Krönender Abschluss des Jazzsommers

Hot Jazz GmbH | Foto: Timo Kremerius

Die Hot Jazz GmbH Bonn brachte am vergangenen Sonntag den Lokschuppen zum Abschied vom diesjährigen Jazzsommer zum Swingen.

Die Band enterte den Lokschuppen nahezu in Kompaniestärke und lieferte eine Show ab, die das Publikum restlos begeisterte. Von Dixieland über Swing bis hin zu Pop- und Rock-Jazz-Elementen bewiesen die acht gestandenen Musiker um Frontfrau Gabi Klammert von der Hot Jazz GmbH Bonn Ihre musikalische Kompetenz. Mit ihrer 50-jährigen Bandgeschichte brachten Die Musiker ein beeindruckendes Maß an Erfahrung mit, die sie nicht nur in dieser Formation einbringen. Alle Mitglieder spielen auch noch in anderen Bandformationen.

Der Jazzsommer fand am Sonntag einen fulminanten Höhepunkt, der einmal mehr die exzellente Organisation von Dr. Helmut Stein unterstrich, der selbst vor einem halben Jahrhundert, zu seiner Studentenzeit, gemeinsam mit Posaunist Gerald Routschka spielte. „Kinder, wie die Zeit vergeht!“, kommentierten die beiden Musiker augenzwinkernd – ein lebendiges Zeugnis der tiefen Wurzeln des Jazz und der beständigen Leidenschaft für die Musik.

Die lockere und humorvolle Moderation von Jochen Lehmann, der nicht nur als Tenorsaxofonist, sondern auch als wortgewandter Entertainer glänzte, zog das Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann. Mit kleinen Scherzen und liebevollen Neckereien unter den Kollegen sorgte er für beste Unterhaltung und lockere Stimmung. Die ungewöhnlich große Besetzung der Hot Jazz GmbH, bestehend aus Gabi Klammert (Gesang), Peter Apfelbeck (Gitarre, Banjo, Gesang), Helmut Beyersdörfer (Bass), Martin Claessen (Klarinette, Saxofone, Gesang), Christian Kleist (Schlagzeug), Gerald Routschka (Posaune), Jochen Lehmann (Tenorsaxofon, Sopransaxofon, Altsaxofon, Baritonsaxofon, Piano, Gesang), Frank Carpentier (Piano) und Wolfgang Volkert (Trompete, Gesang), bot ein Repertoire von klassischen Dixieland-, Blues- und Swing-Standards über Nostalgieschlager bis hin zu Barmusik und Big-Band-Sound.

Die vom ersten Ton an bemerkenswerte klangliche und programmatische Vielfalt wurde vom Publikum nach jedem Song frenetisch beklatscht, und immer wieder waren begeisterte „Bravo“-Rufe zu hören. Die Band entfachte ein wahres musikalisches Feuerwerk, zog die Zuhörer mit Ohrwürmern wie „Blue Turning Grey“, „Hello Everybody“ und „A Night Like This“ in ihren Bann. Bekannte Songs wie „Bei mir bist Du schön“, „Champs-Élysées“ oder „Hello Dolly“ wurden enthusiastisch mitgesungen. Höhepunkte des Abends waren die mitreißenden Interpretationen von „St. Louis Blues“ und „Rum and Coca-Cola“. Den grandiosen Abschluss bildete der Evergreen „Route 66“, der die ausgelassene Stimmung perfekt abrundete.

Was diesen Abend so besonders machte, war die pure Lebensfreude, die von der Bühne strahlte. Mehr als 700 Lebensjahre geballter musikalischer Erfahrung entluden sich in einem dreistündigen Programm, das von A bis Z begeisterte. Die Musiker, von denen einige das 80. Lebensjahr überschritten hatten, zeigten, dass sie mit jedem gespielten Ton nicht nur ihr Können, sondern auch ihre ungebrochene Leidenschaft für die Musik feierten. Eine Leidenschaft, die sich auch aufs Publikum übertrug.

Foto: Timo Kremerius

„Der Jazzsommer gehört zu unseren kulturellen Highlights im Jahr“, äußerten sich Irene und Hans. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind sie mit dem Programm immer zufrieden gewesen. Karla und Michael aus Mettmann sind seit fünf Jahren Fans des Jazzsommers. „Der Jazzsommer ist auch unserem Kalender nicht mehr wegzudenken.“

Mit der Hot Jazz GmbH ging ein wunderschöner Jazzsommer zu Ende. Das Publikum verließ den Lokschuppen dann auch mit spürbarer Vorfreude auf den Jazzsommer 2026, für den Dr. Helmut Stein sicher wieder einige musikalische Überraschungen zu bieten haben wird.

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