
Zauberstab, Kessel, eine magische Bibliothek und ein Kleiner Geist: Wir wurden von Team X nach Köln eingeladen, um unseren Lesern hautnah über den Escape Room berichten zu können. Wir haben für Euch ein ganzes Team ins Rennen geschickt.
Bereits im letzten Jahr haben wir einen Bericht von Team X veröffentlicht. „Kommt doch selbst einmal vorbei und probiert es aus“, wurden wir eingeladen. Der Einladung sind wir nun gefolgt und haben uns selbst ein Bild gemacht. Schon vorab war die Vorfreude groß, denn es erwartete uns nicht einfach nur ein klassischer Escape Room – nein, versprochen wurde ein Escape Theater. Bereits seit 11 Jahren gibt es das Team X in Köln. An ihrem aktuellen Standort in der Südstadt sitzen sie seit sechs Jahren. Mit einem 21-köpfigen Team bieten sie an sieben Tagen in der Woche – sogar an Weihnachten – vier unterschiedliche Escape Rooms an. Der älteste Raum, die magische Bibliothek, ist ein Dauerbrenner und war der erste Escape Room Deutschlands mit magischem Thema, erklärt uns Miguel, Intendant und künstlerische Leitung von Team X. Vor unserem Abenteuer nimmt er uns mit hinter die Kulissen. Während wir im Büro sitzen und uns unterhalten, hören wir immer wieder aus anderen Ecken des Gebäudes Schreie und Rufe, die aus einem der Räume zu kommen scheinen.
„Das Einarbeiten unserer Mitarbeiter dauert immer ein bisschen länger“, verrät uns Miguel, „teilweise haben wir professionell ausgebildete Schaupsieler, zum Teil aber auch Studierende“. Man merkt, dass der Anspruch, den Geschäftsführer Magnus Myst (Marc) an seine Agentur für Zeitreisen, Quantenmagie und Abenteuer hat, sehr hoch ist. Der Autor der Spiegel Bestseller Buchreihe „das kleine böse Buch“ konzipiert mit Intendant Miguel alle Räume selbst. Ein halbes Jahr benötigt mitunter alleine der Bau der neuen Räumlichkeiten. Die Konzeption dauert genauso lange. Das merkt man den Räumen allerdings auch an. Mit liebevollem Blick für Details sind alle Räume eingerichtet. Selbst die Programmierung von Licht und Ton übernimmt Magnus Myst selbst.
In fünf Räumen kann man bei Team X vier verschiedene Abenteuer erleben. Mit bis zu 13 Personen kann man die magische Bibliothek betreten, wobei die Gruppe dann auf die kleine und die große Bibliothek aufgeteilt wird. Das magische Archiv ist etwas gruseliger und daher erst ab 14 Jahren buchbar – in einer besonders gruseligen Version sogar erst ab 16. Vor unserem eigenen Abenteuer dürfen wir auch diese besichtigen und erhalten Einblicke in den Raum des Spielleiters und finden sogar ein Easter Egg: Im Raum versteckt sich als Anspielung auf die Buchreihe von Magnus Myst nicht ein kleines böses Buch, sondern ein großes. Auch ein Lady Gaga Easter Egg soll sich im Raum verstecken. Während in der Bibliothek und im Archiv nicht dauerhaft ein Schauspieler mit im Raum ist, begleitet ein Professor die gesamte Zeitreise, was den Escape Room besonders geeignet für reine Kindergruppen macht.
Auch in anderen Räumen kam zu Corona die Überlegung auf, wie man es schaffen könne dauerhaft im Raum zu sein, ohne tatsächlich anwesend sein zu müssen. Daher finden sich in einigen Räumen süße Handpuppen, die ein eigenes Leben eingehaucht bekommen und die Rätselnden begleiten und unterstützen. „Unsere Räume sind lebendig, werden immer wieder angepasst. Wir können Dinge zum Glück schnell verändern, denn wir bauen alles selber und können unseren Schauspielern immer neue Anweisungen geben“, erklärt Miguel uns. Der neueste Escape Room „Magic Boom“ beschäftigt sich mit der Entschärfung einer magischen Bombe und ist erst seit Herbst 2024 bespielbar. „Wir haben uns gefragt, was eine Erfahrung ist, die Menschen machen wollen. Eine Bombe zu entschärfen und eine magische Prüfung zu absolvieren haben wir dann in einem Raum vereint.“
Unser Team geht ins Rennen
Dann ging es auch für uns los: Nach einer kurzfristigen Absage waren wir zu fünft und hatten uns für die magische Bibliothek entschieden. Für unsere theoretische Magie-Prüfung wurden wir dorthin gebracht. Doch schnell merkten wir, dass wir gar nicht genug für die Theoriefragen gelernt hatten und als dann auch noch ein kleiner Geist vorschlug wir könnten uns ruhig auch an die verbotene, praktische Prüfung wagen, entschieden wir uns unser Glück zu versuchen. Eine Stunde lang lösten wir Rätsel nach Rätsel und brauchten immer wieder Hilfestellungen von unserem kleinen Geisterfreund, doch am Ende schafften wir tatsächlich die praktische Prüfung und entkamen aus der magischen Bibliothek.







„Wir bieten den Leuten eine Erfahrung“, stellte Miguel am Ende noch einmal sehr treffend vor. Sehr individuell interagierte der Geist mit uns und Schauspieler unterstützen das Gefühl wirklich in einer magischen Bibliothek zu sein.
Auch spontan kann man sich für einen Besuch melden. Angeboten werden Räume für bis zu acht Personen, in der Kombination beider Bibliotheken spielen bis zu 13 Personen das gleiche Abenteuer. Sprachlich wird alles sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch angeboten. Uns bleibt ein anspruchsvoller Rätselnachmittag in Erinnerung und ein magisches Diplom.


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