Weniger katholische Glaubensmessen in Alt-Erkrath und Unterfeldhaus

Von Christian Zimmer

Gemeindezentrum Unterfeldhaus. Foto: Archiv/RG

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und St. Mariä Himmelfahrt schränken ihre Gottesdienste ein. Für weniger mobile Gläubige könnte nun das Kirchentaxi wichtiger werden.

Wie die katholische Kirchengemeinde in Alt-Erkrath und Unterbach in der Gemeindeordnung für die Wochen vom 24. Juni bis 9. Juli mitteilt, werde es samstags im Gemeindezentrum in Unterfeldhaus keine Sonntagvorabendmesse um 18:30 Uhr mehr geben. Außerdem ist die Sonntagsmesse um 11:15 Uhr in Alt-Erkrath gestrichen. Die Einschränkungen gelten bereits ab dem kommenden Wochenende, 1. Juli 2023, vorerst „bis auf weiteres“. „Aus personellen Gründen“, heißt es kurz und knapp.

In den kommenden zwei Wochen finden somit außer der vorerst letzten Sonntagvorabendmesse, die am 24. Juni stattfand, keine Messen in Unterfeldhaus statt. Gläubige der Kirchengemeinde müssen nun samstags auf die Sonntagvorabendmesse um 17:00 Uhr in Alt-Erkrath oder auf die Sonntagsmesse um 9:45 Uhr in Unterbach ausweichen.

Es könnte ein Vorgeschmack darauf sein, was der Gemeinde im Herbst blüht: Ab dem 1. Oktober sollen die katholischen Gemeinden aus Haan, Hilden, Hochdahl sowie Alt-Erkrath und Unterbach zu einer „pastoralen Einheit“ zusammengelegt werden. Die Leitung wird an Pfarrer Monsignore Christoph Biskupek von der Pfarrei St. Franziskus von Assisi in Hochdahl übergehen. Schon seitdem die Pläne von Zusammenlegungen durch das Erzbischof Köln vor einigen Jahren bekannt wurden, gab es Befürchtungen, dass damit auch die Gottesdienste ausgedünnt werden. Mit der Zusammenlegung werden auch Stellen eingespart und nicht mehr neu besetzt.

Mit dem Kirchentaxi zum Gottesdienst

Bereits seit 2014 bietet die Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und St. Mariä Himmelfahrt mit dem Taxi Team Erkrath ein sogenanntes Kirchentaxi an. Die Fahrten sind für die Gläubigen kostenfrei und werden durch die Bürgerstiftung Erkrath und die Stiftung St. Johannes der Täufer finanziert. Seit Beginn wurde der Service bereits 1.834-mal in Anspruch genommen, berichtete Michael Stephan in der letzten Ausgabe der Gemeindezeitschrift „Gemeinde leben“ (Nr. 96). Stephan ist Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung St. Johannes der Täufer.

Wer in Erkrath, Unterbach oder Unterfeldhaus wohnt und eine der Messen am Samstag, Sonntag oder Feiertag besuchen möchte, kann das Taxi etwa 45-60 Minuten vor dem Gottesdienst rufen, Tel.: (0211) 200 72 72. Bei der Bestellung soll man das Stichwort Kirchentaxi nennen. Bei weiteren Fragen kann man sich an die beiden Pfarrbüros in Erkrath und Unterbach wenden, in den Kirchen liegen zudem Flyer aus.

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