Vierköpfige Jury juriert eingereichte Werke für die Erk@Art im November

Julia Horn (Fotoraum Köln), Monika Kissling (Leiterin Kunsthaus Mettmann), Dirk Bolke (Maler und Gallerist) und Sibylle Mall (Fotoraum Köln) siwie Lydia Winnik und Ute Ackermann von Kulturamt der Stadt Erkrath - Foto: Susann Krüll

34 in Erkrath lebende und/oder arbeitende Künstler hatten 150 Werke eingereicht, unter denen am Donnerstagabend im Bürgerhaus eine mit vier Experten besetzte Jury die Arbeiten auswählten, die im Lokschuppen bei der Erk@Art zu sehen sein werden.

39 Werke, bei denen die Werke nur mit Titel, verwendeten Materialien und Größe in der Werkliste verzeichnet waren, schafften es in die bereits zum 27. Mal stattfindende Kunstschau. Diese wird am 19. November 2021 mit einer Vernissage im Hochdahler Lokschuppen eröffnet.

„Zwar haben in diesem Jahr weniger Künstlerinnen und Künstler teilgenommen, dafür haben sie insgesamt eine größere Anzahl an Werken eingereicht, so dass in Summe etwa so viele Kunstwerke zu jurieren sind wie im Vorjahr“, so Lydia Winnik, die für die Organisation der weit über die Stadtgrenzen hinaus beachtete Kunstschau zusammen mit ihren Kolleginnen vom Kulturamt der Stadt Erkrath verantwortlich zeichnet, zu den Rahmenbedingungen der anonymisierten Jurierung. „Wir freuen uns, dass in der 27. Auflage auch zwei Künstlerinnen dabei sind, die das erste Mal Werke eingereicht haben,“ ergänzt ihre Kollegin Ute Ackermann.

Jury-Team mit einem Neuzugang

Unter den Jurierenden findet sich mit Monika Kißling ein neues Mitglied im vierköpfigen Team. Die Leiterin des „Kunsthauses Mettmann e. V.“ bringt nicht nur in dieser Funktion jede Menge Erfahrung bei der fachfraulichen Beurteilung von Kunstwerken der verschiedenen Genres ein, von Hause aus ist Kißling zudem Kunsthistorikerin. Zunächst machten sich die vier Experten auf eine individuelle Beurteilungsrunde.  Zum dritten Mal gehört Dirk Balke, Künstler und Galerist aus Solingen, zur Fachjury, die beiden weiteren Jurorinnen, Sibylle Mall und Julia Horn vom „Fotoraum Köln e. V.“, sind beide zum zweiten Mal vertreten. Zunächst begutachteten alle Vier die Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen, Fotografie, Skulpturen, Plastiken und Objektinstallationen bei einem Rundgang für sich. Im Anschluss beurteilten alle vier Juroren gemeinsam, welche der 150 eingereichten Arbeiten in der Kunstschau im Lokschuppen dem Publikum präsentiert werden sollen. Bekam ein Werk von allen Vier eine positive Wertung, wurde hinter dessen Nummer auf der Liste von Lydia Winnik mit einem „Ja“ versehen. Beim ersten Durchgang herrschte weitestgehend Einigkeit, rund 10 Werke erhielten ein „Fragezeichen“, weil die Zustimmung nicht einstimmig ausfiel. Auf den „zweiten“ Blick und nach eingehender Diskussion erhielten dann einige doch noch den begehrten „Daumen hoch“, so dass die Jury schließlich 39 Werken eine „künstlerische Greencard“ für die Teilnahme an der Erk@Art verlieh.

Jury kürt ihren Preisträger

Keine Diskussion und keine zweite Runde brauchten Monika Kißling, Sibylle Mall, Julia Horn und Dirk Balke, um sich auf das Werk festzulegen, dem sie den Jury-Preis der Erk@Art 2021 zusprachen. Welche Künstlerin oder welcher Künstler sich über Auszeichnung bei der Vernissage am 19. November freuen darf, bleibt bis dahin das Geheimnis der vier Juroren sowie der beiden Damen vom Kulturamt, die die Juroren begleiteten.

Publikumspreis wird am 19. November bei der Eröffnung verliehen

Am Abend der Vernissage sind dann die Besucherinnen und Besucher gefragt, ihren Favoriten wählen. Sie wissen allerdings, von wem welches Bild, Foto oder Objekt geschaffen wurde, einen „Vorsprung“, den die vierköpfige Expertenjury bewusst nicht hatte, damit diese sich allein auf die „fachliche Qualität“ konzentrieren und „das Werk ohne eine Erklärung“ und „mit einer eigenen Aussage“ überzeugt, wie es in den Richtlinien des Kulturamt der Stadt heißt. Ob Jury- und Publikumspreis an ein und denselben Kunstschaffenden gehen, darauf darf man gespannt sein.    

Erk@Art 2021: Vernissage mit Wahl des Publikumspreises durch die Besucher am 19. November 2021

Die Ausstellung ist geöffnet:

Samstag, den 20. November und Sonntag den 21. November 2021 von 11 bis 19 Uhr sowie am Montag, den 22. November von 10 bis 16 Uhr (angemeldete Schulklassen ab 8.30 Uhr). Lokschuppen Hochdahl, Klinkerweg.

Teilnehmende Künstler: Henritte Astor & Friedel W. Warhus, Claudia Beiermann, Dagmar Branca, Gerd Clemens, Sabine Clemens, Irmgard Hamacher, Irmgard Haumann, Wolfgang Haumann, Anita Herzog-Graf, Sandra Hoitz, Ulrike Lieb, Herbert Marschlich, Jan Masa, Sabine Minkwitz, Henriette Ellen Mittelviefhaus, Werner Rutz, Viktoria Schwarzmann-Banduhn, Klaus Sobotta, Irina Trott (Motovilova)

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