
Mehr als 50 Kinder und Jugendliche waren der Einladung von Diplom-Sozialpädagogin Gabriela Klosa, Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums, und Taha Mansour, Übungsleiter und Erziehungswissenschaftler mit Schwerpunkt Integration und Selbstbehauptungstrainer, gefolgt.
Es wurde gebastelt, getobt, gebacken und der Fotobox wurde keine Pause gegönnt. Mit Hilfe der vielen ehrenamtlichen Kräfte und mit finanziellen Mitteln aus dem Aktionsprogramm „Komm an NRW“ konnte das Fest zum Ende des Jahres stattfinden. Und passend zur Adventszeit wurden Engel gebastelt und in der Küche ging es mit Hilfe zweier Mütter zu wie in der „Weihnachtsbäckerei“ aus dem bekannten Kinderlied.
Für alle etwas dabei – Toben, Basteln, Backen und Genießen
„Wenn die Kinder und Jugendlichen zu uns kommen, dann zieht es die meisten erst einmal in den Bewegungsraum, wenn er direkt wie heute geöffnet ist. Denn nach der Schule haben die meisten den Drang, zu toben und sich zu bewegen“, weiß Gabriela Klosa von ihren Schützlingen zu berichten, während diese den aufgebauten Parcours turnen. Im Aufenthaltsraum nebenan, kommen die leuchtenden Hula-Hup-Reifen zum Einsatz: Es werden Häuser daraus gebaute oder sie kreisen, mal länger, mal kürzer um die Hüften der Kids und Teens.
Oben auf der Empore hat Künstlerin Rita Döhmer, die regelmäßig künstlerische Angebote für die Kids und Jugendlichen anbietet, alle Utensilien ausgebreitet, die gebraucht werden, um aus buntem Papier Engel zu basteln.
Ausstechplätzchen mit Zuckerguss und bunter Zucker-Deko
Besonders ein junger Besucher konnte es kaum erwarten, bis die beiden Mütter, die regelmäßig dienstags mit den Kindern kochen, den Teig fertig geknetet hatten und er nach einer kurzen Ruhezeit zum Ausrollen bereit war. Es wurden Herzen, Monde, Elche und zahlreiche andere Ausstecher verteilt und dann ging es los. Nach einer kurzen Back- und Auskühlzeit ging es ans Verzieren: Die Kids bestrichen die Plätzchen erst mit Lebensmittelfarbe gefärbtem Zuckerguss und verzierten sie anschließend nach individuellem Geschmack mit Zuckerperlen, Schokostreuseln oder anderen Utensilien, die Gabriela Klosa vorsorglich in großer Auswahl besorgt hatte.
Foto-Box war der Renner
„Wir haben das große Glück, dass einer unserer früheren Besucher inzwischen eine Firma gegründet hat, die Fotoboxen vermietet. Er hat uns die Box heute und auch schon früher hergebracht und aufgebaut, obwohl er inzwischen nicht mehr hier wohnt“, erzählte Gabriela Klosa mit Blick auf die lange Schlange von verkleideten Mädchen und Jungen, die warteten, an die Reihe zu kommen, um ein Bild von sich, oft zusammen mit Freundin oder Freund, machen zu lassen. Dann gab es auch gleich zwei Ausdrucke von dem Schnappschuss.
Wie der junge Unternehmer gibt es viele „ehemalige Schützlinge“, wie Gabriela Klosa „ihre Kids“ liebevoll nennt, die es zurückzieht in das Bürgerhaus zum „Kinder- und Jugendtreff“. Klosa arbeitet inzwischen seit 26 Jahren im Treff, der Kindern und Jugendlichen neben Hausaufgaben-Betreuung jede Menge Sport- und Freizeitangebote offeriert. „Inzwischen kommen die einstigen Kinder als Eltern und bringen ihre Kids zu uns in den Treff“, berichtete die Sozial-Pädagogin, zurecht sehr stolz. Einige kämen als Jugendliche auch als ehrenamtliche Heferinnen und Helfer zurück, einige absolvieren Praktika hier und studieren anschließend ein Fach aus dem sozialen Bereich. „Diese Erfolgsgeschichten machen mir immer wieder klar, wie wichtig unsere Arbeit hier ist. Und ich bin sehr stolz auf alle unsere Schützlinge mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen“, so die engagierte Pädagogin, die direkt wieder belagert wurde von einer Gruppe Kinder. Unter ihnen auch ein Junge mit einer leichten, geistigen Einschränkung, der sie stürmisch mit einer Umarmung begrüßte und dann in die Halle stürmte, um mit den anderen zu toben. „Wir arbeiten hier integrativ und inklusiv. Bei den ersten Malen sind die Eltern oder zumindest ein Elternteil dabei, wenn es dann gut klappt, bleiben die Kids mit den besonderen Einschränkungen allein hier“, fügte Gabriele Klosa noch hinzu und dann ging es auch schon weiter zu den Kindern, die gerade einen Kinderpunsch an der Theke tranken. Den Kinderpunsch gab es, genau wie eine Süßigkeit, von zwei der rund 20 Ehrenamtlichen, die Gabriela Klosa und Taha Mansour stundenweise unterstützen. Gern können es noch mehr Ehrenamtliche sein, um die Arbeit auf viel Schultern zu verteilen.
Alle Angebote und die Öffnungszeiten finden sich auf der Homepage des TSV Hochdahl 64 e. V. Kinder- und Jugendzentrums

















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