
Jungmin Lee (Südkorea) und Clara Abramovitch (Ukraine) spielen in einem Konzert u. a. die Klaviersonaten von Claude Debussy und Maurice Ravel. Ergänzt wird das Programm mit Musik von Fritz Kreisler und Leclair.
Die beiden Nachwuchsmusiker bieten mit Ihrem Programm die Möglichkeit, ganz selten zu hörende Musik zu erleben und zu genießen. Mit dem Programm von Leclair über Debussy und Ravel spannen die jungen Musikerinnen einen großen Bogen von barocker Eleganz zu Anklängen von Blues / Jazz in der Violinsonate von Ravel. Eine spannende, musikalische Reise, zu der Seelsorgebereichsmusiker Ingo Hoesch mit diesem Konzert in Erkrath einlädt.
Über das Programm
Das Programm stellt Werke von Claude Debussy und Maurice Ravel in den Mittelpunkt – zwei Komponisten, die auf ganz unterschiedliche Weise Klang, Farbe und musikalische Zeit neu gedacht haben.
Die Violinsonate von Debussy fasziniert durch ihre feine, oft überraschende Rhythmik. Besonders im letzten Satz entsteht stellenweise der Eindruck, als würde sich der Schwerpunkt verschieben – ein Spiel mit Erwartung und Wahrnehmung, das durch harmonische Wendungen zusätzlich verstärkt wird. Die Musik wirkt dabei wie ein lebendiger Dialog zwischen Violine und Klavier: sensibel, manchmal fragil, manchmal virtuos aufblühend. In einzelnen Momenten erinnern die violinistischen Linien fast an kleine Kadenzen – was höchste Aufmerksamkeit und gegenseitiges Zuhören im Zusammenspiel verlangt.
Ravels Violinsonate hingegen eröffnet eine ganz andere Klangwelt. Der zweite Satz („Blues“) trägt einen freien, fast lässigen Charakter – wie ein entspannter Spaziergang, leicht schwebend, mit einem Hauch von Jazz. Der erste Satz wirkt dagegen wie ein stetiges Fließen, fast wie eine Bewegung durch eine geheimnisvolle, imaginäre Landschaft. Im Finalsatz verdichtet sich die Zeit: Die Musik gewinnt an Dringlichkeit und Energie, als würde sie sich selbst antreiben und am Ende in einer kraftvollen Geste entfalten.
Mit der Sonate Nr. 3 von Jean-Marie Leclair öffnet sich zu Beginn ein Fenster in die Welt des Barock – eine Musik voller Eleganz, Tanz und Ausdruck. Besonders der letzte Satz besticht durch seine temperamentvolle Energie, während die tänzerische Leichtigkeit der übrigen Sätze unmittelbar spürbar wird. Diese Verbindung von Musik und Bewegung ist kein Zufall: Leclair war neben seiner Tätigkeit als Geiger und Komponist auch professioneller Tänzer.
Ergänzt wird das Programm durch drei Miniaturen von Fritz Kreisler, die mit Charme, Leichtigkeit und einem Hauch von Nostalgie einen bewussten Kontrast setzen. Sie bringen eine spielerische Eleganz in den Abend und eröffnen einen intimen, beinahe persönlichen musikalischen Moment.
Über Clara Abramovitch
Clara Abramovitch wurde 1999 in Zhytomyr (Ukraine) geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung zunächst an der Musikschule Nr. 1 ihrer Heimatstadt sowie an der R. Glier Musikakademie in Kyjiw. Seit 2022 lebt sie in Deutschland, wo sie ihre Studien an der Anton Rubinstein Akademie in Düsseldorf fortsetzte.
Als Geigerin ist sie regelmäßig solistisch, kammermusikalisch und orchestral tätig. Sie war Konzertmeisterin des Jugendsinfonieorchesters der Tonhalle Düsseldorf und wirkte in verschiedenen Projekten und Ensembles mit, darunter auch internationale Produktionen wie die Berlin Opera Academy.
Ihr künstlerisches Interesse gilt einem breiten Repertoire von Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Seit Kurzem beschäftigt sie sich zudem mit historischer Aufführungspraxis und der Barockvioline.
Über Jungmin Lee
Seit 2025 Studium Korrepetition an der Folkwang Universität der Künste bei Thomas Hoppe. 2022–2024 Konzertexamen (Klavier) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bei Albrecht Hartmann. 2020– 2023 Master Kammermusik (Klaviertrio) an der Folkwang Universität der Künste bei Thomas Hoppe. 2018– 2020 Master Klavier (Solo) an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Pia Kaiser. 2012–2016 Bachelor Klavier an der Hanyang University in Südkorea.
Termin und Ort:
26.04.2026 um 17h im Pfarrsaal des Pfarrzentrums, Kreuzstrasse 32, in Erkrath. Parkplätze stehen unter anderem in der Kirchstr. 7 zur Verfügung. Der Saal ist barrierefrei zu erreichen. Der Eintritt ist frei.

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