Eichhörnchen und der Vorrat für den Winter

von Ria Garcia

'Waldbaden' beim Ferienspaß im Willbecker Busch. Foto: Ria Garcia

Am vergangenen Freitag hieß es für acht Kinder wieder: Mit dem Revierförster in den Willbecker Busch und zum Mahnerter Bach

Es ist eines der beliebten Angebote der Ferienfreizeit der Stadt Erkrath. Sechs Jungen und zwei Mädchen im bunt gemischten Alter von fünf bis elf Jahren, waren dieses Mal dabei. Auch zwei Mütter und ein Vater nutzten die Gelegenheit und unternahmen den Ausflug gemeinsam mit ihren Kindern.

Mit Revierförster Stefan Springer, der stellvertretenden Bürgermeisterin Regina Wedding und Denise Kuhn (Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendförderung) ging es von der Grundschule Willbeck aus in den Willbecker Busch. Ausstaffiert mit Gummistiefeln, Eimerchen und Kescher sah man der Gruppe schon an, dass sie sich auf die Ankunft am Mahnerter Bach besonders freuten. Aber erst einmal gab es was über Bäume und Tiere im Wald zu erfahren.

Tiere im Wald und der Wintervorrat

Auf einer kleinen Lichtung machte Stefan Springer mit den Kids Halt und fragte sie, welche Tiere denn so im Wald leben und wie sie sich ernähren. Vom Fuchs übers Rotwild lenkte er die Aufmerksamkeit auf kleinere Waldbewohner, wie das Eichhörnchen. “Wisst Ihr denn, wie sich die Eichhörnchen im Winter ernähren? Sie legen rechtzeitig einen Vorrat an und verstecken ihn an verschiedenen Plätzen”, berichtete er den kleinen und größeren Teilnehmern. Das ließ er die kleinen und größeren Teilnehmer mit Erdnüssen, die er mitgebracht hatte, einmal nachmachen. “Stellt Euch vor, Ihr wärt Eichhörnchen und müsst jetzt gute Verstecke finden, damit niemand Euren Vorrat plündert.” Die Kinder verteilten sich schnell rund um die Lichtung. Luca nicht ohne vorher zu sagen: “Ich liebe Erdnüsse.” Aber erst einmal musste er sie, wie alle anderen verstecken. Ein paar Tipps zum Verstecken gab es vom Revierförster auch noch.


Revierförster Stefan Springer verteilt Erdnüsse zum Verstecken. Foto: RG

Als alle Erdnüsse versteckt waren, bekamen die Kinder den nächsten Auftrag: “So und jetzt macht Euch auf die Suche nach Euren eigenen Verstecken, aber auch denen der anderen.” Es dauerte tatsächlich einige Zeit und die Kinder mussten auch noch eine zweite Runde drehen. “Habt Ihr alle Erdnüsse wiedergefunden?” Den Antworten war zu entnehmen, dass das nicht ganz gelungen war. “Macht nichts, so geht es den Eichhörnchen auch oft”, machte Stefan Springer deutlich, dass auch die possierlichen kleinen Waldbewohner nicht immer alle ihre Verstecke wiederfinden.

Mahnerter Bach und Mahnert Mühle

Wie in jedem Jahr ging es dann weiter durch den Wald bis zur Mahnertmühle, wo Inhaber Paul-Georg Dickel der Ausflugsgruppe jedes Jahr eine Erfrischung spendiert. Aber erst einmal wollten die Kinder natürlich mit Kescher und Eimer an den Bach. Dort waren sie kaum wieder weg zu bewegen, aber irgendwann siegte dann doch die Aussicht auf eine Limonade. Die ‘Fänge’ am Bach waren sehr überschaubar: Eine Kaulquappe und eine Larve.

Nach einer kleinen Pause traten alle den Rückweg an. Unterwegs war dann auch mal Gelegenheit für die Erwachsenen einen Frage an den Revierförster loszuwerden. Ein Vater wollte wissen, was die Markierung an einen hochgewachsenen und gesund aussehenden Baum zu bedeuten habe. “Das ist ein Z-Baum, ‘Z’ wie Zukunft”, erklärt Stefan Springer. Diese Bäume sollen, so führt er aus besonders geschützt werden, weil sie wichtig für den Wald sind. Das bedeute auch, dass man kleinere Bäume, die zu nah stehen, aus dem Wald nimmt, um dem Baum genügend Raum zur Entwicklung zu geben.

Nach rund zweieinhalb Stunden ging ein – nicht nur für die Kinder – schöner Ausflug zu Ende. Für Revierförster Stefan Springer hatten Regina Wedding und Denise Kuhn dann auch noch ein kleines Präsent zum Dank im Gepäck.

Ein Mammut und heimischer Sekt, als Dank. Foto: RG
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