Carl-Fuhlrott-Schule in Hochdahl bedankt sich bei Spender

von Susann Krüll

Besuche in der Carl-Fuhlrott-Schule. Foto: Susann Krüll

Seit 20 Jahren schon, wie Regina Wedding, Vize-Bürgermeisterin und Schirmherrin der vorweihnachtlichen „Wunschbaum“-Aktion, zu berichten wusste, spendet Wolfgang Schroeter erst 150 Euro, seit längerem dann 200 Euro.

„Ehrlich gesagt, muss ich zugeben, dass es mir zu aufwändig ist, erst alle Wunschzettel am Baum in der Schalterthalle der Kreissparkasse zu lesen, einen oder mehrere Zettel abzupflücken, los zuziehen, einzukaufen, dabei nicht genau zu wissen, ob ich wirklich das Richtige kaufe, zu Hause das Gekaufte dann schön einzupacken und das Päckchen schließlich in der Schalterhalle abzugeben. Daher habe ich vor langem angefangen, Regina Wedding stattdessen eine entsprechende Summe Bargeld zu spenden, falls Wünsche mal etwas größer sind“, so Schroeter, dessen Einzelspende nun schon seit 10 Jahren ein ausgesuchtes Projekt an der Carl-Fuhlrott-Schule finanziert.

Finanzspritze für die Schmuck-AG

Diesmal sind es die Schülerinnen und Schüler der Schmuck-AG, die Imke Hofmann leitet. Zunächst war die Hobby-Schmuckdesignerin Referendarin an der Hochdahler Hauptschule, nun gehört sie als fest angestellte Lehrerin zum Team am Hauptschul-Standort an der Rankestraße. „Meine Großtante hat Schmuck gemacht. Das hat mich schon als Kind fasziniert. Später habe ich habe dann selbst Kurse zur Schmuckgestaltung absolviert“, so die engagierte Lehrerin, der ihre Schüler unter anderem deshalb bestätigen, dass sie cool sei, weil sie während der AG Musik hören dürfen. „Aber nur als Hintergrundmusik. Denn das miteinander sprechen, ist wichtig“, so Hofmann.

Beim „Dankeschön“-Termin zu Ehren von Wolfgang Schroeter haben Lazar und Janis, beide 15 Jahre alt und Schüler der Klasse 9, einige ihrer beeindruckenden Kreationen mitgebracht. Stylisch präsentiert auf einem roten, runden Filz-Untersetzer prangen Armbänder, Ohrringe und Ketten – jeweils in den Lieblingsfarben und deren Kombinationen der Jungen. Beide geben auf Nachfrage, wie sie auf die Idee kommen, sich gerade für diese AG entschieden zu haben. an, an Mode interessiert zu sein. „Ich hatte schon immer meinen ganz eigenen Klamotten-Stil. Daher finde ich es gut, nun meinen ganz eigenen Schmuck dazu zu gestalten. Mein Motto ist: Lebe Deinen Style‘“, begründet es Janis, in der siebten Stunde, freiwillig in der Schule zu bleiben. Wie Lazar auch habe er zunächst seiner Mutter ein Schmuckstück designt. „Ich trage gern Schmuck und mache mir Gedanken darüber, was ich so anziehe“, so Lazar, der zweite Laien-Designer. Jedes Mitglied der AG, bei der vier Jungen und ein Mädchen bis zum Schluss dabei waren, konnte sich von ihrem Anteil an Wolfgang Schroeters Spende bei einem Ausflug zu einem Spezial-Geschäft in Hilden Perlen und anderes Zubehör kaufen. Die erstandenen Einzelteile verarbeiteten die Schüler zu ganz individuellen Schmuckstücken.

Selbst gestaltete Dankeschön-Karte

In der AG designter Schmuck u. die
gestaltete Karte. Foto: SK

Nachdem die Kids und ihre AG-Leiterin Imke Hofmann über ihr kreatives Projekt berichtet hatten, überreichte Janis eine tolle, von den Schülern selbst gestaltete Dankeschön-Karte. Wolfgang Schroeter war sichtlich beeindruckt und erzählte in großer Runde, zu der auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Claus Wiener, Regina Wedding und Marianne Koch vom Wunschbaumteam sowie Dr. Erhard Tönnies von der neu gegründeten „Erkrather Bürgerstiftung“ gehörten: „Ich habe eure Weihnachtskarte noch immer bei mir stehen, denn ich habe mich von allen Karten über sie am meisten gefreut..“ Auch der Bundestagsabgeordnete Wiener lobte das Engagement und die Kreativität der Schüler, sowie die Schule und ihre individuelle Förderung einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers, ob bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder, wenn sie die Qualifizierung erhalten, um weiter zur Schule zu gehen. „Gerade auch im Handwerk gibt es tolle Karrierechancen, denn hier werden Auszubildene besonders gebraucht.“ Janis und Lazar haben beide Pläne in diesem Bereich. Janis würde gern wie sein großer Bruder Metall- und Montagetechniker werden. Lazar strebt eine Ausbildung zum Anagenmechaniker an.

Neue Direktorin empfindet ihre neue Stelle als „Glücksgriff“

Seit neun Wochen hat Christiane Schneppe die Stelle als Direktorin an der Carl-Fuhlrott-Schule inne. Die aus Krefeld stammende Pädagogin kann auf mehrere Stationen als Stellvertretende Leiterin zurückblicken. “Ich freue mich sehr, nun an dieser Schule die Leitung innen zu haben. Ich habe schon in der kurzen Zeit hier gemerkt, dass ich an einer ganz besonderen Schule gelandet bin“, so Schneppe. Auf das Angebot des Vorstandsmitglieds der aus der Zusammenlegung der Stiftung Abendsonne und der Jugendstiftung hervorgegangen Erkrather Bürgerstiftung, Dr. Erhard Tönjes, sich um eine finanzielle Förderung für besondere Projekte zu bewerben, sagte sie: „Da werden wir Sie auf jeden Fall beim Wort nehmen und auf Sie zukommen.“ Vielleicht schon für die Finanzierung des nächsten Belohnungsausflugs, an dem immer zwei Schüler pro Jahrgang, die sich über das  gesamte Schuljahr besonders hervorgetan haben, teilnehmen dürfen.

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