Die Sankt Franziskus Kirche Hochdahl wird 150

Innenansicht St. Franziskus Trills. Foto: LW

Premium | Zum 150. Mal jährt sich in diesem Jahr die Kirchweih der St. Franziskus Kirche in Hochdahl und das wird bis in den November hinein von einem vielfältigen Programm begleitet. Auftakt dazu ist der Weihetag am 28. Mai 2026.

Denn genau an diesem Tag 150 Jahre zuvor, am 28. Mai 1876, wurde die St. Franziskus Kirche geweiht. Am 28. Mai 2026 beginnt um 18 Uhr die Eucharestiefeier und um 19.30 Uhr folgt das Konzert „Cantate! Exsultate! Jubilate!“ mit dem Kölner Domchor unter der Leitung des Domkapellmeisters Alexander Niehues.

Anlässlich des Kirchweih-Jubiläums hat die Gemeinde auch eine Broschüre aufgelegt, in der alphabetisch allerlei rund um die Geschichte der St. Franziskus-Kirche in Hochdahl aufgegriffen wurde. Von „A“, wie Antoniuskapelle (die vor dem Kirchenbau sonntags für die Messe in Hochdahl genutzt wurde) oder wie „Architektur“ bis „Z“, wie Ziegel, die für den Bau der Kirche verwendet wurden, oder wie „Zweiter Weltkrieg“, von dem die Kirche weitestgehend verschont blieb, werden informativ in kleinen Beiträgen einzelne Punkte aufgegriffen. Eine Timeline im hinteren Teil der Broschüre beginnt mit dem Leben des Namensgebers der Kirche und endet mit der Gründung der pastoralen Einheit neanderland im vergangenen Jahr. Ein wenig mehr zur Geschichte von St. Franziskus ist auf der Homepage der Katholischen Kirchengemeinde Hochdahl zu finden. Dort ist auch einiges über die historischen Buntglasfenster zu erfahren.

„Die Kirche wurde im Zuge der Industrialisierung gebaut“, erzählt uns Sabine Jachmann aus dem Pfarrgemeinderat in einem Gespräch anlässlich des Jubiläumsprogramms. Damals seien die Arbeiter noch in die Antoniuskapelle und nach Alt-Erkrath zur Messe gegangen. Es begann mit der Gründung eines Kirchenbauvereins 1858, aber es sollte noch viele Jahre bis zur Grundsteinlegung 1874 vergehen. Zwischenzeitlich hatte sich auch in Unterbach ein Kirchenbauverein gegründet und es entstand ein wenig Konkurrenz, denn die Hochdahler wurden gerügt, weil sie langsamer als die Unterbacher waren. Im Mai 1876 war es dann soweit. Auch wenn noch nicht alles vollendet war, das Pfarrhaus fehlte noch, wurde die Kirche geweiht. „Zunächst einmal wurde St. Franziskus nicht als Pfarrkirche, sondern als Filialkirche geweiht“, erklärt Michael Mohr, Pfarrer der pastoralen Einheit neanderland.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs hatte sich eine Gruppe von 40 Gemeindemitglieder am 30. April bis zum 8. Mai auf eine Pilgerreise nach Assisi, der Geburtsstadt des heiligen Franziskus von Assisi, begeben. Am 9. Mai folgte eine Vogelstimmenwanderung. Franziskus von Assisi, der Leben in jeder Form als gleichwertig sah, wurde 1979 von Papst Johannes Paul II. zum Patron des Umweltschutzes und der Ökologie ernannt. „Das Jubiläumsprogramm ist als Konzept gedacht, als Klammer zwischen den Daten“, erklärt Sabine Jachmann, die gemeinsam mit Ulrike Herwald daran gearbeitet hat. Es soll auch ein Zeichen der Dankbarkeit und Glaubensbekenntnis sein. „Es ist ein vielfältiges und buntes Programm, dass nicht nur an die Kirche angedockt ist. Es bietet auch Ausflüge in die Natur“, ergänzt Pfarrer Mohr.

Wir haben mit Ulrike Herwald, Pfarrer Michael Mohr und Sabine Jachmann (v.l.n.r.) über das 150-jährige Jubiläum der St. Franziskus-Kirche Hochdahl gesprochen. Foto: Ria Garcia

Pfarrfest (Kirchweihfest) am 31. Mai 2026

Gefeiert wird am 31. Mai 2026 beim Pfarrfest, das in diesem Jahr im Programm Kirchweihfest heißt. Es beginnt mit einem Festgottesdienst zum 150. Weihetag um 10 Uhr, dem sich das fröhliche Kurzweilfest für die ganze Familie auf dem Kirchhof anschließt. Es wird einen Mitmachzirkus, Rudelsingen und ein Quiz geben. Für ausreichend Speis und Trank ist gesorgt. „Ein Highlight wird die Zeitkapsel sein, die mit allerlei Informationen zu den 150 Jahren St. Franziskus in Hochdahl bestückt, vor Ort eingemauert werden soll“, verrät Ulrike Herwald.

Die Benennung der Kirche nach dem heiligen Franziskus von Assisi hätte passender nicht sein können, galt er doch als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Religionen und Hochdahl ist über die Jahre ein gutes Beispiel für gelebte Ökumene geworden. Ihm ist am 10. Juni 2026 um 19 Uhr ein Vortrag im Franziskushaus gewidmet, den Bruder Jürgen Neitzert OFM unter dem Titel „Franziskus – Mystiker und Wegbereiter“ hält. Die Franziskaner heißen in Deutschland Orden der Minderen Brüder. Die lateinische Bezeichnung lautet ordo fratrum minorum und aus dieser leitet sich die Abkürzung OFM ab. Bruder Jürgen Neitzert gilt als ausgewiesener Experte, was das Leben und Wirken des heiligen Franziskus von Assisi betrifft.

Auch im Jubiläumsjahr wird in Hochdahl Ökumene gelebt. Am 14. Juni 2026 um 10 Uhr wird die Eucharestiefeier in der St. Franziskus Kirche vom CVJM Posaunenchor musikalisch gestaltet. Eine Woche später, am 21. Juni, dürfen sich die Besucher der Eucharestiefeier auf die musikalische Gestaltung durch Choraschola „St. Andrew Mass“ von Christopher Tambling freuen. Am 26. Juni um 19 Uhr steht St. Franziskus dann ganz unter dem Zeichen der Musik. Die Kammerphilharmonie Köln unter Leitung von Annemarie Leschinski lässt Antonio Vivaldis Serenade „Die vier Jahreszeiten“ erklinken. Ausklingen lassen können die Besucher den Abend bei einem Mittsommer-Umtrunk auf dem Kirchhof. Nur zwei Tage später, am 28. Juni um 17 Uhr erklingt dann in der Heilig Geist Kirche das Sacro-Musical „Joseph von Arimathäa – Anwalt Gottes“ von Simon Görzt mit Projektchor, Chor St. Nikolaus und Band.

Einen Höhepunkt findet das Programm am 4. Oktober 2026 um 10 Uhr bei der Franziskusmesse zum 800. Todestages des Heiligen Franziskus mit einem Festgottesdienst und der Uraufführung „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ von Klaus Wallrath. Anschließend gibt es eine Brotzeit auf dem Kirchhof der St. Franziskus Kirche. Die Festzeit endet mit einem Cembalo-Konzert mit Daria Vorontsova am 27. November 2026 um 19 Uhr.

Das komplette Programm im Jubiläumsjahr von St. Franziskus von Mai bis November

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