Die ehrenamtlichen Alltagsbegleiter sind im Dienst

EVK Mettmann

Foto: EVK Mettmann

Mettmann | Im November des vergangenen Jahres wurde das Gesuch online und in den Printmedien veröffentlicht: Das EVK Mettmann sucht für die geriatrische Akutstation Menschen, die sich ehrenamtlich als Alltagsbegleiter engagieren möchten.

Heute, knapp acht Wochen später, halten die ersten sieben Alltagsbegleiter:innen ihre Teilnahmebescheinigung für einen 40-stündigen Basiskurs in den Händen und gehen nun auf die Station, um den Stationsalltag der Patienten zu bereichern.

„Der Zulauf an Anfragen für dieses Ehrenamt war enorm“, berichtet Mathias Ogorka, der diese im ersten Schritt entgegen genommen, sortiert und koordiniert hat. „Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass es so viele Menschen hier im Umkreis gibt, die sich für unser Haus und unsere Patienten engagieren wollen. Wir waren echt überrascht!“ sagt er weiter.

Fünf Frauen und zwei Männer werden ab Februar einen gemeinsamen Dienstplan teilen und sich um die Patienten auf der Station kümmern. Sie alle eint, dass Sie ihre zur Verfügung stehende Freizeit sinnstiftend nutzen wollen – für sich und für andere. „Wenn man etwas Gutes tut, dann wird Oxytocin ausgeschüttet. So gesehen tue ich etwas Gutes, um mich selbst wohlzufühlen“ erklärt einer der neuen Alltagsbegleiter auf die Frage, welche Motivation hinter dieser Tätigkeit steckt. Andere berichten, dass Sie bereits Vorerfahrungen sammeln konnten und einfach gern für andere Menschen da sind, insbesondere wenn diese in einer schwierigen Zeit Unterstützung benötigen.

Respekt oder gar Angst vor dem Arbeitsumfeld auf einer Krankenstation hat niemand, sie alle freuen sich auf die neuen Aufgaben. Damit sie aber dennoch ein gutes Rüstzeug für ihr neues Ehrenamt haben, wurden die gemeinsam in einem Basiskurs geschult.

„Wir möchten, dass die Menschen, die unsere Pflegekräfte und Therapeuten, unterstützen, mit einem guten Gefühl auf die Station gehen, wissen welche Situationen entstehen können und wie man mit diesen umgeht“, erklärt Katharina Eierdanz. Sie ist selbst erfahrene Intensivpflegekraft und leitet seit Jahren die Kursangebote der Familialen Pflege. Sie hat den Basiskurs erstellt und mit den Alltagsbegleitern absolviert. Verpflichtend ist das für das Krankenhaus nicht, allerdings profitieren die Ehrenamtlichen davon, wenn sie im Vorfeld das Konzept der Station, Krankheitsbilder, Symptome einer Demenz oder auch praktische Tipps zu den Bereichen Erste Hilfe, Alltagsgestaltung, Umgang mit Hilfsmitteln oder Patientenkommunikation an die Hand bekommen.

Und noch einen entscheidenden Vorteil hat dieser Basiskurs: „Die Gruppe versteht sich bereits als Team, kennt sich gut und kann sich fortan auch untereinander austauschen, wenn es um die Alltagsbegleitung unserer Patienten geht“, so Eierdanz. Klar ist: das Ehrenamt ist freiwillig

Und daher nicht an eine Stundenzahl gebunden. Jeder bringt die Zeit auf, die er bereit ist zu investieren. Unterstützt werden die neuen Ehrenamtlichen jederzeit durch das Team der Geriatrie.

„Ich freue mich sehr, auf die Unterstützung der Alltagsbegleiter“, sagt Chefärztin Dr. med. Rahime Gök-Manay, denn sie weiß, wie gut ihre Patienten von der Begleitung und Förderung im Stationsalltag profitieren.

Übrigens: Interessierte können sich weiterhin für ein Ehrenamt im EVK Mettmann melden. Die Grüne Damen und Herren, aber auch die Alltagsbegleiter:innen freuen sich über Unterstützung.

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