Stromausfälle in Hochdahl: Was war die Ursache?

von Ria Garcia

Symbolbild Stromausfall Boyan Chen auf Pixabay
Symbolbild Stromausfall: Boyan Chen auf Pixabay

Teile von Hochdahl waren erst gestern Mittag und dann am späteren Nachmittag ohne Strom. Wir haben nach den Ursachen gefragt.

Fast schon ein bisschen magisch, dass während in der Sandheide der Lichterwald erstrahlte in anderen Teilen Hochdahls alles dunkel blieb. Nach einem ersten Stromausfall um kurz vor 13 Uhr, dessen Ursache durch Umschaltungen innerhalb einer halben Stunde behoben werden konnte, ging gegen 16.30 Uhr erneut in Teilen Hochdahl das Licht aus. Die Feuerwehr Erkrath informierte darüber auf ihrer Facebook-Seite. Gegen 19 Uhr war der Strom dann wieder in allen Haushalten verfügbar.

Auf unsere Nachfrage erfuhren wir aus der Fachabteilung der Stadtwerke: „Gestern kam es in der Schaltanlage Hochdahl zu zwei 10kV-Abschaltungen, von denen jeweils Teile des Ortsteils Hochdahl betroffen waren. Die erste Störung, ein zweipoliger Kurzschluss um 12:55 Uhr, konnte unser Stromteam durch Umschaltungen bis 13:26 Uhr beheben. Die zweite Abschaltung trat um 16:29 Uhr ebenfalls in der Schaltanlage Hochdahl auf. Der Fehler wurde vom Bereitschaftsdienst im Bereich Trills lokalisiert, und gegen 19:00 Uhr waren alle betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt.“ Die letzten Kunden seien um 19.38 Uhr wieder mit Strom versorgt gewesen, präzisierte Abteilungsleiter Rainer Wilking.

Für die Stadtwerke war die Arbeit damit aber noch nicht beendet, wie wir auf Anfrage erfuhren. Mitarbeiter hatten sich heute Morgen mit einem Messwagen auf den Weg gemacht, um den Fehler „exakt einzumessen“ und konnten ihn auf der Straße Trills in Höhe der Hausnummer 14a lokalisieren. „Dort führt die Firma Scheven derzeit Schachtarbeiten durch. Als wahrscheinliche Ursache gilt eine defekte Verbindungsmuffe“, heißt es dazu von den Stadtwerken.

Stromausfall in der Feuerwache?

Einer unserer Leser fragte darüber hinaus, ob die neue Feuerwache ebenfalls vom Stromausfall betroffen war. In der grundsätzlichen Annahme, dass kritische Infrastruktur, zu der auch Feuerwachen zählen, auf jeden Fall eine Notstromversorgung haben, haben wir dennoch bei Guido Vogt, dem Leiter der Feuerwehr, nachgefragt. Tatsächlich war die Feuerwache vom Stromausfall betroffen. Auswirkungen hatte das aber keine. „Natürlich haben wir eine Netzersatzanlage und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung“, sagte er uns. Die funktioniere direkt, sodass alle Geräte ohne Unterbrechung weiterlaufen. Die Sorge, dass die Feuerwehr nicht erreichbar oder einsatzbereit wäre, ist also unbegründet.

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