
Kinder der Kita Fasanenstraße durften sich in der letzten Woche als kleine Künstler austoben. Die Möglichkeit wurde ihnen im Maler- und Lackiererbetrieb von Alexander Trippel gegeben.
Wenn der Vater Malermeister und die Tochter Erzieherin in einer Kita ist, kommt es in dieser Kombination schon einmal zu einer kreativen und nachhaltigen Kooperation, wie bei Alexander Trippel und Tochter Isabel. Er führt einen Maler- und Lackiererbetrieb in Hochdahl und seine Tochter ist Erzieherin in der Kita Fasanenstraße. Im Betrieb fallen regelmäßig Farbreste an und bei der Frage, wie man nachhaltig damit umgehen könnte, entstand im Familienkreis die Idee eine kreative Aktion mit Kindern zu machen. Die Idee fand auch in der Kita Anklang und entwickelte sich zu einem pädagogischen Konzept. Das sogenannte Action Painting macht den Kindern nicht nur Spaß, es fördert auch ihre Fähigkeiten. Sie gestalten dabei mit Hilfe von Pinseln, Effektrollen oder auch den eigenen Fingern ohne Motivvorgaben farbenfrohe Gemälde.
Mitte April machten sich dreizehn Kita-Kinder der Kindertagesstätte Fasanenstraße, alle im Alter von vier bis fünf Jahren, mit ihren Erzieherinnen auf den Weg nach Hochdahl. Dort waren die Räumlichkeiten des Malerbetriebs schon als großes Atelier vorbereitet. Rigips-Platten, Acrylfarben, Effektglitter und weiteres Zubehör standen bereit, um daraus farbenfrohe Kunstwerke entstehen zu lassen. Neben den Erzieherinnen standen ihnen dabei auch Mitarbeiter des Betriebs zur Seite. „Die Kinder lernen, frei mit Farben und unterschiedlichen Materialien zu arbeiten und sich individuell auszudrücken. Das stärkt nicht nur ihre Selbstwahrnehmung, sondern auch ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten“, erklärte Kita-Leiterin Nadine Berg das pädagogische Konzept und ergänzte: „Außerdem ist so ein Ausflug natürlich auch ein großer Spaß und eine aufregende Abwechslung zum Kita-Alltag.“

Spaß hatten die Kinder an diesem Tag sichtbar. Zum Beispiel der vierjährige Ephraim, der dicke Schichten von violetter Farbe auf sein Bild strich. „Gleich nehme ich noch ein bisschen silbernen Glitter und dann ist es fertig“, strahlte er. Für Kinder der Kita war es bereits die zweite gemeinsame Kunstaktion, bei der unbedenkliche Restbestände des Malerbetriebs genutzt wurden, die andernfalls hätten entsorgt werden müssen. Rund 90 Minuten lang waren die kleinen Künstler aktiv. Über den nachhaltigen und kreativen Ansatz des Projekts freut sich auch Stephanie Rüberg, Leiterin der Abteilung Kindertagesbetreuung in der Stadt Erkrath: „Das Action Painting ist nicht nur eine tolle Möglichkeit für die Kinder, sich ohne Vorbehalte kreativ auf neue Arten auszudrücken, sondern auch ein gelungenes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit im Alltag.“
Für die 13 beim Action Painting entstandenen Kunstwerke veranstaltet die Kita eine kleine Vernissage, bei der Eltern oder auch Großeltern die Werke im Anschluss gegen eine Spende mit nach Hause nehmen dürfen. Es soll nicht die letzte Aktion im Malerbetrieb gewesen sein. Eine Fortsetzung ist bereits geplant.

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