Planet-Arien 3 im Stellarium Hochdahl

von Timo Kremerius

Bild: Volker Rapp

Volker Rapp zelebrierte im Oktober im Hochdahler Planetarium den dritten Teil seiner Planet-Arien. Musik zum Entspannen verbunden mit Bildern und Videos in der Kuppel des Planetariums.

40 Fans der Planet-Arien 3 besuchten das Konzert der Planet-Arien mit acht Piano Stücken, die geprägt durch musikalischen Vorbilder wie Vangelis oder Jean-Michel Jarre waren. Magdalena Kapela vom Planetarium Erkrath unterstützte die Stücke mit passenden Projektionen und entführte die Besucher in die Weiten unseres Sonnensystems.

Drei 360° Videos, die mit einem anderen Musikstil, als die Pianostücke unterlegt waren, ließen die Besucher in die nähere Umgebung ‚reisen‘ und ‚Kunst auf der Halde‘ erleben. Im ersten 360° Video sah man die „Bramme für das Ruhrgebiet“, eine Metallskulptur von Richard Serra auf der kahlen Schurenbachhalde im Essener Norden, die die Assoziation zu dem Film von Stanley Kubrick „2001“ weckt.

Foto: Volker Rapp

Das zweite Kunstwerk war „Das Geleucht“ von Otto Piene (neben Günther Uecker und Heinz Mack das dritte Mitglied der Gruppe Zero), das eine übergroße Grubenlampe darstellt. Abends ist der Hang davor rot beleuchtet und kann von der A 42 bei Moers gut gesehen werden.

Foto: Volker Rapp

Zum Schluss gab es das Highlight: Ein Aufgang, der von jeder Stufe des „Tetraeders“ von Wolfgang Christ ein Foto zeigt. Mit einem Sonnenuntergang beginnend endet es in der Nacht von oben über Bottrop, dann ist der Tetraeder auch beleuchtet. Hier ist man 40 Meter höher als die Halde, die sich im Durchschnitt rund 70 Meter über das Ruhrgebiet erheben.

Foto: Volker Rapp

Ein weiterer Programmpunkt von Volker Rapp war die Moderation und Vorstellung der „Himmelswege“ in Sachsen-Anhalt. Hier wurden Schätze der Bronzezeit vorgestellt, die man im Rahmen des Fundes der „Himmelscheibe von Nebra“ angelegt hat. Dazu gehören zwei Sonnenobservatorien, die bis 5000 v. Chr. zurückreichen und damit wesentlich älter sind als das von Stonehenge.

Dreh- und Angelpunkt der „Himmelswege“ war die „Himmelscheibe“, ihr Fundort bei Nebra und das Museum in Halle. Rapp stellte in sehr unterhaltsamer Weise den Zusammenhang zu unserer Region her, denn die „Himmelscheibe“ war ein Grab Raub und deren beteiligte Personen wie Grabräuber, Beute und Hehler kamen z.B. aus Kaarst oder Düsseldorf.

Rapp führte dann eine Deutung dieses Unikates vor, wie astronomisch genau die Bronzeplatte mit Goldbesatz ist. Sein Vortrag war nicht akademisch trocken, sondern er erzählte die Geschichte mit einem lächelnden Unterton, wo sich doch jeder bereichern wollte und zum Schluss es das Land Sachsen-Anhalt gewann.

Es war ein musikalischer und auch informativ gelungener Abend, den die Zuschauer genossen. Nach der Vorstellung bekam jeder Besucher eine Gratis CD der „Planet-Arien“ 1 oder 2 von Volker Rapp persönlich überreicht. Alle Zuschauer gingen entspannt nach Hause.

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