Vom Auto in die Bahn: So kann der Umstieg gelingen

Verbraucherzentrale NRW

Foto: pexels / liliana drew

Die hohen Spritpreise erneuern für viele die Frage nach Alternativen zum Autofahren.

Diesel- und Benzinpreise um die 2 Euro je Liter, Staus, Stress und eine hohe Umweltbelastung stellen das Autofahren zunehmend in Frage. Wer dennoch zögert, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, sollte sich die positiven Effekte bewusst machen, rät die Verbraucherzentrale NRW. Denn das Auto öfter stehen zu lassen, verbessert die persönliche CO2-Bilanz und reduziert Kosten. Bus und Bahn bieten aber noch mehr Vorteile: Die lästige Parkplatzsuche fällt weg, und man kann während der Fahrt lesen oder sie sogar schon als Arbeitszeit nutzen. Um die individuell passendste und kostengünstigste Alternative zur Autofahrt zu finden, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW Neulingen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) einen schrittweisen Umstieg.

  • Strecken und Zeiten klären: Wer ausprobieren möchte, ob der öffentliche Nahverkehr eine Alternative zum Auto sein kann, sollte sich zunächst überlegen, welche Strecken persönlich dazu in Frage kommen könnten. Eine Route zum Ausprobieren kann die Beurteilung erleichtern. Wichtig ist, wie oft der ÖPNV genutzt werden soll: Geht es um wenige feste Tage im Monat, oder steht eine tägliche Flexibilität im Vordergrund? Lohnt sich ein Abo, weil auch andere Familienmitglieder es am Wochenende mit nutzen? Und welche privaten PKW-Fahrten wären noch durch die öffentlichen Verkehrsmittel ersetzbar?
  • ÖPNV-Angebote checken: Die Verkehrsunternehmen bieten eine Vielzahl von Angeboten. Was für die gewählten Strecken und die persönlichen Vorlieben in Frage kommt, kann man in einer Beratung im Servicecenter oder telefonisch beim Ticketberater herausfinden. Dieser kann Interessierte auch über die Option der 1. Klasse informieren. Diese Zugabteile sind komfortabler und oft leerer als die 2.Klasse und können daher sinnvoll sein, wenn man die Fahrt zum Arbeiten nutzen möchte.
  • Testen und Kosten gering gestalten: Um ein Gespür dafür zu bekommen, wie sich die Alternative bewährt, sollten Verbraucher:innen die Verbindungen zunächst mit Einzeltickets testen. Wer die geeignete Möglichkeit für seine Strecken gefunden hat, findet online oder in der persönlichen Beratung die besten Ticketoptionen. Ratsam ist es, die kostengünstigste Variante erst einmal einen Monat lang zu testen, ehe man ein Abonnement abschließt. Darüber hinaus kann man erfragen, ob der Arbeitgeber ein Jobticket unterstützt. Bei längeren Strecken lohnt sich auch der Blick auf den Fernverkehr. Auch dafür gibt es Abonnements oder Mehrfahrtickets, die möglicherweise eine Alternative zum PKW bieten können.
  • Kombination von Verkehrsmitteln bedenken: Vor allem im ländlichen Bereich ist der ÖPNV nicht immer ausreichend dicht ausgebaut, um eine Alternative zum Auto zu bieten. Dann kommt möglicherweise eine Kombination aus unterschiedlichen Verkehrsmitteln in Frage. Daher hilft ein Check der örtlichen Angebote: Welchen On-Demand-Verkehr kann ich zusätzlich nutzen, also etwa Kleinbusse, die nur bei Bedarf zum Einsatz kommen? Wo gibt es etwa Fahrradboxen oder sichere Stellplätze? Manche Sharing-Angebote sind in Kombination mit ÖPNV-Abos kostengünstiger durch Freiminuten und lassen sich oft sogar über dieselbe App nutzen.

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