
Einmal im Jahr „kloppt“ der Skatclub „Die Sechsundachtziger“ beim Guido Pütz Gedächtnisturnier Skat für den guten Zweck und fürs Gedenken. Den gesamten Erlös des Turniers spenden die Mitglieder. In diesem Jahr freuten sich die Pfadfinder darüber.
Der Skatclub wurde bereits 1986 ins Leben gerufen. Die Idee entwickelte sich bei einem Grillfest, bei dem sich vier junge Männer mit Spaß am Skat zusammenfanden. Im Mai feiern sie bereits 40-jähriges Jubiläum. Einer dieser vier jungen Männer war damals Guido Pütz, der 2002 verstarb. Zu seinem Gedenken verstaltet der Club seit 2003 jedes Jahr, meist am zweiten Samstag im Januar, ein Gedächtnisturnier zu seiner Erinnerung. Von Beginn an war das Turnier dem guten Zweck gewidmet. In den ersten Jahren unterstützten die Mitglieder mit dem jeweiligen Erlös Projekte wie die Kinderkrebsklinik Düsseldorf, später waren es dann soziale und gemeinützige Einrichtungen in Erkrath. Zu den Begünstigten der vergangenen Jahre gehörten die Jugendfeuerwehr Erkrath, die Erkrather Tafel, das Familienhaus Mogli, das DRK Erkrath, das Franziskus-Hospiz und der lokale Martinsumzug der Ercroder Jonges.
In diesem Jahr freuten sich die Erkrather St. Georg Pfadfinder über den Erlös des Guido Pütz Gedächtnisturnier, der 1.000 Euro betrug. Die Spende wurde am vergangenen Freitag von Holger Johan und Gehard Petzinna vom Skatclub Die Sechsundachtziger an Pia Driller (Vorsitzende des Fördervereins der Pfadfinder) und Selina Vogel (stellv. Vorsitzende) übergeben. Dass sich dieses Mal die Pfadfinder freuen durften, kommt nicht von ungefähr: War doch Holger Johan vor langer Zeit selbst einer von ihnen. Der DPSG Stamm in Erkrath wurde 1969 gegründet und hatte zeitweise bis zu 280 Mitglieder.
Heute sind es nur noch 90 Mitglieder im Stamm. 55 Euro im Jahr kostet der Mitgliedsbeitrag bei den Pfadfindern jährlich. Damit kein Kind ausgeschlossen bleibt, gibt es auch die Möglichkeit den Sozialbetrag zu wählen, der nur 14 Euro im Jahr beträgt. Der weitaus größere Teil der Mitgliedsbeiträge wird an den DPSG Verband weitergeleitet. Wie überall sind die Finanzen knapp. Ohne den Förderverein mit derzeit etwa 50 Mitgliedern wäre vieles nicht möglich. „Wir haben ganz viel am Haus zu tun und tragen die laufenden Kosten ja selbst“, erzählt uns Selina Vogel bei der Spendenübergabe. „Die steigenden Energiekosten machen uns auch Sorgen“, erklärt Pia Driller. Außerhalb der Treffen drehe man die Heizung auf ein Minimum herunter, sodass keine Frostgefahr besteht. Auch das Dach müsse dringend gemacht werden, ergänzt sie. Vieles, wie etwa ein neuer Innenanstrich, wird von den Pfadfindern selbst vorgenommen.
2004 war die finanzielle Unterstützung für das Vereinsheim in der Kirchstraße weggefallen. Das Erzbistum Köln musste sparen. Für die Pfadfinder hätte es das Aus bedeutet, wenn man keine Lösung gefunden hätte. Die entstand mit der Gründung der Stiftung und des Fördervereins. Während der Förderverein die laufenden Kosten und kleinere Arbeiten sowie Projekte finanziert, trägt die Stiftung meist größere Dinge. Damit kein Kind zurückbleiben muss, springt der Förderverein auch ein, wenn Eltern sich den Beitrag zu einer Fahrt nicht leisten können.
Und so war die Spende aus dem Guido Pütz Gedächtnisturnier beim Förderverein sehr willkommen. Hilft sie doch kommende Projekte mitzufinanzieren.
Save the date: Wer einmal bei den Pfadfindern schnuppern möchte, hat beim Sommerfest am 20. Juni 2026 ab 14 Uhr auf dem Kirchplatz eine gute Gelegenheit dazu. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg und Kinderschminken. Bei einem Lagerfeuer ist für Essen und Trinken für alle gesorgt.

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