
Das neue Programm des Ökomenischen Bildungswerks ist da und auf den ersten Vortrag dürfen sich Interessierte schon am 11. September 2025 freuen.
Nach der Schließung des evangelischen Gemeindehauses Sandheide ist die Vortragsreihe des Ökumenischen Bildungswerks Hochdahl in das Paul-Schneider-Haus in der Schulstraße 2 umgezogen. Mit „Wenn Scherben Geschichte erzählen – Ausgrabungen am See Genezareth“ startet Almut Hammerstaedt-Löhr am 11. September 2025 um 19.30 Uhr die neue Vortragsrunde. Die Theologin ist auf das Alte Testament spezialisiert und hat als Volontärin Mitte der 1990er Jahre an den Ausgrabungen auf dem israelischen Tell el-Oreme, dem biblischen Kinnereth, am See Genezareth teilgenommen. „Bei archäologischen Grabungen dabei zu sein und selbst mit Hand anzulegen, ist eine besondere und spannende Erfahrung“, beschreibt sie ihr Erleben. Mit Original-Dias referiert Almut Hammerstaedt-Löhr, die inzwischen als Pfarrerin in der evangelischen Gemeinde Hochdahl tätig ist, welche Erkenntnisse die damaligen Grabungen zutage förderten und was sie selbst aus den praktischen Erfahrungen in der Archäologie gelernt hat. Dabei schildert sie, wie bei einer solchen Grabung vorgegangen wird, welche Funde relevant sind und wie die Ergebnisse analysiert und archiviert werden. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
Weiter geht es am 10. Oktober um 19.30 Uhr mit Dr. Bernhard Meyer mit seinem Vortrag „Vom Urknall zur Entstehung des Lebens – Was wir darüber nie wissen werden„. Meyer, der Biologie studierte und mit einem mikrobiologisch-biochemischen Thema promovierte, räumt auf mit der Vorstellung, dass das Erlangen von Wissen – egal worüber – nur eine Frage der Zeit und der sich entwickelnden technischen Möglichkeiten sei. An Beispielen aus der Astrophysik, Physik und Biologie zeigt er unterhaltsam die grundsätzliche Begrenztheit unseres Wissens auf.
Am 6. November 2025 um 19.30 Uhr dürfen sich Interessierte auf eine ‚alte Bekannte‘ freuen. Barbara Ortwein referierte als ausgewiesene USA-Kennerin bereits im vergangenen Jahr über den ‚Amerikanischen Traum‘. Dieses Mal referiert die Oberstudienrätin im Ruhestand zum Thema „80 Jahre Weltkriegsende“ und greift die Geschichte einer unverhofften Freundschaft zwischen zwei ehemals verfeindeten Städten, der westfälischen Hansestadt Medebach und Locminé in der Südbretagne auf. „Un amour caché en Bretagne“, lautet der Titel ihres zweisprachigen Buchs zum Thema.



Vorträge in 2026
Am 15. Januar 2026 um 19.30 Uhr greift Dr. Annette Jantzen, die katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Straßburg studierte und im Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte promovierte, ein besonders spannendes Thema auf. „Gott ist so viel mehr als HERR – Weibliche Gottesbilder der Bibel“ titelt der Vortrag, in dem es darum geht, dass wir uns von Gott kein Bildnis machen sollen, gleichzeitig aber von Gott in Bildern sprechen und diese dann männlich sind. Jantzen ist in der Projektleitung von „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ beim Hildegardis-Verein tätig und ist darüberhinaus freie Autorin und Betreiberin des Blogs www.gotteswort-weiblich.de engagiert.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide ist als Referent am 19. Februar 2025 um 19.30 Uhr in Erkrath zu Besuch. Vor sechs Jahren hat er zum ökumenischen Jahresempfang in der Nachbarstadt Mettmann schon einmal einen Vortrag gehalten und vielleicht hat der eine oder andere ihn damals zum Thema „Wie dialogfähig ist der Islam?“ gehört. In seinem Vortrag im Paul-Schneider-Haus berichtet er aus seinem persönlichen Erleben, als er sich auf den Weg machte zu erfahren, wie Christen ihre Pilgerfahrten erleben. Pilgerfahrten gehören sowohl im Islam, wie auch im Christentum zum religiösen Leben. Der Titel seines Vortrags lautet „Als Muslim auf dem Jakobsweg – Ein persönlicher Erfahrungsbericht“.
Mouhanad Khorchide wurde 1971 geboren. Seine Großeltern waren einst aus Palästina in den Libanon geflohen. Gemeinsam mit seinen Eltern und seinen Geschwistern zog Khorchide später nach Saudi-Arabien, wo er zur Schule ging. Mit 18 Jahren ging er nach Wien. Er studierte später islamische Theologie im Fernstudium an der Uni in Beirut und anschließend Soziologie in Wien und promovierte anschließend. Seit 2010 hat er die Professur für Islamische Religionspädagogik an der Uni Münster, wo er gleichzeitig das Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) leitet.
Der letzte Vortrag im Winterhalbjahr 2025/2026 ist „Die Botschaften Leos XIV. an Kirche und Welt
und die Grenzen päpstlicher Wirkungsmacht“ von Matthias Drobinski. Am 12. März 2026 widmet er sich der überraschenden Wahl von Kardinal Robert Francis Prevost zum neuen Papst und wirft einen Blick darauf, welche Weichenstellungen sich ein knappes Jahr nach der Wahl abzeichnen. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie aussichtsreich die Vorhaben des Papstes sind zu mehr Frieden und mehr Gerechtigkeit beizutragen und die katholische Kirche weiter zu reformieren.
Matthias Drobinski ist 1964 geboren und studierte Geschichte, katholische Theologie und Germanistik. Anschließend begann er seine journalistische Ausbildung in Hamburg. Ab 1993 war er als Redakteur für die Zweiwochenzeitschrift Publik-Forum tätig. Nach weiteren Stationen für ‚Die Woche‘, den Hessischen und den Norddeutschen Rundfunk und schließlich bei der Süddeutschen Zeitung im Ressourt Kirchen und Religionsgemeinschaften, kehrte er 2021 als Reporter zum Publik-Forum zurück und ist heute Chefredakteur der Zeitschrift.
Seit nunmehr 40 Jahren bietet das ÖBH Veranstaltungen an
„Es ist schwieriger geworden“, sagt Pfarrer Christoph Biskupek vom Orga-Team des Ökumenischen Bildungswerks Hochdahl über die Arbeit des ÖBH. Von ursprünglich sieben ist das Team inzwischen auf fünf Verantwortliche geschrumpft. Man sei nachdenklich und frage sich, wie es weitergehe und ob das langfristig noch zu schaffen sei. „Aber wir sind voller Hoffnung, dass wir ein bisschen Luft unter unsere Flügel bekommen“, so Biskupek. Nach wie vor sind die Veranstaltungen des Ökumenischen Bildungswerkes kostenlos und das soll nach Möglichkeit auch so bleiben. Unterstützt wird das ÖBH durch die Träger Katholisches Bildungsforum der Erzdiözese Köln, Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl und den Pfarrgemeinderat der Katholischen Kirchengemeinde Hochdahl. Um das Angebot auch weiterhin aufrecht erhalten zu können, besteht inzwischen die Möglichkeit zu spenden.
Spenden zugunsten des Ökumenischen Bildungswerks Hochdahl:
Kontoinhaber: Ev. Verwaltungsverband Mettmann-Niederberg
IBAN: DE08 3506 0190 1010 2890 05
Verwendungszweck: Spende zugunsten des ÖBH Kostenstelle 37901000

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