Erster Weihnachtsmarkt im Lokschuppen vor 25 Jahren

von Ria Garcia

Natürlich darf auch der Weihnachtsmann nicht fehlen. Foto: Lutz Wulfestieg

Das besondere Ambiente des Lokschuppens macht den Weihnachtsmarkt an dieser Stelle zu einem der schönsten der Region. Auch am vergangenen Wochenende zog er wieder zahlreiche Besucher an.

Es ist zwar nicht der 25. Weihnachtsmarkt im Lokschuppen, denn pandemiebedingt musste während des Lockdowns auch der Weihnachtsmarkt pausieren, aber der allererste Weihnachtsmarkt im Lokschuppen liegt 25 Jahre zurück. Nicht ganz so lange ist Vera Slangen dabei, die seit vielen Jahren sowohl den Weihnachtsmarkt, als auch die Ladies Märkte organisiert. Bis zuletzt hat sie auch in diesem Jahr die Vorbereitungen und den Aufbau begleitet und ist während des Marktes für alle Aussteller ansprechbar und die sind voll des Lobes. Zu ihnen gehört Doris Siller aus Solingen, die in diesem Jahr das erste Mal als Ausstellerin dabei ist und es von anderen Märkten auch anders kennt. An ihrem Stand bietet sie vor allem Weihnachtsschmuck aus Perlen und Kristallglas in verschiedenen Größen. „Da ist immer auch etwas dabei, das sich Kinder vom Taschengeld leisten können, wenn sie den Eltern ein Geschenk machen möchten“, verrät sie augenzwinkernd.

Der Stand von Carola Volmer bietet Getöpfertes und ist ein Blickfang direkt am Eingang. Neben Weihnachtsdeko findet man bei ihr auch Dinge, die nicht an die Jahreszeit oder einen Anlass gebunden sind. Ihre Lieblingsstücke sind die Figuren, deren Kopf aus Keramik gebrannt und bemalt ist und die einen passend bemalten Körper aus Holz haben. „Ich sprudel vor Ideen über“, verrät sie zu der Menge ausgestellter Stücke. Vor drei Jahren ist sie in Rente gegangen. „Ich hab mein Berufsleben im Büro verbracht und dann habe ich mir mit Rentenbeginn ein Töpferstudio mit Brennofen eingerichtet“, erzählt sie uns. Zwar wohnt sie in Hilden, aber mit dem Ruhestand verbringen sie und ihr Mann im Frühjahr und Sommer ein halbes Jahr an der Ostsee, wo auch ihr Studio ist.

Eine, die tatsächlich vom ersten Weihnachtsmarkt im Lokschuppen an dabei ist, ist die Mettmannerin Christine Ziel, die handgefertigte Lichterketten, Stofftiere, aber vor allem selbst eingekochte Marmelade anbietet und so manch ein Besucher kommt offensichtlich vor allem, um auch in diesem Jahr Marmeladen von ihr zu kaufen. „Solange das mit dem Beeren sammeln und einkochen noch geht, bin ich dabei“, erklärt sie lachend, denn nicht nur der Weihnachtsmarkt ist ‚älter geworden‘. Dass sie die Ausstellerin ist, die dem Weihnachtsmarkt im Lokschuppen seit Start die Treue hält, hatten natürlich auch Vera Slangen und das Team des Lokschuppens im Blick und am Morgen gab es für Christine Ziel erst einmal eine Flasche Sekt.

Kunsthandwerk und Selbstgemachtes

Es ist sicher die Mischung aus dem Ambiente eines besonderen Ortes und dem Konzept nur Aussteller auszuwählen, die selbst Hergestelltes anbieten, die den Weihnachtsmarkt im Lokschuppen so beliebt macht. Selbst gemacht, sind auch die Dinge am Stand des Vereins ‚Hilfe für Kinder in Chatterhat-Indien e.V.‚, wie etwa selbstgestrickte Socken in allen Größen. Gestrickt für den guten Zweck, denn die Erlöse fließen in Kinderschutzprojekte, die der Verein bereits seit 1992 organisiert.

Socken gab es auch noch an weiteren Ständen und bei den Sockenstrickern wurden sie mit antiken, über 100 Jahre alten, Strickmaschinen auch gleich vor Ort gestrickt. Von Modeschmuck oder Silberschmuck aus altem Besteck gefertigt über Radierungen (Druckgrafiken) und bemaltem Porzellan bis hin zu selbstgenähten Dingen im Landhausstil, Geknüpftem, Kerzen oder handgefertigten Seifen gibt es auch in diesem Jahr wieder eine große Auswahl an Geschenkideen.

Wer Geld verschenken möchte, findet am Stand von Petra Gabel eine ganz besondere ‚Verpackung‘ (Origami) dafür, außerdem bietet sie mit Kalligrafie gestaltete Karten an. Am Stand des Eine Weltladens gibt es fair Gehandeltes und während Mama und Papa stöbern, kann sich der Nachwuchs auch in diesem Jahr wieder im Glasfusing versuchen. Im Außenbereich warten ein Stand mit schönen Dingen aus Treib- und Schwemmholz und der Weihnachtsbaumverkauf.

Leckeres fürs leibliche Wohl

„Die Kuchen werden knapp“, war eine Aussage aus dem Zugcafé am ersten Tag des Weihnachtsmarktes, die andeutete, dass viele Besucher da waren und vor allem auch die Pause auf dem Bahnsteig oder im Zugcafé bei Kaffee und Kuchen genutzt hatten. Mit 15 Kuchen ausgestattet, die für Samstag und Sonntag gedacht waren, war schon um 16 Uhr klar, dass es knapp werden könnte und man für den Sonntag vielleicht noch Nachschub braucht. Für alle, die Süßes lieben, gibt es dann aber auch Crepes vom Lokschuppenverein und natürlich Bratwurst und Glühwein. Die Preise sind seit dem letzten Jahr unverändert geblieben. Der Förderverein Löschzug Millrath bietet wieder Grünkohl mit Mettwurst an und dieses Jahr gibt es auch Rhabarberlikör. Und dann gibt es in diesem Jahr ganz neu auch ‚Margas hausgemachte Kartoffelsuppe‘.

Der Weihnachtsmann ist für die Kinder natürlich auch wieder am Start. „In diesem Jahr gibt es neben einem Schokoladenweihnachtsmann Äpfel und Mandarinen“, verrät Dr. Ralf Fellenberg, dass man sich für Süßes und Gesundes entschieden hat. Anders als in den Vorjahren stimmen die Besucher in diesem Jahr nicht über den schönsten Weihnachtsbaum ab, denn es sind nur sechs Bäume geworden, einer so schön wie der andere und so sollen alle etwas für die Schmückaktion erhalten. „Es haben drei Schulen und drei Kitas teilgenommen. Andere mussten wegen Personalmangel oder weil sich der Förderverein aufgelöst hat, absagen“, erklärt Fellenberg die geringere Teilnahme in diesem Jahr. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr wird der Weihnachtsmann dann auch die Preise für die schön geschmückten Bäume übergeben.

Weihnachtsmärkte am kommenden Wochenende:
Wer es am vergangenen Wochenende nicht geschafft hat, einen der Weihnachtsmärkte zu besuchen, hat am kommenden Wochenende noch einmal die Gelegenheit. Am 7. Dezember 2024 von 11 bis 17 Uhr ist im Secondhand-Kaufhaus Rundum (Hildener Str. 28) verkaufsoffener Samstag mit Weihnachtsmarkt und auch der Weihnachtsmarkt im Lokschuppen Hochdahl öffnet am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 12 bis 19 Uhr noch einmal seine Türen für Besucher.

2 Kommentare

  1. Ich war Ausstellerin auf dem Weihnachtsmarkt im Lokschuppen. So liebevoll, wie Frau Slangen alles organisiert, war auch Ihr Bericht. Außerdem ausführlich, informativ, detailgenau, professionell. Selten so erlebt. Danke dafür!

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