
Am 13. Dezember wagte sich die Abteilung Erkrath-Haan des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) sprichwörtlich in die Unterwelt – Ziel war die beeindruckende Kluterthöhle in Ennepetal.
Bei einer rund einstündigen, äußerst kurzweiligen Führung tauchten die Teilnehmer tief in die Erdgeschichte ein und durchschritten ein Millionen Jahre altes, versteinertes Korallenriff.
An den Höhlenwänden zeugten Fossilien von Korallen und Stromatolithen, schwammähnlichen Lebewesen, von einer längst vergangenen Welt. Anhand dieser Spuren erklärte die Führerin anschaulich, wo einst die Brandungszone verlief, wie das Riff allmählich abstarb und schließlich von weiteren Sedimentschichten überlagert wurde – Erdgeschichte zum Anfassen.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte am Ausgang der Höhle die Statue des sogenannten Fuchsschwanzhalters. Wanderführer Guido Krautz wusste hierzu die passende Sage zu erzählen: Ein Wanderer auf der Suche nach dem kürzesten Weg nach Limburg erhielt von einem Zwerg den Rat, die Kluterthöhle zu durchqueren – und sich dabei am Schwanz eines Fuchses festzuhalten. Am anderen Ende der Höhle, dem Hünen Tor bei Limburg, entkam der Wanderer schließlich nur knapp einem Riesen.
Nach so viel neuem Wissen wurde es Zeit für Bewegung an der frischen Luft. Eine Wanderung durch die winterlich-nebligen Wälder rund um den Klutertberg bildete den stimmungsvollen Abschluss eines ebenso lehrreichen wie erlebnisreichen Tages.


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