Pink Floyd – The Dark Side of the Moon

von Ria Garcia

Foto aus der Vorführung: Lutz Wulfestieg

Am vergangenen Freitag war im Planetarium Premiere einer ganz besonderen Visualisierung der Musik des Albums, das seinen 50. Geburtstag feiert. Pink Floyd Fans ‚hoben ab‘ zu einem ganz besonderen, musikalischen Weltraumflug.

Musik ist im Planetarium nicht neu. Ob Harfe unterm Sternenhimmel oder elektronische Musik. Aber Pink Floyd im Planetarium? Das scheint schon außergewöhnlich. So außergewöhnlich, das die Karten zur Premiere schnell reserviert waren und am Freitag an der Abendkasse viele einfach bis kurz vor Beginn warten mussten, ob jemand doch nicht kommt und sie den Platz dann erhalten. Es war ein bisschen wie in der Lotterie und alle achteten darauf, wer zuerst da war. Ein paar der Wartenden hatten dann auch noch Glück und konnten die reservierten Plätze derer ergattern, die nicht gekommen waren. Andere gingen unverrichteter Dinge, nicht ohne sich zu erkundigen, wann die nächsten Vorführungen sind.

Aber dann ging es endlich los. Magdalena Kapela moderierte die Vorführung kurz an und machte darauf aufmerksam, dass es vorkommt, dass das Gefühl entsteht ‚man bewege sich‘. „Keine Sorge. Nicht sie bewegen sich, dass sind nur die Bilder. Wenn es einmal zu stark ist und sie das Gefühl haben, Ihnen wird schwindelig, schließen sie einfach für einen kurzen Moment die Augen.“ Ein guter Tipp, wie selbst wir später an der einen oder anderen Stelle bemerkten. Allerdings waren die Effekte insgesamt so genial, dass teilweise wirklich der Eindruck entstand, dass man mit der Musik ‚abhebt‘. Schon einmal durch einen Asteroidensturm geflogen? Das Publikum und wir haben das gefühlt am Freitag erlebt und wir können versprechen: Das ist ein aufregendes Gefühl. Auch durch Felsschluchten ging es mit hoher Geschwindigkeit. Und das Andocken an einer Raumstation so zu sehen, als wenn man live dabei ist, ist auch ein Erlebnis. Immer begleitet von den Klängen des Albums, die heute noch so aktuell und zeitgemäß klingen, wie vor 50 Jahren.

Dem sicher längsten Musikvideo (es umfasst das gesamte Album von einer Spieldauer von 42 Minuten um 55 Sekunden) stellte das Planetarium eine etwa sieben minütige Zusammenfassung der Bandgeschichte voran. Jan Sundermann, der an der Produktion des Vorspanns mitgewirkt hat, saß am Freitag selbst im Publikum. „Besonders krass fand ich die Umsetzung des Titel ‚Money‘, aber die soll hier nicht verraten werden“, sagte er uns für unsere Leser. „Als ich rausging hatte ich noch den Geruch des Staubsturmes auf dem Mars in der Nase.“

Foto aus der Vorführung: Lutz Wulfestieg

Der Trailer zu diesen spektakulären 360°-Visualisierungen mit kristallklarem Sound kann nur ‚annähernd‘ einen Eindruck von dieser Vorführung geben, die sich zur Premiere in Erkrath längst nicht nur die Generation, deren Musik das eigentlich war und ist, anschaute. Im Publikum fanden sich auch Menschen, die bei Erscheinen des Pink Floyd Albums ‚The Dark Side of the Moon‘ das Licht der Welt noch gar nicht erblickt hatten. Zwar waren auch ein paar „Stammkunden“ unter den Besuchern, wie Magdalena Kapela uns sagte, aber viele waren offensichtlich, angelockt durch Pink Floyd, zum ersten Mal da.

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Die nächste Veranstaltung am 2. September 2023 war schon am Abend der Premiere ausverkauft, genauso wie die Vorstellung am 16. September 2023. Kurzerhand sind aufgrund der großen Nachfrage jetzt zwei weitere Veranstaltungen am 15. September um 18.30 Uhr und um 20.00 Uhr ins Programm genommen worden. Durch den geplanten Umbau der Bestuhlung können im Oktober keine Veranstaltungen stattfinden. Als Info für alle die, die zu spät davon erfahren haben: Im November wird es voraussichtlich weitere Vorführungen geben. Für all die, die jetzt ungeduldig sind: Auf YouTube findet sich das komplette Album ‚The Dark Side of the Moon‚ von Pink Floyd.

‚Bildeindrücke‘ aus der Vorführung

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