
Am 13. Mai öffnete der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath wieder die Türen seines Gerätehauses an der Kreuzstraße. Trotz kleinerer Regenschauer war viel los.
Am Anfang des Geländes standen Feuerwehr-Fahrzeuge wie die Drehleiter, die Bundespolizei war wieder mit einem gepanzerten Fahrzeug da. Auf der Rückseite konnte man sich die Gerätschaften der Feuerwehr ansehen, Kinder konnten am Spritzenhaus selbst das Löschen ausprobieren. Beim Kinderschminken gab es eine lange Warteschlange. Kinder konnten mit Rutscheautos fahren und zwischenzeitlich war auch die Hüpfburg aufgebaut.
Das Deutsche Rote Kreuz war auch in der Vergangenheit schon dabei und zeigte einen Rettungswagen, außerdem konnte man die Wiederbelebung an einer Puppe üben. Nicht nur Erwachsene zeigten ihr Können, auch Kindern wurde altersgerecht erläutert, was im Falle eines Herzstillstandes zu tun ist. Einzig das THW konnte aus terminlichen Gründen diesmal nicht teilnehmen.
Notfallseelsorge sucht Unterstützer
Dafür war die Notfallseelsorge erstmals dabei. Mit rund 70 Kräften im Kreis Mettmann kümmern sich die speziell geschulten Ehrenamtlichen um die seelische Unterstützung, etwa nach Verkehrsunfällen oder der Überbringung von Todesnachrichten. „Wir sind hauptsächlich für Betroffene zuständig, manchmal auch für Rettungskräfte. Die Feuerwehren haben meistens intern eigene Hilfen“, erläutert Axel Dörschlag. Für Kinder gibt es die Handpuppe Erwin, um auch den Kleinsten in schweren Situationen zu helfen. Die Alarmierung läuft über die Feuerwehr-Leitstelle in Mettmann, teilweise werden die Seelsorger bei großen Einsätzen auch direkt mit alarmiert.

Finanziert wird die Notfallseelsorge durch die evangelische und katholische Kirche sowie dem Kreis Mettmann. Es gibt einige wenige Vollzeit-Stellen, darüber hinaus muss beispielsweise die Einsatzkleidung finanziert werden. Da unklar ist, ob diese Finanzierung in Zukunft noch in der gewohnten Form bestehen bleiben kann, sind die Notfallseelsorger gerade dabei, ein Netzwerk von Unterstützern aufzubauen. Auch sogenannte Multiplikatoren werden gesucht, die Spenden an die Notfallseelsorge vermitteln können. Wer Interesse daran hat, dass die Notfallseelsorge dauerhaft bestehen bleiben kann, kann sich unter www.foerderkreis-notfallseelsorge.de melden.
Wetter drückt Besuchermenge
Nachdem es am Vormittag und Mittag kleine, kurze Regenschauer gab, waren die Besucherzahlen deutlich geringer als beim sonst bestem Wetter. Dennoch füllte sich das Gelände ab Mittag, als auch die letzten Regenwolken vorübergezogen waren. Die Jugendfeuerwehr konnte ihre Löschübung bei sonnigen Wetter zeigen.
„In 20 Jahren kann man auch einmal schlechtes Wetter haben“, kommentierte die stellvertretende Leiterin der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath Dr. Kim Sara Doht das Wetter. Feuerwehr-Chef Guido Vogt befand sich im wohlverdienten Urlaub und verpasste damit auch die Köstlichkeiten, welche die Frauen der Feuerwehrleute im Gerätehaus feilboten: Fast 70 Kuchen waren gebacken worden. Löschzug-Leiter Erik Flatau erzählte uns schon im Vorhinein: „Die Bäckereien bestellen zu Christi Himmelfahrt schon keine Kuchen mehr, weil die Leute alle zu uns kommen.“


Unten im Übungshof gab es wieder Pommes, Steaks, Currywurst und Bratwurst. Im vergangenen Jahr gingen die Brötchen für die Bratwürste aus – bereits am Mittag waren 700 Brötchen weg und es gab Toastbrot-Scheiben zu den Bratwürsten. Diesmal hatte Flatau daher die Bestellung auf 1.000 Brötchen erhöht. Wie im vergangen Jahr freute ihn die vielen Besucher und das tatkräftige Anpacken seiner Truppe. Neben den Mitgliedern des Löschzuges waren auch vielfach die Partnerinnen und Partner, teils ganze Familien an dem Fest beteiligt.
Tag der offenen Tür an der Wache im September
An der Feuer- und Rettungswache an der Bergischen Alle in Hochdahl findet am 19. September von 11 bis 18 Uhr der Tag der offenen Tür statt. „Wir haben letztes Jahr geschätzt 1.500 Leute durch die Wache geführt“, erzählte Jörg Schwarz vom Löschzug Millrath. Dieser große Erfolg soll in diesem Jahr mit erneuten Führungen fortgeführt werden. Natürlich wird man auch dort wieder Fahrzeuge bestaunen können und Kinderattraktionen werden ebenfalls geplant.
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