
Premium | Am Samstag, 31. Januar, feierte die Große Erkrather Karnevalsgesellschaft e.V. 1994 ihren „Bunten Abend“ in der Stadthalle. Es gab ausgelassene Stimmung, viel Programm und eine Kostümprämierung. Inklusive Bildergalerie.
Durch den Abend führte der Präsident Udo Wolffram. Gleich zu Beginn stellte sich das Kinderprinzenpaar Titus I. und Sofia I. vor. Sie sangen ihre Version von „1.000 kg Konfetti“, einem Lied der Rhythmussportgruppe. Das Prinzenpaar Wolfgang II. und Regina I. zeigten ebenfalls einen Tanz auf der Bühne. „Den haben wir erst das zweite oder dritte Mal in dieser Session getanzt, weil die Auftritte von uns meistens kürzer sind“, erklärte Prinz Wolfgang II. danach.
Weiteren Tanz gab es von den Hoppedötzen, die in ihren Gruppen Minis, Midis und Maxis verschiedene Tänze zeigten. Zudem tanzten die Midis und Maxis gemeinsam eine Zugabe. Das Prinzenpaar der Landeshauptstadt Düsseldorf, Marcus I. und Nicole I., schaute auch vorbei. „Wir sind wie Michael Schuhmacher unterwegs, wir rasen von Sitzung zu Sitzung“, sagte Prinz Marcus I.. Seine Venetia Nicole holte die Kinder auf die Bühne, um den Song des Prinzenpaars wieder mit reichlich Tanz darzubieten.


Diamanten, Showtanz
Als wäre nicht schon genug getanzt worden, traten anschließend auch noch die „Erkrather Diamonds“ auf. Mehrere Frauen aus dem Verein der Großen Erkrather KG hatten sich im November im Stillen gegründet und eine Tanz-Performance einstudiert, sie tanzten unter anderem zu „Saturday Night“, ABBAs „Gimme, Gimme, Gimme“ und „Macarena“. Passend dazu enthüllten sie unter ihren Bademänteln ein rosa Shirt mit einem großen Diamanten auf dem Rücken, dazu bunte Tutus. Das Publikum war begeistert und der überraschte Udo Wolffram sprachlos.
Noch mehr Tanz gab es vom OC Danceteam, die als Tanzgarde der ‚Letzten Hänger‘ gekommen waren. Fünf Karnevalstänze zeigte die Gruppe der „OC Fire“ und mit einer rockigen Zugabe auch Künste, mit denen sie bei internationalen Wettbewerben antreten. Später wurde die Bühne richtig voll, als die Tanzgarde der Katholischen Jugend aus Düsseldorf KaKaJu mit 35 Tänzerinnen und eigens genähten Kostümen auf der Bühne zum Motto „Liebe gewinnt“ einen Showtanz aufführten.


Ruhig wurde es in der Stadthalle hingegen, als Dave Davis alias Montombo auftrat. Zunächst blickte er sich in den vorderen Zuschauerreihen um. „Ich muss ja erstmals schauen, was ich an Material habe“, sagte der „Kölsche Jung mit den black Fööss“. Sein Motto: „Jammern sollen die Anderen, denn das Rheinland ist das Humor-Kompetenzzentrum.“ Und er forderte das Publikum auf: „Macht bekloppte Dinge!“ Zu Beispielen wie in einen vollen Aufzug gehen, alle Knöpfe drücken und vor dem Tür-Schließen mit den Worten „Oh, falsche Firma“ den Aufzug wieder zu verlassen, gab es Applaus vom Publikum.
Blas- und Covermusik
Zwischendrin gab es auch Musik. Hier dominierte der aktuelle Trend zur Blasmusik, was sowohl „Die Hammer“ mit Instrumental-Musik („Major Tom“, „Bella Chiao“, „Pirate“, „Wolkeplatz“ und als Zugabe „Schrei nach Liebe“) wie auch Kleefse Tön bzw. töns aus Kleve teilweise mit Gesang („Leev Marie“, „I Will Survive“, „Can’t Take My Eyes Off Of You“, „Schüttel deinen Speck“ und als Zugabe „Bella Napoli“) boten. Dem Publikum gefiel es und die Tanzfläche war gut gefüllt.
Das galt auch für die Coverband „Big Maggas“ aus Hamburg, welche in der Karnevalszeit in einem Hotel in Bonn wohnt. Die selbsternannte Boyband ist seit über 15 Jahren im Karneval unterwegs und bot Schlager wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“, Rock wie „It’s My Life“ oder Gassenhauer wie „Sweet Caroline“. Zu „Wackelkontakt“ war der Saal am Tanzen, das von Sänger Roy Rakete Ostermann hochgehaltene Schild mit der Aufforderung „Begeisterung“ war gar nicht nötig. Dem Publikum dürfte das Solo „You Can Leave Your Hat On“ von dem „flotten Otto“ ohne Shirt, aber mit Hose und Hut, in Erinnerung bleiben. Um zu beweisen, dass die Nordlichter eine Boyband sind, gab es als Zugabe „I Want It That Way“ der Backstreet Boys.

Hoppeditzin Raya, welche mittlerweile beim Förderprojekt „Pänz en de Bütt“ ist, sang neben dem diesjährigen Mottolied auch „Am Rhein Am Rhein“ der Rhythmussportgruppe und „Düsseldorf, wir stehen bereit, tanzen durch die Narrenzeit“. Auch der „Nordstern“ durfte nicht fehlen, samt langer Polonaise durch den ganzen Saal. Kurz vor Mitternacht trat Yasmin Hutchens auf. Eigentlich macht sie mittlerweile Deep House, EDM und Techno-Musik, in der Stadthalle bot sie nochmal Schlager und Partymusik dar, wie sie es schon einige Jahre im Düsseldorfer Karneval macht.


Bestes Kostüm und Ehrung
Das beste Kostüm an dem Abend wurde auch prämiert: Petra Büchel bekam den Sessionsorden der Großen Erkrather KG für ihr aufwändiges weißes Engels-Kostüm. Die Föderation der Europäischen Narren ehrte Udo Wolffram für über 13 Jahre als Präsident und lange Zeit auch 1. Vorsitzenden des Karnevalsvereins mit dem „Narr von Europa in Gold“. Neben Lob für die Jugendarbeit und Besuche im Altersheim gab es auch Tadel, dass Wolffram Abläufe schon mal ändern würde und seine Mitglieder Plan B oder C benötigen würden, auch habe er den ‚Närrischen Oscar‘ manchmal selbst präsentiert, als hätte er den Preis der Tanzgarde selbst ertanzt. Wolffram sagte überrascht: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Ich mache das nicht für mich, sondern für den Karneval in Erkrath.“
Eine Viertelstunde nach Mitternacht fielen die Abschlussworte, ehe mit „An Tagen wie diesen“ das Live-Programm ein Ende fand. Die Party sollte mit DJ Thorsten Classe, der bereits den ganzen Abend für musikalische Überbrückung sorgte, noch bis 3 Uhr weitergehen. Im kommenden Jahr feiert die Große Erkrather KG ihr Jubiläum 3×11 Jahre, bei dem niemand geringeres als die Kölsche Kult-Band „Brings“ mit ihren Schottenröcken am 23. Januar 2027 in die Stadthalle kommen soll. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen und dürfte schnell ausverkauft sein.


























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