
Regen, Kälte, weniger als 10 Grad: Keine guten Voraussetzungen für die Närrische Markthalle, die an Altweiber (12. Februar) mit der 11. Ausgabe ihr jeckes Jubiläum feierte. Doch das Publikum lies sich vom Wetter nicht unterkriegen und erlebte viel Musik unter der überdachten Markthalle.
Bürgermeister Christoph Schultz versuchte, den Schlüssel zu verteidigen – natürlich gelang ihm das nicht. Marin Güde von der Großen Erkrather KG konnte den Schlüssel ergattern und so übernahmen die Möhnen die Macht. Die Moderation übernahm dann auch hauptsächlich Katharina Schulz, die unter anderem in der IG Erkrath aktiv ist. Unterstützt wurde sie von Udo Wolffram von der Großen Erkrather KG. Eine gelungene Abwechslung.
Besuch der Prinzenpaare
Regina I. vom städtischen Prinzenpaar verkündete: „Das Zepter habe ich meinem Prinzen schon abgenommen!“ Wolfgang II. kommentierte: „Für mich ist heute Aschermittwoch.“ Begleitet wurde das Prinzenpaar von der KG Die Letzten Hänger, dessen zweiter Vorsitzender Hajo Fritsch sagte: „Wir haben beim Karnevalsumzug am Samstag das Wetter aufgefressen.“


Beim städtischen Kinderprinzenpaar war an dem Tag noch mehr vertauscht: Prinzessin Sofia I. trug nicht nur das Zepter, sondern auch die Prinzenkappe. „Heute haben die Frauen und Mädchen das sagen!“, rief sie. Prinz Titus I. hingegen trug nicht nur den Blumenstrauß in der Hand, sondern auch die Prinzessinnen-Krone auf dem Kopf. „Das ist ungewohnt, aber auch lustig“, sagte er. Zusammen mit der Tanzgarde Hoppedötze, die mit ihren Minis, Midis und Maxis auf der Bühne ihre Tänze darboten, hatten sie bereits fünf Auftritte in den Erkrather Schulen.
Aus Unterbach kam das Kinderprinzenpaar sowie das erwachsene Prinzenpaar. Prinzessin Anitta I. sagte: „Morgen habt ihr Männer wieder das Sagen – zumindest lassen wir Euch in dem Glauben.“ Die Tanzgarde Rot-Weiß brachte die Bühne zum Beben. Neben dem Besuch dieser Totalitäten waren auch die Hoppeditze wieder da: Sven und Raya sangen das Mottolied und den „Nordstern“. Raya begeisterte das Publikum mit weiteren Liedern.
Viel Musik
Zum umfangreichen Programm von 11:11 bis 18 Uhr gehörte Rainer Lieverscheidt, der gleich zu Beginn mit Klassikern wie „Die Sterne funkele“ gute Stimmung verbreitete. Die Vierscher Mispelblüten machten eine karnevalistische Reise nach Griechenland mit Gassenhauern wie „Griechischer Wein“, ihre Trainerin verriet, dass sie jedes Jahr neue Kostüme haben.


Die Wimmerband probte mit dem Publikum das Düsseldorfer Sessionslied „Wer bliewe bunt, egal wat kütt“, welches anschließend genauso gesungen wurde wie ihr Hit „Mars“. ‚Die Hammer‘ begeisterten mit Hits wie „Major Tom“, „Wolkeplatz“ oder „Bella Napoli“. Der ‚Hahnenschrei‘ aus Ratingen hatte auch die Tanzgarde ‚Hühnerstall‘ mit dabei, die zunächst ihr Können zeigten. Danach sangen die Männer des Hahnenschreis. Die Fantastic Company bot unter anderem die „Karnevalsmaus“, die Jollies wiederum sangen mit „Im Rheinland geboren“ und dem „Altbierlied“ auch ältere Klassiker, bei denen eifrig mitgesungen und geschunkelt wurde.
Die Swinging Funfares brachten die Markthalle am Nachmittag mit Hits wie „Düsseldorfer Nächte“ oder dem neuen Lied „Nie mehr Aschermittwoch“ zum Kochen. Den musikalischen Abschluss machte Rainer Wahnwitz, der Medleys von Düsseldorfer und Kölner Karnevalslieder brachte. Als bestes Kostüm wurde eine Familie gekürt, die sich als Avatar-Wesen verkleidet hatte – das Motto der IG Erkrath im Karnevalsumzug. Zur Belohnung erhielten die beiden Kinder den Orden der Närrischen Markthalle, der in diesem Jahr vom Bestattungshaus Vogelskamp als Schirmherr gesponsert wurde.

Udo Wolffram dankte zum Schluss den zahlreichen Helfern und seiner Mitmoderatorin Katharina Schulz. „Das hat sie gut gemacht“, sagte Wolffram. Wolfgang Cüppers von der IG Erkrath stichelte: „Udo, du kannst in Rente gehen!“ Auf die Moderation im nächsten Jahr kann man gespannt sein. Eine Überraschung hatte Hoppeditz Sven noch im Gepäck: Er sang mit Udo Wolffram den „Ercroder Jung“.
























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