Gemeinsamer symbolischer Spatenstich

Rheinbahn AG

Der Meerbuscher Bürgermeister Christian Bommers, Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe und Stephanie Zweig, Bereichsleiterin Infrastruktur der Rheinbahn (von rechts), starten die Bauarbeiten für den Ersatz des Hochbahnsteigs Hoterheide mit einem symbolischen ersten Spatenstich. Foto: Rheinbahn

Bauarbeiten für die Erneuerung des barrierefreien Bahnsteigs „Hoterheide“ in Meerbusch starten

Der Hochbahnsteig „Hoterheide“ in Meerbusch wird erneuert: Nach 25 Jahren Nutzung sind an Bauteilen der Betonkonstruktion gravierende Schäden durch den Einsatz von Taumitteln entstanden. Der Bahnsteig wird deshalb bereits seit rund 10 Jahren mit einer temporären Hilfskonstruktion aus Stahl gestützt. Zudem entspricht er nicht mehr den heutigen Standards der Barrierefreiheit. Das alles gehört bald der Vergangenheit an, denn am Montag, 20. April 2026, starten der Meerbuscher Bürgermeister Christian Bommers und Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe die Bauarbeiten für einen neuen Hochbahnsteig mit einem symbolischen ersten Spatenstich.

Ziel der Rheinbahn ist es, alle Haltestellen nach und nach so auszubauen, dass sie den Mobilitätsbedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen und den neusten baulichen Standards entsprechen. In Hoterheide entsteht zunächst ein provisorischer Bahnsteig, an dem die Fahrgäste während der Bauarbeiten weiterhin in die Linie U76 einsteigen können. Dann wird der alte Bahnsteig abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Der neue Mittelbahnsteig wird in Fertigteilbauweise erstellt und entsteht in gleicher Lage, um etwa 1,25 Meter verschoben. Die Verschiebung ist nötig, weil die derzeitige Rampe keine Zwischenpodeste enthält. Für die aktuellen Standards der Barrierefreiheit werden diese jetzt eingebaut, ebenso wie Bodenindikatoren für ein barrierefreies Leitsystem – damit sind die aktuellen Anforderungen der „Gestaltungsstandards zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für mobilitätsbehinderte Menschen“ der Landeshauptstadt Düsseldorf erfüllt, die für alle Haltestellen der Rheinbahn gelten. Außerdem wird der Bahnsteig um zehn Meter auf 70 Meter verlängert, damit in Zukunft auch längere Bahnen hier halten können und somit die Kapazität erhöht werden kann. Um eine erneute Beschädigung der tragenden Konstruktion durch Taumittel-Einsatz zu vermeiden, erhält der Bahnsteig eine Abdichtung auf den Fertigteilen.

Inklusive Haltstelle

„Wir setzen konsequent auf die Umsetzung der Gestaltungs- und Sicherheitsstandards für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und schaffen damit hier in Hoterheide eine inklusive Haltestelle, die alle Menschen komfortabel nutzen können. Barrierefreiheit ist für uns kein Zusatz, sondern verbindlicher Anspruch und Maßstab unsers Handelns. Wir freuen uns, dieses Projekt gemeinsam mit der Stadt Meerbusch erfolgreich umzusetzen und den ÖPNV in Meerbusch weiter zu stärken, denn ein leistungsfähiger und barrierefreier Nahverkehr ist zentraler Bestandteil moderner Mobilität“, erklärt Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe.

„Ein attraktives ÖPNV-Angebot ist für eine Kommune unerlässlich. Die Rheinbahn ist für Meerbusch seit jeher ein verlässlicher Partner in dieser Sache. Das Bus- und Stadtbahnnetz in unserer Stadt bietet den Menschen, die hier leben, arbeiten oder zu Besuch sind, vielfältige Möglichkeiten, bequem und schnell von A nach B zu kommen. Dass dieses Angebot für alle Menschen zugänglich ist, ist dabei ein weiterer wichtiger Baustein, den die Stadt Meerbusch mit dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen bereits seit Jahren verfolgt. Ein barrierefreier Zugang ist auch der Rheinbahn stets ein wichtiges Anliegen. Mit dem Neubau des Hochbahnsteigs an der Hoterheide reagiert die Rheinbahn auf sich ändernde Anforderungen der Barrierefreiheit. Ich freue mich sehr, dass damit das ÖPNV-Angebot in unserer Stadt von noch mehr Menschen genutzt werden kann“, sagt Bürgermeister Christian Bommers.

Umfangreiche Arbeiten und Investitionen

Mit dem Ersatzneubau verbunden ist auch eine umfangreiche Anpassung der Signal-, Gleis- und Fahrleitungsanlagen sowie der Rad- und Gehwege. Auch der Bahnübergang und die Schrankenanlage werden vollständig erneuert. Der Zugang zum Bahnsteig erfolgt zurzeit mittig zwischen den Gleisen und Schranken und nach dem Umbau auf der Nordseite von der Straße „Schiefelberg“ und auf der Südseite von der P+R-Anlage her. „Die Rheinbahn nutzt auch dieses Projekt, um die Qualität ihres Angebots nachhaltig zu verbessern. So können die Fahrgäste den Bahnsteig zukünftig auch bei geschlossenen Schranken von einer Seite erreichen. Da der Bahnsteig nach Westen um 10 Meter verlängert wird, verändert sich dadurch auch die Lage der Treppe. Auch die Entwässerung des Bahnsteigs und der Rampe wird erneuert, mit einem Anschluss an das öffentliche Entwässerungssystem“, erläutert Stephanie Zweig, Bereichsleiterin Infrastruktur bei der Rheinbahn.
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen über 5 Millionen Euro. Für diese Maßnahme hat die Rheinbahn beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr einen Förderantrag im Förderprogramm „Grunderneuerung der kommunalen Schiene“ gestellt.

Vier Bauphasen und Sperrungen für die Fahrgäste

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 20. April 2026, und dauern voraussichtlich ein Jahr. Sie sind in vier Phasen unterteilt, zu denen die Rheinbahn im Vorfeld rechtzeitig ausführliche Informationen zu den Auswirkungen veröffentlichen wird:

  1. Ab sofort bis Juni laufen die Vorbereitungen und die Bauarbeiten für die Ersatzhaltestelle. Daher kommt es von Freitag, 15. Mai, bis Montag, 18. Mai, 4 Uhr, zu einem ersten Sperrwochenende für die Linien U70 und U76, die dann an der Haltestelle „Düsseldorf, Lörick“ enden und durch Busse ersetzt werden.
  1. Bis Juli erfolgen der Rückbau des alten Hochbahnsteigs und der Kanalbau für die Bahnsteig-Entwässerung. In dieser Phase ist ein zweites Sperrwochenende nötig, von Freitag, 3. Juli, bis Montag, 6. Juli, an dem die Linien U70 und U76 an der Haltestelle „Düsseldorf, Lörick“ enden und durch Busse ersetzt werden.
  1. In der dritten Phase erfolgt der Neubau des Bahnsteigs inklusive der Gründungsarbeiten. In der mehrwöchigen Sperrzeit von Montag, 27. Juli, bis Montag, 28. September, sind zeitgleich auch umfangreiche Fahrleitungsarbeiten im Bereich „Düsseldorf, Lörick“ bis „Meerbusch, Haus Meer“. Daher enden die Bahnen der Linien U70 und U76 dann dort und werden durch Busse ersetzt. In dieser Zeit ist auch für die Erneuerung des Bahnübergangs eine Sperrung des Bahnübergangs Strümper Straße für den Autoverkehr für fünf Wochen vorgesehen. Die neue Schrankenanlage geht am 28.September in Betrieb.
  1. In der vierten Phase erfolgen der Ausbau und die technische Ausrüstung des Hochbahnsteigs. Für den Rückbau der Ersatzhaltestelle ist ein drittes Sperrwochenende vom 22. bis zum 25. Januar 2027 nötig. Anschließend stehen noch Grünarbeiten im Umfeld des Bahnsteigs an.

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