Happy Birthday erkrath.jetzt

Wir sind 1 Jahr alt, haben täglich rund 1000 Leser und in zwei bis drei Wochen haben wir 1 Millionen Seitenaufrufe erreicht. Tanja Bamme (l.) und Ria Garcia - Foto: Lutz Wulfestieg

Heute vor genau einem Jahr sind wir nach der Gründung unserer Genossenschaft mit erkrath.jetzt online gegangen.

Es war ein aufregendes Jahr, nicht nur weil Corona unser Startup vor Herausforderungen stellte, die wir bei unserer Gründung nicht vorhersehen konnten.

Täglich berichten wir für Euch über alles, was aktuell in Erkrath passiert und vergessen auch die Unterbacher unter unseren Lesern nicht. Fast hätten wir zum einjährigen Geburtstag die eine Millionen Seitenaufrufe und 300.000 Leser im ersten Jahr erreicht. Viel fehlte nicht, als wir am 31. Oktober 2020 nachmittags unser internes Statistik-Tool gefragt haben. Aber diese Etappe wird wohl noch zwei oder drei Wochen auf sich warten lassen. In den letzten 30 Tagen hatten wir knapp 30.000 Leser und wir freuen uns riesig darüber. Weil wir unseren Geburtstag im Lockdown light ja nicht wirklich mit Euch feiern können, haben wir uns ein Geburtstagsgewinnspiel ausgedacht und unsere Steady-Abonnenten dürfen sich in den nächsten Tagen auch noch über ein kleines Dankeschön freuen, denn sie haben, obwohl wir keine Bezahlschranke eingerichtet haben, ein freiwilliges Abo abgeschlossen und zahlen – wie bei anderen Zeitungen auch – nur eben bei uns freiwillig – ein Monats- oder Jahresabo.

Unser Geburtstagsgewinnspiel

Schätzt, wie viele Artikel und Nachrichten inzwischen auf erkrath.jetzt veröffentlicht sind. Die drei Leser, die mit ihrer Schätzung am nächsten an der wirklichen Anzahl liegen, können einen Preis gewinnen. Schreib uns eine Email mit Eurer Schätzung an redaktion@erkrath.jetzt. Einsendeschluss ist am 4. November 2020 um 23.55 Uhr.

Gewinnen könnt Ihr:

  1. Preis: Wir schenken Euch Zeit. Wir schreiben für Euch eine kurze Biografie (ca. 5000 Zeichen und 4-5 Fotos) von Euch, Eurer Oma oder einem Menschen, der Euch wichtig ist. Die Biografie / Geschichte aus dem Leben erhaltet ihr in einer gebundenen Mappe. Wert: Ca. 300 Euro (Zeit, Arbeitsaufwand, Material)
  2. Preis: Ein Präsentkorb mit Produkten, die typisch für unsere Region sind.
  3. Preis: Ein Essensgutschein fürs Brauhaus (nach dem Lockdown einzulösen) im Wert von 50 Euro. (Dieser Preis wurde vom Brauhaus gesponsert. Vielen Dank an dieser Stelle.)


Rückblick und Einblicke

Wir waren voller Vorfreude am Abend des 31. Oktober 2019. Nach monatelanger Vorbereitung, Entwicklung von erkrath.jetzt und natürlich auch erster Integration erster Inhalte, trafen wir uns zur Gründungsversammlung. Lange hatten wir vorab über Bezahlschranken ja oder nein, über die langfristige Finanzierung und auch über notwendiges Gründungskapital diskutiert. Auf Fremdfinanzierung haben wir verzichtet. Das notwendige Kapital haben wir drei Gründungsmitglieder mit der freiwilligen Übernahme von je 45 Genossenschaftsanteilen zusätzlich zu unseren Pflichtanteilen finanziert. Die langfristige Finanzierung des Betriebs und der Honorare für Journalisten und Medienschaffende sollte aus einem Mix von freiwilligen Abonnenten, dem Zweckbetrieb Werbung und später aus Spenden finanziert werden. Noch in der Nacht zum 1.11.2020 waren unsere Facebookseite, unsere Homepage und ein Instagram-Account online, die wir im ersten Schritt über unser Kontaktnetzwerk bekannt machten.

Gründung der Genossenschaft
am 31.10.2020

Freiwillige Abonnenten über Steady

Zum Start konnten wir erst einmal nur darauf bauen, dass wir ausreichend freiwillige Abonnenten über Steady finden, damit die reinen Fixkosten gedeckt sind. Wir hatten uns gegen eine Bezahlschranke entschieden, weil im zunehmend schrumpfenden Zeitungsmarkt der Lokalpresse möglicher Weise künftig gar keine Medien mehr frei lesbar sind. Unsere Artikel sollten frei lesbar und teilbar sein. Niemand sollte von wichtigen Informationen ausgeschlossen sein, weil er sich ein Digital-Abo nicht leisten kann. Die Kosten dafür liegen bei anderen Lokalmedien bei ca. 24 – 30 Euro monatlich. Wir stellten unseren Lesern nach dem Motto betaal wat de häs(bezahl was Du hast) frei, was es ihnen wert ist, täglich aktuell zu lokalen Themen informiert zu werden. Innerhalb weniger Monate haben so viele Leser ein freiwilliges Abo abgeschlossen, dass wir bis heute unsere monatlichen Fixkosten für den Betrieb der Website decken können. Für faire Honorare an die Mitarbeiten reicht es zwar noch nicht, aber im ersten Jahr und dann noch im Corona Jahr, mussten auch andere Gründer langen Atem haben.

Die Redaktion und das Backend

Je mehr Termine wir wahrnahmen und zusätzlich Pressemitteilungen von überall bearbeiteten, desto schwieriger wurde es den Überblick zu behalten, welche Artikel wir für welchen Tag und für welche Uhrzeit geplant hatten. Es musste Abhilfe her. Ein neues Tool ermöglichte es uns unsere Artikel in einem Kalender mit Zeitübersicht darzustellen.

So sieht die Wochenplanung in unserem Backend aus. Täglich zu festen Zeiten gehen neue Artikel online. Ganz aktuelles – wie die täglichen Corona Fallzahlen – werden sofort veröffentlicht.

Unsere Redaktion hat den Anspruch ansprechbar zu sein und auch Hinweise unserer Leser aufzugreifen, um über Themen zu berichten, die unseren Lesern ‘unter den Nägeln brennen’. Mit unserer Rubrik Bürgerreporter haben wir Lesern, die selbst gerne einmal einen Artikel schreiben möchten, die Möglichkeit eröffnet, diese bei uns zu veröffentlichen. Darunter sind inzwischen ein paar sehr junge Nachwuchsbürgerreporter.

Hurra, wir sind gemeinnützig

Im Mai 2020 erhielten wir die Bestätigung, dass unserer Genossenschaft die Gemeinnützigkeit anerkannt wird. Für uns ein Meilenstein, denn so haben unsere Leser inzwischen die Wahl, ob sie unsere Arbeit für die Zwecke Volksbildung, Völkerverständigung und Demokratieförderung mit einer Spende unterstützen möchten oder erkrath.jetzt insgesamt mit einem freiwilligen Abo mitfinanzieren möchten, denn hinter uns steht kein finanzkräftiger Verlag. Wir müssen keine Gewinne erzielen, dennoch müssen wir langfristig kostendeckend in Bezug auf Fixkosten und Honorare an Journalisten und Mitarbeitende werden. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an alle, die uns in den letzten Monaten mit einer einmaligen Spende oder mit regelmäßigen Spendenbeträgen unterstützt haben.

Dankbar sind wir auch dafür, dass die Kreissparkasse uns in diesem Jahr bei der Ausschüttung des Zweckertrags berücksichtigt hat, denn mit der Gemeinnützigkeit standen wir erst einmal vor der Herausforderung, dass unsere Buchhaltung ganz neu und anders aufgestellt werden musste. Allein die Software fürs erste Jahr schlug mit 300 Euro zu Buche.

Werbung auf erkrath.jetzt

In den ersten Monaten ‘experimentierten’ wir mit möglichen Banner-Werbeplätzen und der Integration von lesenswerter Werbung in Form von PR-Artikeln und Advertorials. Für uns war wichtig, dass Werbung nicht als störend wahrgenommen wird und sowohl für Werbetreibende, als auch für unsere Leser einen Mehrwert bietet und einen Bezug zu Erkrath hat. Automatisch eingespielte Anzeigen kamen deshalb gar nicht erst in Frage.

Ende Januar waren wir soweit, dass wir ein Angebot an Werbeplätzen und Formaten zusammenstellen konnten und arbeiteten eine Preisübersicht aus. Die Zahl unserer Leser war inzwischen so gestiegen, dass Werbung auf erkrath.jetzt für Werbende immer interessanter wurde. Im März sollte es dann ‘so richtig losgehen’. Dann kam Corona …

Wir müssen zusammen halten

Uns war klar, dass wir mit jeder Gaststätte, jedem Geschäft und jedem Dienstleister oder Handwerker, der es nicht durch die Corona-Krise schafft, künftig einen möglichen Werbekunden weniger hätten.

Obwohl den großen Medien 80 Prozent ihrer Werbeeinnahmen wegbrachen, gewannen wir in der Krise neue Werbekunden. Aber natürlich deutlich weniger, als wir kalkuliert hatten, um in den kommenden Monaten faire Honorare an Mitarbeitende zahlen zu können.

Nachdem unsere Leser fragten, ob wir nicht mal veröffentlichen könnten, wer während des Lockdowns liefert und diese Frage auch in einer Facebook-Gruppe aufkam und erste Tipps gepostet wurden, haben wir ein ganzes Wochenende daran gearbeitet eine ‘Lieferliste’ zu verwirklichen. Christian Untrieser hat sich sogar bereit erklärt alle Tipps aus Facebook in einer Tabelle zu liefern, damit wir diese zusätzlich übertragen konnten.

Leider wird diese Liste nun ab Montag wieder aktuell, denn mitten in der zweiten Corona-Welle müssen Gaststätten und einige Dienstleister wieder schließen.

Es wird aufregend bleiben

Corona macht uns den Start ins zweite Jahr nicht leicht. Wir hoffen für uns alle, für unsere Unterstützer, Spender, Werbetreibende und für unsere Leser, dass wir alle gut durch diese Zeit kommen. Und wir hoffen natürlich auch, dass wir im zweiten Jahr nicht nur noch mehr Leser, sondern auch mehr Abonnenten, Werbetreibende und Spender gewinnen, die erkrath.jetzt langfristig zu einem verlässlichen und täglich aktuellen Lokalmedium machen.

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3 Kommentare

  1. Weiterhin: Kopf hoch, die Erkrather brauchen EUCH.
    Nachrichten aus dem Dorf sind wichtig für ALLE Erkrather und Unterbacher, auch wenn einige meinen Düsseldorf wäre näher……
    Die offizielle Presse betreibt nur noch Notbetrieb, schade, aber der Leser merkt es jeden Tag.

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