
246 Besucher zählte die diesjährige Weihnachtsfeier der Kampfkunst Schule Yen, die – neben dem Besuch des Weihnachtsmanns – zahlreiche Kampfkunst-Vorführungen bot.
Wenn Kampfkunst auf Gemeinschaft trifft, Disziplin auf Herzlichkeit und sportliche Höchstleistung auf familiäre Nähe, dann ist wieder Weihnachtsfeier bei der Kampfkunstschule Yen. Am 7. Dezember 2025, dem zweiten Advent, verwandelte Inhaber und Cheftrainer Emre Nuhogullarindan die Halle in der Willbeckerstraße 87–89 erneut in eine Bühne voller Emotionen, Staunen und echter Verbundenheit.
Rund 246 Besucher – Kinder, Jugendliche, Eltern, Sportler und Gäste – erlebten einen Abend, der weit über eine klassische Vereinsfeier hinausging.
Auf die Frage, warum er sich Jahr für Jahr dieser enormen Organisation stellt, antwortet Inhaber Emre Nuhogullarindan ruhig, aber bestimmt: „Um den Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Mitgliedern zum Jahresende eine schöne Erinnerung zu schenken – und um trotz unserer großen Mitgliederzahl die familiäre Art unserer Schule zu bewahren.“ Diese Haltung war an diesem Abend überall spürbar: auf der Matte, hinter den Kulissen und im Publikum.
Schon im Eingangsbereich wurde klar: Diese Weihnachtsfeier ist mehr als nur eine Show.
Die Besucher erwartete ein kostenloses internationales Buffet, liebevoll organisiert und für alle geöffnet. Angeboten wurden unter anderem Plov, Börek, Burger, Pizza, dazu freie Getränke sowie ein überwältigendes Dessertbuffet mit Kuchen, Torten, Waffeln, Muffins und Gebäck. Das Buffet spiegelte wider, wofür die Kampfkunstschule Yen steht: Vielfalt, Offenheit und Gemeinschaft.
„Die Nacht der Kampfkünste – Christmas Edition“
Unter dem Titel „Die Nacht der Kampfkünste – Christmas Edition“ präsentierte die Schule zehn aufwendig inszenierte Shows, jede mit eigener Musik, Choreografie und Geschichte:
- Die kleinen Drachen & Tiger
- Tanz der Stäbe – Samurai & Ninja Kids
- Der Wirbelwind der Fäuste
- Schattenkämpfer – Jugend-Show
- Waffen der Elemente
- Girls Power
- Der Ring der wahren Krieger
- Der Weg der zwei Ketten
- Die Königswaffe & der Betrunkene
- Die Prüfung der Meister
Bereits die Dragon Kids und Tiger Kids zeigten eindrucksvoll, auf welchem Niveau hier selbst die Jüngsten trainieren. Ein besonderer Gänsehautmoment entstand, als Betullah mit einem kraftvollen Seitwärtstritt über Madlene sprang und dabei ein Brett zerschlug – begleitet von lautem Jubel. Auch die Ninja Kids und Samurai Kids überzeugten mit einer Stock-Waffenform, die Disziplin und Mut vereinte. Den emotionalen Höhepunkt der Kinder-Show setzte Jan (8 Jahre), amtierender Deutscher Meister 2025, der im Takt der Musik Saltos, einen Rückwärtssalto und einen Flickflack zeigte – gemeinsam mit Tiana (4) und Nael (4).
Die Begeisterung war groß – besonders bei den jüngsten Zuschauern. Die zehnjährige Isabella brachte es strahlend auf den Punkt: „Ich fand die Bruchtests richtig krass! Wie diese großen dicken Stöcke von Meister Emre zertreten wurden oder Meister Max mit dem Rückwärtssalto das Brett zerbrochen hat – WOW! Und die Kämpfe waren richtig cool!“


Jugend, Frauen und echte Wettkämpfer im Rampenlicht
Die Kickbox-Kids eröffneten ihre Show mit einem traditionellen thailändischen Begrüßungsritual und zeigten großen Respekt gegenüber Publikum und Gegnern. Es folgte die Jugend-Shaolin-Kungfu-Gruppe, die mit kraftvollen Formen überzeugte. Für besondere Begeisterung sorgte anschließend die Kampfshow von Leon Radiske (Deutscher Meister 2024), Artjom Gromov (Amateur-Europameister 2025) und Ahmed Kus (zweifacher Deutscher Meister 2025).
Artjom sorgte erneut für Staunen, als er – wie zuvor bei den Kindern – mit einem Seitwärtstritt über vier Kinder sprang und ein Brett zerschlug. Auch die Jugend-Wushu-Gruppe beeindruckte mit spektakulären Sprüngen, akrobatischen Tritttechniken und Waffenformen, die in einer synchronen Abschlussposition endeten. Ein starkes Zeichen setzten zudem die Mädels- & Frauen-Gruppen, die realistische Angriffs- und Ausweichtechniken demonstrierten und zeigten, wie Selbstverteidigung und Selbstbewusstsein zusammengehören.
Vier Ringe, echte Techniken, großer Respekt
Ein absoluter Höhepunkt des Abends war die gleichzeitige Kampfdemonstration in vier Ringen: Vier K1- und vier MMA-Kämpfer traten parallel an – jeweils mit eigenem Schiedsrichter, kontrolliert, technisch anspruchsvoll und in Schutzausrüstung. Zu sehen waren unter anderem: Elyas (Deutscher Meister Grappling 2025), Viktor (Amateur-Europameister 2025), Gian (K1 Amateur-Europameister 2025), An Quan (Deutscher Meister 2025), Usman (Amateur-Europameister 2025), Alex Wolin (ehemaliger Vizeweltmeister), Fillip (Bronze Deutsche Meisterschaft) und der 17-jährige Tyler (17 Jahre). Gerade für Tyler war der Abend etwas Besonderes. Er sagte nach der Show: „Ich bin schon lange Sportler der Kampfkunstschule, war aber noch nie bei der Weihnachtsfeier. Ich hätte nie gedacht, wie groß das alles ist – wie viele Menschen hier sind und wie unglaublich die Shows sind.“
Mystik, Weltmeister und hartes Qigong
Mystisch wurde es mit der Shaolin-Kungfu-Gruppe, die eine Nunchaku-Form in Nebel- und Lichteffekten präsentierte. Es folgten die ehemaligen Wushu-Weltmeister Maximilian Wolin und Paul Scheibe mit einer explosiven Schwertform und einer kraftvollen Drunken-Boxing-Darbietung. Beim Harten Qigong hielt Laoshi Paul ein Brett, während Usman auf seinen Schultern stand – Laoshi Maximilian Wolin zerschlug es mit einem Rückwärtssalto. Auch Sifu Emre Nuhogullarindan stellte sich eindrucksvoll unter Beweis: Schläge mit dicken Stöcken auf Oberarm und Oberschenkel sowie das Zerbrechen zweier Stöcke mit dem Schienbein sorgten für atemlose Stille – gefolgt von tosendem Applaus.
Ein Weihnachtsmann, der alle Herzen gewann
Zum Abschluss riefen die Kinder gemeinsam den Weihnachtsmann herbei – laut, gespannt und voller Vorfreude. Nach mehreren Anläufen erschien er endlich, ließ die Spannung bewusst steigen und nahm sich am Ende für jedes einzelne Kind Zeit. Mit 246 Besuchern waren Halle, Foyer und Außenbereich gut gefüllt. Eine Besucherin fasste es in Worte: „Ich finde die Weihnachtsfeier der Kampfkunstschule Yen immer etwas ganz Besonderes. Meine beiden Jungs sind sehr gerne hier und fühlen sich richtig wohl.“ Herzlich bewirtet wurden die Besucher durch Filiz, Nesrin, Hanadi und Rahmet.


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