsmarkts zur Verfügung gestellt und sogar für den Rücktransport gesorgt hatte. In den Hütten konnten Aussteller schöne Dinge für die Weihnachtszeit für die Besucher des Adventsbasars anbieten. Gabriele Janich, verantwortlich für den Markt der Freizeitkünstler, hatte im Vorfeld Standbetreiber kontaktiert und für den Basar gewinnen können. Finanzielle Unterstützung gab es auch durch die Stadtwerke und das Bestattungshaus Vogelskamp.

„Es war ein Abend voller Wärme, Lichterglanz und gemeinsamer Freude“, schwärmt Lyralin Helling im Nachhinein immer noch. Zwischen handgemachter Kunst, duftenden Waffeln, frisch gegrillten Bratwürsten und hausgemachten Marmeladen hätte echte Adventsstimmung in der Luft gelegen. Aber es waren nicht nur die angeboteten Leckereien, die den Adventsbasar zu einem positiven Event gemacht hätten. Es seien vor allem die Begegnungen, Gespräche und das Miteinander gewesen, die diesen Abend so besonders gemacht haben. „Da kamen wirklich Groß und Klein ins Staunen und haben die Atmosphäre genossen und Geschichten ausgetauscht. Das war wirklich schön“, sagt uns Dieter Thelen, der sich an dieser Stelle auch noch einmal herzlich bei allen Helfern, Unterstützern und Besuchern bedankt.

Adventsstimmung auf der einen, handgreifliche Auseinandersetzungen auf der anderen Seite des Europaplatzes

Weniger schön war an diesem Abend ein Vorkommen ganz in der Nähe des Adventsbasars, ebenfalls auf dem Europaplatz. „Es hat zwei Mal richtig laut geknallt“, erinnern sich Lyralin Helling und Dieter Thelen vom Freundeskreis für Flüchtlinge. Sie hätten sich richtig erschrocken und kurze Zeit später bemerkt, dass Polizei und Rettungswagen vor Ort waren.

Hintergrund waren vier Jugendliche, die Passanten mit Böllern beworfen hatten. Nachdem ein SPD Ratsmitglied einschritt und im Gespräch mit zwei der Jugendlichen die verbliebenen Böller sicherstellen wollte, griffen die beiden anderen ihn rücklings an, schlugen ihn und rissen ihn zu Boden. Sie ließen auch dann noch nicht von ihm ab, sondern maltretierten ihn mit Tritten, sodass er mit einem Rettungswagen ins Hildener Krankenhaus transportiert werden musste, konnte dieses aber glücklicher Weise noch am gleichen Abend verlassen. „Die Staatsanwaltschaft ermittelt,  es gibt Fotos der Täter, es gibt Dutzende Zeugen , die alles der Polizei zu Protokoll gegeben haben. Die Täter wurden von der Polizei durchsucht und erkennungsdienstlich registriert“, teilte die SPD in einer Pressemitteilung mit.

Trotz mittelschwerer Verletzungen ließ das Ratsmitglied es sich nicht nehmen der letzten Ratssitzung in diesem Jahr beizuwohnen und wurde von Bürgermeister Christoph Schultz mit einem Blumenstrauß für seine bewiesene Zivilcourage geehrt. Die Stimmen nach einem Böllerverbot werden wohl in der kommenden Zeit noch lauter werden.

Anmerkung der Redaktion: Anders, als bei den Kollegen von der RP berichtet, wurde nicht der Adventsbasar mit Böllern beworfen. Ziel der Jugendlichen waren Passanten an anderer Stelle des Europaplatzes.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*