Gisela Laab bringt Senioren in Bewegung

Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH

Unter Anleitung von Parea-Mitarbeiterin Gisela Laab (2.v.l.) nähen Senioren im Gemeinschaftsraum an der Schliemannstr. 44a gemeinsam Nesteldecken für an Demenz erkrankte ältere Menschen. Foto: © Parea

Gisela Laab (78) engagiert sich seit 2017 bei der PAREA gGmbH.

„Ich bin gesund, mobil und habe Zeit. Warum sollte ich das nicht nutzen, um etwas an meine Mitmenschen weiterzugeben“, sagt Gisela Laab, die mit ihren 78 Jahren nur so vor Energie sprüht. Seit 2017 engagiert sie sich als Parea-Mitarbeiterin für die Seniorenarbeit in den Seniorenwohnanlagen von Sahle Wohnen in Erkrath-Hochdahl und Wuppertal-Vohwinkel. „Da ich selbst Sahle-Mieterin bin, lag das auf der Hand“, erklärt sie lachend. Unterstützt wird ihr soziales Engagement von ihrem Ehemann Gerd Laab. Bei allen Aktivitäten ist er zuverlässig an ihrer Seite.

Donnerstagnachmittag im Gemeinschaftsraum an der Schliemannstraße 44a. Während Hobbyfotograf Gerd Laab mit seiner Kamera hin- und herläuft, immer auf der Suche nach guten Bildmotiven, sind acht Seniorinnen und Senioren ganz in ihre Arbeit vertieft. Unterschiedliche Stoffe werden glattgebügelt, in Quadrate geschnitten, in verschiedenen Farben zusammengenäht und anschließend mit Reißverschlüssen, Fransen, Ringen, Fell-streifen, Plüsch und anderen Dingen versehen. „So entstehen unsere individuell gestalteten Nesteldecken. 20 haben wir bereits genäht, mindestens 30 sollen es werden“, erläutert Gisela Laab das Projekt, das bis Ende April auf dem Programm des Kreativ-Cafés steht. Nesteldecken eigenen sich besonders gut als Beschäftigungshilfe für demenziell erkrankte Menschen. Sie können an den Decken nesteln, das heißt, sie können die aufgenähten Gegenstände haptisch entdecken, indem sie diese mit ihren Fingern „befummeln“. Die Nesteldecken sollen an eine Tagespflegeeinrichtung, Seniorenheime mit Demenzstation und das Hospiz in Erkrath übergeben werden.

In den vergangenen Jahren hat Gisela Laab schon so manche ihrer zahlreichen Ideen, wie sie die Bewohner aus den Wohnanlagen miteinander in Kontakt bringen kann, in die Tat umgesetzt. In Hochdahl rief sie neben dem Kreativ-Café (seit 2017), ebenso ein Erzähl-Café (seit 2019) und eine Suppenküche (seit 2025) ins Leben, in Wuppertal-Vohwinkel einen Frühstückstalk (seit 2022). Dabei geht es ihr nicht nur darum, Senioren gut zu unterhalten, sondern sie auch aktiv einzubinden. Sei es beim Frühstückstalk und Erzähl-Café durch das Gespräch mit lokalen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kultur, beim Kreativ- Café durch Mitmach-Aktionen für den guten Zweck, wie z.B. auch das Nähen von Herzkissen für Brustkrebspatientinnen. „Viele ältere Menschen ziehen sich im Alter zurück, fühlen sich wertlos. Ich möchte sie wieder ins Leben zurückholen und sie spüren lassen, dass sie wichtig sind und noch etwas bewegen können.“

Für dieses Jahr hat sie schon weitere Pläne ins Auge gefasst. In der Seniorenwohnanlage in Hochdahl will sie eine Impro-Theater-Gruppe gründen. „Das Improvisieren von Szenen auf Zuruf hält lebendig und den Kopf fit“, weiß die 78-Jährige, die seit einem Jahr regelmäßig bei der Stehgreiftheatergruppe Impromix mitmacht. Auch für die Seniorenwohnanlage in Wuppertal-Vohwinkel gibt es eine neue Idee, verrät sie: „Dort möchte ich im Spätsommer oder Herbst draußen auf der Terrasse ein Rudelsingen mit dem Fernseh- und Radiomoderator Marco Lombardo starten.“ Dass sie auch diese Idee realisieren wird, traut man der umtriebigen Parea-Mitarbeiterin ohne weiteres zu. Schließlich war Marco Lombardo bereits am 26. Januar dieses Jahres beim Frühstückstalk zu Gast.

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