Herbstfest im Restaurant ‚Das Blaue Schaf‘ und Gartenhotel ‚Fettehenne‘

Tombola-Gewinne beim Herbstfest / Foto: SP

Lieferanten, lokale Akteure und Institutionen sowie natürlich die Küche des Restaurants an der Schildsheider Straße hatten leckere Köstlichkeiten, ausgefallene Produkte und aktuelle Neuheiten ‚aufgetischt‘. Einige Aussteller präsentierten sich und ihre Angebote auch in den komplett neu gestalteten Zimmern des Hotels.

Kurz nach Beginn des Herbstfests um 11 Uhr am vergangenen Sonntag war das Geschäftsführer-Duo Cornel Müller und Philipp Luderer erfreut und überrascht zugleich, wie viele Stammgäste und Erkrather, die Gelegenheit nutzen wollten, den neuesten Zugang in Sachen Gastronomie und Hotellerie kennenzulernen. Sie strömten nach Überprüfung der 3G Regeln in Garten und Wintergarten. Auch wenn ein Stromausfall die beiden Jungunternehmer, sie führen bereits ein Familien-Hotel desselben Namens in Leverkusen, im Namen gebenden Stadtteil Fettehenne, zunächst ein wenig in Atem hielt. Doch da die beiden – ihrer Geschäftsphilosophie entsprechend – bereits gut in ihrer ’neuen Heimat Erkrath‘ vernetzt sind, war schnell kundige Hilfe vor Ort. „Wir arbeiten nicht nur mit Stamm-Lieferanten, sondern auch mit Stamm-Handwerkern,“ so Cornel Müller, während er einer kleinen Besucherin, die gern am Biertisch in der Gartenlaube einen Kürbis bemalen wollte, das Procedere erklärte: „Nimm Dir einfach den, der Dir am besten gefällt. Hier liegen Glitzerstifte zum Bemalen.“ Kurz darauf ging es weiter, denn in der Küche waren Fragen aufgetaucht.

Draußen Sport, Honig, Grillstation, Streichelzoo und Blauschäferei

Direkt im Eingang hat ein Partner seinen Stand aufgebaut, den man nicht direkt als solchen mit einem Hotel und Restaurant in Verbindung gebracht hätte: „Wir können das Hotelschwimmbad für unsere Schwimmlernkurse für Babys und Kids benutzen. Im Gegenzug können die Hotelbesucher zum Trainieren ins Fitnessstudio kommen,“ freut sich Heike Bröker vom Reha-Sport über diese Win-Win-Kooperation. Gemeinsam mit ihrem Mann animierte sie die Gäste, am Glücksrad zu drehen. Zu gewinnen gab es Schnupperkurse, aber auch Trainingseinheiten, wie Hula-Hoop zu gewinnen. Dort stoppte beim Drehen der Zeiger, als Wolfgang Sendermann vom ‚KunstHaus Erkrath‘ das Rad beherzt in Schwung brachte. Und der erste Vorsitzende ließ sich nicht lange bitten und überraschte mit einem gekonnten Hüftschwung. „Für so viel Einsatz gibt es einen Apfel für Sie,“ lobte Heike Bröker.

Nebenan war die Grillstation des Hauses aufgebaut. „Wir haben bei unseren Koch-Workshops am Freitag und Samstag ein Schwein vom Bauern Hanten aus Hilden verarbeitet“, erklärte Cornel Müller, dem es beim Speiseangebot und der Einrichtung auf Nachhaltigkeit und Regionalität ankommt und fügte hinzu: „Komplett, von ‚nose to tail‘. Daher enthält das Popcorn auch Schinken, wir wollten das Tier komplett verarbeiten.“

Süß im wahrsten Sinne ging es bei „Naughty Bees &WannaBees“ zu. Anfang des Jahres gingen Kjell Richter und Cliff Wecker unter die (Hobby-) Imker, deren acht Bienenstöcke im benachbarten Neandertal stehen. „Eines Abends haben wir herumalbert, dass wir doch auch Bienen halten könnten. Als wir dann erfahren haben, dass der 90-jährige Vorbesitzer der Bienenstöcke aufhören wollte, haben wir das Areal übernommen.“ Beide sind voll berufstätig und inzwischen ambitionierte „Hobby-Imker“. „Wir haben das Gelände völlig umgekrempelt und einen Lehrpfad angelegt,“ erzählte Kjell begeistert. „Es waren schon einige Kita-Gruppen und Schulklassen zu Gast. Eine Klasse hat uns als Dankeschön einen dicken Brief mit lauter Bildern geschickt, die die Kids von ihrem Ausflug zu uns gemalt haben,“ freuen sich die beiden Männer, die bei der Imkerei Unterstützung von ihren Freunden haben. Neben Honig, einem ganz jungen, flüssigen und einem festeren, hatten die beiden „Jung-Imker“ selbst designte und gegossenen Kerzen aus 100 Prozent Bienenwachs dabei. „Die Kerzen machen wir auch aus Nachhaltigkeitsgedanken. So bekommt das Wachs eine schöne, zweite Verwendung,“ so Cliff.

Größere, pelzigere Tiere zum Streicheln warteten in einem Käfig ein paar Schritte weiter auf Kinderhände. Da die beiden Kaninchen und Meerschweinchen aus einem Streichelzoo aus Erftstadt mitgebracht wurden, sind sie Menschenhände gewöhnt. „Zuhause haben wir zwei Katzen, Hunde, Kaninchen und Meerschweinchen,“ erzählte die Achtjährige, die genau wusste, wie sie das Kaninchen halten musste. Auch die älteren Herrschaften, die in unmittelbarer Nachbarschaft in der Demenz-WG der Aidura GmbH wohnen, freuten sich über die Begegnung mit den Tieren. Auch sie hatten wie die anderen Anwohner eine Einladung zum „Herbstmarkt“ im Briefkasten. Den Sonntagsausflug nutzen die Herrschaften auch, um Kaffee und den selbstgebackenen Kuchen im Wintergarten zu genießen.

Lieferanten und Ausstatter zeigten ihre Produkte

Viel zu probieren und kennen zu lernen, gab es drinnen im Restaurant. Lieferanten ließen testen, was auf der Karte des Restaurants steht und einiges mehr: Die Birkenhof Brennerei und Schmittmanns aus Düsseldorf warteten mit „modernen Bränden“ auf. Mit Chili-, Kaffee- oder Conus-Haselnuss-Geschmack kam die Liköre ganz modern daher.
Gegenüber präsentierte Philipp Luderer den hauseigenen Gin. “Wir haben lange an dem Rezept gefeilt. Nun ist es perfekt und enthält sogar Spurenelemente des Namensgebers, nämlich vom Grün der Fetten Henne,“ verriet er stolz.

Wem die Dekoration im Gastraum gefällt, der konnte sich die Lammfelle, die auf den Stühlen im Wintergarten liegen und von einem Lieferanten aus Erkrath bezogen werden, sowie „Blaue Schafe“ in allen Größen erwerben. „Die ‚Blaue Friedensherde‘ ist ein Kunstprojekt, das seit 2009 schon in 200 Städten in ganz Europa zu sehen war,“ erzählen die beiden Mitarbeiter, die mit den in einer Kölner Sozial-Werkstatt lackierten Schafe vor Ort waren: von groß über mittelgroß bis zu ganz klein, dass sie sogar als Deko in die Solarleuchten auf den Tischen passen. „Die Interessenten zucken erst einmal bei den Preisen, das kennen wir schon. Viele erinnern sich dann wieder an die Hingucker, wenn sie ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk suchen,“ sind die beiden sich sicher, dass die eine oder andere Bestellung in der ‚Blauschäferei‘ von Bertamaria Reetz noch nach dem Herbstmarkt eingehen wird (siehe: www.creativ-help.de oder www.thebluesheepfarm.com).

Blaue Schafe, soweit das Auge reicht. Foto: SP

Große Verlosung zugunsten von ‚Hochdahl – schön bunt‘ – 500 Euro Erlös beim Losverkauf

Foto: SP

Initiator Lars Busch war ebenfalls einer der „lokalen“ Aussteller. In einem der frisch renovierten Zimmer hatte er eine Bildergalerie aufgehängt. Hier konnte die Veränderung vom ‚wenig ansprechenden Straßenbegleitgrün‘ zu ‚blühenden, insektenfreundlichen Blühstreifen‘ verfolgt werden. Auch ein Nistkasten fand sich als Ansichtsexemplar. „Von dem Erlös der Tombola möchten wir davon je nach Höhe des Erlöses welche anschaffen, damit sich nach den Bienen und anderen Insekten hier auch die Vögel dauerhaft ansiedeln,“ so Busch. Er konnte sich am Nachmittag über 550 Euro Erlös aus dem Verkauf der Lose freuen – und die Vögel mit ihm.

Auch die Gewinner der vielen, hochwertigen Preise, von Übernachtungsgutscheinen im ‚Fettehenne‘ in Leverkusen, Frühstücks- und Cocktails-Gutscheinen für einen Besuch im Restaurant ‚Das Blaue Schaf‘, ein Schafsfell, hochwertige Öle oder Spirituosen, die beim Herbstmarkt zu probieren waren, wurden an die glücklichen Gewinner überreicht. Doch auch diejenigen, die ohne einen Gewinn an diesem Nachmittag, bzw. Abend nach Hause gingen, hatten ein erlebnisreiches’Herbstfest‘ in Erinnerung.

Info: Restaurant ‚Das Blaue Schaf‘ und Gartenhotel ‚Fettehenne‘ finden sich in der Schildheider Straße 47 in Erkrath-Hochdahl, weitere Infos: www.dasblaueschaf.de, Tel. (02104) 138340, bzw. www.gartenhotel-fettehenne.de, Tel. (02104) 13830.

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