Weiter aktiv gegen Rechtsextremismus

von Ria Garcia

Foto: Aktionsbündnis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus

Das Aktionsbündnis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, das sich in Erkrath als Antwort auf die Remigrationsideen rechter Parteien, vor allem der AfD gegründet hat, zeigt auch nach der ersten Kundgebung weiterhin Flagge.

Über die Medien gab es nach der Kundgebung einen Aufruf an die Teilnehmer der Kundgebung Fotos von Plakaten zur Verfügung zu stellen, aus denen das Aktionsbündnis in Kollagen Banner fertigen wollte, die für weitere Sichtbarkeit im Stadtbild sorgen. Ein erstes Banner wurde bereits auf dem Gelände des SKFM Erkrath e.V. aufgehängt. Jetzt folgten mit Hilfe der Feuerwehr weitere, die unterhalb der Glasüberdachung der Markthalle am Bavierplatz und oberhalb des Fußgänger-Durchgangs zwischen Hochdahler Markt und Europaplatz befestigt wurden.

Über dem Sozialkaufhaus Rundum wirbt ein Banner für eine freie und bunte Gesellschaft. Foto: SKFM

Innerhalb des Aktionsbündnisses für Demokratie und gegen Rechtsextremismus hatten Ulrike Haase (sachkundige Bürgerin der SPD Erkrath im Stadtrat) und Petra Heuwind (Vorstand des Deutsch-Afrikanischen Freundeskreises und Mitglied des Integrationsrates der Stadt Erkrath) die Organisation und Durchführung der Aktion übernommen. Die Collage aus den eingesandten Fotos hat Sonja Maria Thompson erstellt. Sie gehört zum Aktionsbündnis und hat schon das Logo entworfen. Die auf Banner gedruckte Collage soll im Stadtbild daran erinnern, dass der Kampf gegen demokratiefeindliche Kräfte weitergehen muss.

Herausforderung Europawahl

„Mit der Wahl zum Europa-Parlament am 9. Juni steht eine weitere Bewährungsprobe bevor, ob sich demokratische gegen nationale und antidemokratische Kräfte durchsetzen werden“, erinnert das Aktionsbündnis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, dass sich politische Kräfte verschieben können. Deshalb sind bis zur Wahl noch einige Aktionen geplant.

Bereits am 14. April fand die szenische Lesung “Geheimplan gegen Deutschland” des Theater Minestrone im Gemeindehaus Sandheide statt, die auf Recherchematerial des Journalistenkollektiv Correctiv bei der Konferenz rechtsextremistischer Kreise im November im Berlin, beruht. 55 Besucher füllten das Gemeindehaus und diskutierten anschließend rege über das Gehörte bei einem Büffet, das ein Hochdahler Restaurant gespendet hatte. Das Eintrittsgeld (5 Euro pro Person) wurde an das Team des Theater Minestrone aus Wülfrath überreicht, das die Summe der Einnahmen komplett an das Recherche Netzwerk Correctiv spenden will, um deren investigative Arbeit zu unterstützen. Das Theater Minestrone ist ohne Gage aufgetreten. Ganz leer sollten sie dennoch nicht ausgehen: Das Aktionsbündnis bedankte sich bei den Schauspielern und Technikern mit Brotbeuteln des Labels Heimat:Erde und Schokolade.

Weitere Termine des Aktionsbündnisses für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Erkrath:

8. Mai: Omas gegen rechts erinnern an das Ende des 2. Weltkrieges, Infostand am Hochdahler Markt.
15. Mai: Infostand auf dem Feierabendmarkt der Stadt Erkrath auf dem Bavierplatz.
23.Mai: Feier zu 75 Jahre Grundgesetz: Eine Arbeitsgruppe unter der Dieter Thelen sowie weiteren Mitgliedern des „Freundeskreises für Flüchtlinge in Erkrath e. V.“ und des Aktionsbündnisses arbeiten die Pläne zu bereits angemeldeten Info-Ständen in allen drei Erkrather Stadtteilen aus. Es wird Beteiligungs-Aktionen geben und 600 (gesponsorte) Exemplare des Grundgesetztes an Interessierte verteilt.
25. Mai: Beteiligung mit einem Info-Stand beim Weinfest der IG Erkrath auf dem Bavierplatz (geplant, noch nicht bestätigt).

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