
Antik-Elektronik, Orgel, Theremin, Schachfiguren, Schachuhren
„f-d-g-(D)o — Macht, O(hn) Macht“: fdGO steht in der Jurisprudenz für „freiheitlich, demokratische Grundordnung“.
Dieses Ordnungsprinzip wird anhand des Schachspiels in allen Facetten der Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse sichtbar gemacht: der Läufer (Bischof) als Adjutant der Herrschenden (König u. Königin), der Springer als Ordnungsmacht, der Turm als Opfer für die Eliten, der Bauer als Seele des Spiels – zwar mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit aber zur Verwandlung in eine mächtigere Figur fähig.
Hörbar wird dies durch die kompositorische Umsetzung der Abkürzung fdGO in die Töne f-d-g und die Solmisationssilbe „Do“ (=c), sowie durch Zitate von „Machtmusiken“ (u. a. Haydn: Kaiserquartett/langsamer Satz), die sowohl zur Repräsentation der Herrscher als auch zur Kontrolle der Untertanen dienen sollten.
Dabei sind Entsprechungen zwischen beiden Ebenen vorhanden, z. B. der Bauer als Generalbass in der Musik. Das Schachspiel als traditionsreiche Kriegssimulation veranschaulicht zeitlose Grenzüberschreitungen wie Regelverstöße und Machtmissbrauch.
Die Vertonung erfolgt in fünf Sätzen:
- f-d-g-(D)o
- Ober sticht Unter
- Heilig
- Stille 8:46
- Postludium
Gerhard Haugg studierte Kirchenmusik, Instrumentalpädagogik und Komposition in München und Bremen. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kompositionspädagogik, dem „offenen Kunstwerk“, der grafischen und plastischen Partitur sowie Antik-Elektronik. In der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Literaten entstehen spartenübergreifende Werke.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a.: das Buch „Beiträge zur Kompositionspädagogik und grafische Partituren“, die CD „Klavier Kompositionen 1967-1998“ hier auch unter seinem Künstlernamen Balthasar Mermonte. Außerdem hat er an internationalen Wettbewerben, Ausstellungen und Aufführungen teilgenommen, zuletzt im vergangenen Jahr am Festival Acht Brücken in Köln.
Ludger F. J. Schneider ist bildender Künstler und arbeitet oft spartenübergreifend. Dabei nutzt er Performance, Rauminstallation, Klang und Licht, häufig in Kooperation mit Tänzern, Schauspielern und Musikern.
Seit dem Winter 2020/21 beschäftigt er sich intensiv mit dem 1920 erfundenen Theremin, einem elektronischen Musikinstrument, das als einziges beim Spielen nicht berührt wird. Neben der besonderen Spielweise gilt sein Interesse den ersten Vorstellungen des Instruments in Deutschland, unter anderem im Oktober 1927 in Düsseldorf (Alte Tonhalle) und Köln (Gürzenich). Seit 1989 sind Werke von ihm in Ausstellungen und auf Festivals im In- und Ausland zu sehen.
Das Konzert findet im Rahmen des IDO statt, und wird großzügig unterstützt von dem Förderverein „Musica sacra“ Unterbach/Erkrath.
WER: Künstler Gerhard Haugg und Ludger F.J. Schneider
WANN: Sonntag, 26.10.2025 · 18:30 Uhr VVK: € 12, AK: € 15, Ermäßigt: € 10
WO: St. Mariä Himmelfahrt, Düsseldorf-Unterbach | Wittenbruchplatz 24 | 40627 Düsseldorf-Unterbach
Kartenvorverkauf:
Tourist-Information | Rheinstraße 3 | 40213 Düsseldorf | info@duesseldorf-tourismus.de | Fon 0211.17 20 28 40 | MO-SO 10.00-18.00 Uhr
www.ido-festival.de | www.reservix.de | Fon 0761.888 499 99 | täglich von 6 bis 22 Uhr erreichbar (auch am Wochenende und an Feiertagen)

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