Mitsingen war erlaubt und erwünscht

von Ria Garcia

NoHspill im Café 28 im Forum Sandheide. Foto: Lutz Wulfestieg

Das Benefizkonzert von NoHspill war sozusagen eine Pilotveranstaltung im kleinen Rahmen im Café 28 im Forum Sandheide. Neben Songs zum Mitsingen rundete ein perfektes Catering des SKFM den Abend ab.

Rund 35 Besucher erlebten die Premeriere von NoHspill, deren kleines Konzert mit „Hits, die jeder versteht“ angekündigt war. Der überschaubare Raum des Café 28 bot einen gemühtlichen Rahmen und das Team des SKFM ließ es für die Besucher an nichts fehlen. „Es ist ein Probelauf für die neue Band, für den die Stadthalle mit ihren 650 Plätzen zu groß ist“, erklärte Timo Kremerius, Vorsitzender des Fördervereins MS-Treff Erkrath, bei der Begrüßung. Von den Erlösen solcher Benefizkonzerte, so führte Kremerius aus, würden die jährlichen Ausflüge von MS Erkrankten nach Holland finanziert. „Und die kosten viel Geld, wie sie sich vorstellen können.“ Gerade erst im September habe der letzte Ausflug stattgefunden.

Dann hieß es „Vorhang auf für NoHspill“, die mit Es geht mir gut einen schwungvollen Einstieg hatten. Weiter ging es mit Steh auf, wenn Du am Boden bist von den Toten Hosen, was die Band mit der Nähe zu Düsseldorf und Fortuna kommentierte. Bereits vorab mit handgemachten Frikadellen, Nudelsalat, Flammkuchen oder herzhaften Blätterteigschnecken gestärkt, kamen die Besucher schnell in Fahrt und sangen oder bewegten sich mit den Songs. Weiter ging es mit Songs, wie Heute hier, morgen dort von Hannes Wader und Über den Wolken von Reinhard Mey, dass das nicht ganz so junge Publikum teils textsicher mitsingen konnte, verstand sich von selbst. Neben weiteren Songs u.a. von den Bläck Föös, gab es auch einige mit neuem (deutschen) Text versehene Lieder, wie etwa Proud Mary von Ike & Tina Turner, das zur Monheim Version Traumschiffe ziehen vorüber als Anspielung auf den Schiffsanleger und die nicht mehr ganz so guten Finanzen mutierte.

Insgesamt ein unterhaltsamer Abend mit sehr gutem Catering. Einziges Manko: Für den überschaubar kleinen Raum waren seitens der Band vielleicht zuviele Musikinstrumente gleichzeitig in Aktion, was dazu führte, dass man den Gesang weniger gut hörte oder hier und da Töne schon einmal ein wenig „schräg“ klangen, was am Ende aber der Stimmung im Publikum keinen Abbruch tat.

2 Kommentare

  1. Danke für diesen ausführlichen und inhaltlich gut beschreibenden Artikel über diesen Abend.
    Er zeigt, dass sich der Autor, die Autorin interessiert und nicht nur einen Pflichtartikel verfasst.
    Der Schlusssatz erscheint mir aber etwas undifferenziert.
    Sollte der Gesang mal zeitweilig etwas untergegangen sein, liegt das sicher nicht daran, das zu viele Instrumente anwesend waren. Lassen wir also beim nächsten Mal einen Zuhause, oder wie ist das zu verstehen? Nicht so schön, einen Artikel so zu enden… bei aller verständlichen Kritik.
    Band und Publikum hatten Spaß und im Eifer der Emotionen und Freude ist es eher normal, dass nicht jeder Ton „gelingt“ und jedes Wort zu verstehen ist. Aber Hauptsache das Catering war gut – und das war es in der Tat- vielen Dank an das Team.
    Martin Eichborn (Band Leader)

    • Lieber Herr Eichborn,
      der letzte Absatz bezog sich vor allem auf den ‚überschaubar kleinen Raum‘, der vielleicht für größere Bands nicht ganz so geeignet ist. Wir saßen ganz hinten in der Ecke und da war es – je nach Song – dann teils wirklich schwer den Gesang zwischen den Instrumenten herauszuhören.
      Gruß
      Ria Garcia

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