
Die Berufsmesse an der Fuhlrott-Schule gab Schülerinnen und Schülern am 5. Februar 2026 die Möglichkeit sich über unterschiedliche Berufe und Ausbildungen zu informieren.
In der Mensa der Carl-Fuhlrott-Schule hatten sich Vertreter unterschiedlicher Unternehmen und sogar der Feuerwehr Erkrath, deren Chef Guido Vogt persönlich vor Ort war, mit zahlreichen Informationen für die künftigen Auszubildenden platziert. Auch ehemalige Schüler waren anwesend, die inzwischen erfolgreich ihren Weg eingeschlagen haben und die aktuellen Schüler an ihren Erfahrungen teilhaben ließen. Organisiert wurde die Berufsmesse 2026 von Nadia Hajji und Sarah Böning. Gemeinschaft wird an der Schule großgeschrieben, wie schon in der Projektwoche im November 2025 mit dem Titel „Eine Gemeinschaft: Das sind wir“, die ein großer Erfolg war, sichtbar wurde. In diesem Tenor fand auch die Berufsmesse, nicht zum ersten Mal, statt. Zur Gemeinschaft zählen auch ehemalige Schüler, die inzwischen selbst in der Ausbildung, anderen Schülern Einblicke in ihre Berufe gaben. Die anwesenden Unternehmen hatten Präsentationen vorbereitet und über Plakate konnten sich die Schüler über unterschiedliche Berufe informieren.
Rede und Antwort zu Ausbildungsmöglichkeiten standen den Schülern unter anderem Joachim Kleikamp von der Firma Scheven Tief- und Rohrleitungsbau, sowie Feuerwehrchef Guido Vogt. „Wir suchen jedes Jahr vier neue Auszubildende“, erklärt Kleikamp. Er nehme deshalb schon zum zweiten Mal an der Berufsmesse teil. Vor Ort erklärte er den Schülern geduldig, welche Arbeiten im Berufsfeld seines Unternehmens anfallen und vergaß ich nicht die Höhe des Ausbildungsgehalts im ersten Ausbildungsjahr zu erwähnen, dass derzeit 1.080 Euro beträgt. Dennoch sei die Nachfrage nach einer Ausbildung gering, stellte er fest. „Wichtig ist, dass wir den Schülern Perspektiven geben“, fand Guido Vogt und lobt die enge Kooperation mit der Carl-Fuhlrott-Schule.
Die Präsentationen mit Einblicken in die einzelnen Berufsfelder kamen bei den Schülern gut an. Zwei ehemalige Schüler hatten dies für Ausbildungen in der Zahnarztpraxis übernommen. Sie erläuterten die Voraussetzungen, zu denen neben guten Kenntnissen der deutschen Sprache auch gute Kenntnisse in Mathematik, Biologie, Chemie und einiges mehr zählen. Verständlich erläuterten sie, warum diese Kenntnisse wichtig sind. Ähnlich lief auch eine Präsentation zum Beruf des Mechatronikers ab. Immer erfuhren die Schüler auch, wie die Verdienstmöglichkeiten in den einzelnen Berufen sind.
Wenn man in die Gesichter der Achtklässler schaute, war man sich nicht so sicher, ob nach der Veranstaltung bei Allen ein Plan entstanden ist. Neben Neugier und Unsicherheit schienen dort noch einige Fragezeichen zu stehen und voraussichtlich bedarf es noch einiger Überzeugungsarbeit, bis sich ein möglicher Plan für die künftige Ausbildung festigt. So ging es auch Narim, wie wir im Gespäch erfuhren. Sie könnte sich eine Ausbildung in einer Bank oder im Finanzbereich vorstellen, ist sich aber noch nicht wirklich sicher. Ganz anders bei Iman, die eine sehr klare Zukunftsvorstellung hat. Sie möchte Tierärztin werden und weiß auch schon genau, welchen weiteren Weg sie dafür einschlagen muss. Nach dem Abschluss an der Hauptschule geht es erst einmal weiter mit der schulischen Ausbildung bis zum Abitur. Dass für das Studium einer der höchsten NCs gefordert ist, schreckt sie nicht ab.
Bassir Mohya, einer der ehemaligen Schüler, erzählte uns, dass auch er nach Abschluss der Schule noch keinen wirklichen Plan für seine Zukunft hatte, aber dann eine Ausbildung zum Energie- und Gebäudetechniker absolvierte. Erfolgreich abgeschlossen führte ihn das schließlich in die Selbstständigkeit mit einem Hausmeisterservice. Romaissa Atalsi, auch ehemalige Schülerin, erzählte uns, dass sie inzwischen im ersten Ausbildungsjahr eine Ausbildung im Wohnstift Haus Horst in Hilden macht und sehr zufrieden mit ihrer Ausbildung ist.
Es sind vor allem die Beispiele der inzwischen erfolgreichen Ehemaligen, die zeigen wie wertvoll die von Nadia Hajji und Sarah Böning organisierte Berufsmesse für die Schülerinnen und Schüler ist.


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