Leserbrief: Für klimagerechten und sozialen Wohnraum

Symbolbild Leserbriefe - Foto: Bruno (Germany) / Pixabay

Leserbrief: Die CDU Erkrath hat folgenden Leserbrief des Bürgermeisters mit der Bitte um Veröffentlichung eingereicht.

Hinweis: Die geäußerte Meinung in Leserbriefen gibt nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Anonyme Zuschriften, oder Zuschriften mit diskriminierenden Inhalten werden nicht berücksichtigt. Wir behalten uns vor längere Leserbriefe sinngemäß zu kürzen.

Für klimagerechten und sozialen Wohnraum

Worum geht es beim Bürgerentscheid am kommenden Sonntag? Konkret geht es um 21 neue Wohnungen, davon 7 Sozialwohnungen.

Diese sollen in ökologischer Holzbauweise auf dem oberen Teil der sogenannten „Hasenwiese“ an der Bergstraße im Hochdahler Ortsteil Millrath entstehen.

Bauen möchte diese Wohnungen eine Genossenschaft, die Dependance Erkrath eG, die sich zu diesem Zweck gegründet hat und keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt. Darum sollen nicht nur die 7 Sozialwohnungen zu niedrigen Mietpreisen angeboten werden, sondern auch die übrigen 14 Wohnungen sollen bezahlbar bleiben. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und altersgerecht entstehen, sodass passender Wohnraum für ältere Mitbürger geschaffen wird.

Die Genossenschaft plant eine Dachbegrünung sowieso eine Photovoltaikanlage, um das neue Wohngebäude möglichst klimaneutral zu gestalten. Der untere Teil der „Hasenwiese“, auf dem sich schon heute ein Spielplatz befindet, soll vollständig erhalten werden. Diese Flächen werden ebenso wie die anderen Grünflächen auf dem Plangebiet durch den Bebauungsplan sogar erstmalig gesichert.

Für diese Pläne hat im Stadtrat eine breite Mehrheit aus CDU, SPD, FDP, Die Linken votiert. Die AfD, Ratsmitglied Schimschock, die Grünen sowie die BmU haben gegen diese Pläne gestimmt.

Mein Anspruch ist es, Bürgermeister für alle zu sein. Das heißt, sowohl die berechtigten Interessen der Anwohner von Bauvorhaben im Blick zu haben, als auch das Wohl von ganz Erkrath.

Und dabei stelle ich fest:

In Erkrath gibt es zu wenig modernen, bezahlbaren und sozialen Wohnraum.

Das ausgerufene Ziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 Sozialwohnungen, würde auf die Einwohnerzahl von Erkrath bedeuten, dass jährlich ca. 210 neue Wohnungen, davon 52 Sozialwohnungen entstehen müssten. Selbstverständlich wird die „Hasenwiese“ diesen Bedarf nicht ansatzweise decken. Und auch stadtweit machen wir uns diese Zahl nicht zu eigen: Weil wir unsere naturnahe Umgebung so lieben, haben wir im Stadtrat mit großer Mehrheit die Bebauung von Flächen im Außenbereich abgelehnt.

Klar ist auch, dass große Wohnbauprojekte wie die „Düsselterrassen“ am Wimmersberg, die übrigens auch gegen die Stimmen von Grünen und BmU beschlossen wurden, mit etwa 700 Wohneinheiten den Bedarf an Wohnraum in den kommenden Jahren alleine auch nicht decken werden. Es ist daher wichtig, dass es viele verschiedene Wohnprojekte mit unterschiedlichen Ansätzen und Konzepten gibt. Und eines dieser wichtigen Projekte ist die Dependance an der Schmiedestraße in Millrath.

Ich wünsche mir jedenfalls, Bürgermeister einer Stadt zu sein, die offen für Neues ist. So habe ich Erkrath in den letzten Jahren zumindest immer wahrgenommen. Erkrath muss sich weiter bewegen!

Deshalb möchte ich Sie ermutigen, beim Bürgerentscheid am Sonntag mit NEIN und damit für neuen Wohnraum zu stimmen.

Ihr Christoph Schultz (CDU)

Bürgermeister

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