Bastelspaß mit dem Naturschutzzentrum Bruchhausen

von Susann Krüll

Regina Henf zeigte den Kids unter anderem, wie sie aus Naturmaterialien selbst ein Memory-Spiel basteln können. Foto: Susann Krüll

Zu den unterschiedlichen Angeboten des Spielesommers in der Sandheide gehören auch die Natur-Workshops unter dem Titel ‘Natur erleben’ des Naturschutzzentrums Bruchhausen.

An den drei letzten Freitagen fand im Rahmen des Ferienprogramms in der Sandheide der von den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums veranstaltete Natur-Workshop, bzw. die Veranstaltung ‘Natur erleben’ statt. Auf dem Gelände des ‘Heimatgarten’ warteten letzte Woche Freitag Leiterin Karin Blomenkamp, Mitarbeiterin Regina Henf und Ehrenamtlerin Sevil Yilderim mit einem ‘Bastelnachmittag’ auf die kleinen Bewohner der umliegenden Häuser.

Armbänder aus bunten Perlen und Memory-Karten aus Naturmaterialien

Nach den vorangegangenen Freitagen und den Motti „Mit allen Sinnen“ und „Bienen“ stand am letzten der drei vom Team des Naturschutzzentrums veranstalteten Nachmittagsprogramm Basteln auf dem Programm. „Wir haben geschaut, was in unserem Vorrat so alles da ist und uns dann entschieden, die Perlen mitzubringen“, erzählt Sevil Yilderim. Um 14h waren zunächst zwei Jungens, die Fußball vor dem großen Mehrfamilienhaus an der Immermannstraße spielten, dazu zu begeistern, ihre ausgesuchten Perlen zunächst auf einen Draht auffädeln, in der Reihenfolge, wie sie ihnen gefiel. Als sie damit fertig waren, war es an Sevi, wie die türkischstämmige Ehrenamtlerin von allen genannt wird, die Perlen auf einen Wollfaden umzufädeln, denn in diesen lässt sich besser eine Schlaufe als Verschluss knoten. Das Ergebnis jedenfalls konnte sich sehen lassen, wie die Jungs fanden, die sich mit einem „Dankeschön“ verabschiedeten. Sie begleite die Spekulation der drei Frauen, ob sie ihre Kreationen wohl selbst behalten oder Mama, Schwester oder eventuell einer jungen Dame schenken werden.

Sechs Geschwister freuen sich über Armbänder, Memories und Naturbilder

Da es sich bei den Veranstaltungen des Spielesommers, der vom 20. Juni bis 29. Juli stattfand, um ein offene Angebot handelt, wissen die Organisatoren vorher nicht, wie viele Kinder vorbeikommen werden. „Das Wetter an den beiden Freitagen davor war besser. Das mag ein Grund sein, vielleicht sind jetzt auch mehr im Urlaub oder haben einfach etwas anderes vor“, so die Mutmaßung von Karin Blomkamp. Kaum hatte sie es ausgesprochen kam aus einem der Eingänge zwei größere Mädchen mit je einem Buggy mit kleineren Jungen und zwei kleineren Mädchen, die vorliefen. Diese ließen sich von der Einladung von Regina Henf locken. Die Mädchen entschieden sich für die Perlen-Armbänder. Parisha, die größte der sechs, bei denen es sich um Geschwister handelt, deren Eltern aus Afghanistan geflohen sind, entschied sich für ein Armband mit silbernen Kugeln und Anhängern in Seestern-Form. Danach machte sie noch ein zweites für ihren kleineren Bruder. Rosi, die zweitälteste, die nach dem Ferien in die vierte Klasse kommt, entschied sich für ein Armband mit Perlen in vielen verschiedenen Farben.

Die beiden kleineren Schwestern ließen währenddessen von Regina Henf, die seit vielen Jahren einen Mini-Job im Naturschutzzentrum Bruchhausen hat, erklären was ein Memory-Spiel ist und wie sie sich selbst eines basteln können. „Zuerst nehmt ihr Euch einen Pappteller und sammelt vom Rasen immer zwei ähnliche Stöckchen, Steine oder Blätter.“ Während die Mädchen losliefen, stöpselte Henf mit Hilfe von Karin Blomenkamp die Heißklebepistolen in das tragbare , mit Solarstrom betriebene Strom-Aggregat ein. Es ist eine Anschaffung im Hinblick auf das dauerhafte Naturcamp, das nach den Ferien auf der gegenüberliegenden Straßenseite als ‘Außenstelle’ des Naturschutzzentrums, zu finden sein wird. Siehe unten.

Als die Mädchen mit ihren selbst gesammelten Natur-Fundstücken zurück waren, durften sie noch Haselnüsse und Eckern dazunehmen, die Regina Hemf mitgebracht hatte. Karin Blomenkamp hatte inzwischen auf Anweisung ihrer geschätzten Mitstreiterin in Sachen Kinderbetreuung die Papphülsen von Toilettenpapier in vier Teile geschnitten. Mit Hilfe von Hemf entstehen so gebogene Memory-Karten mit Naturmaterialien, die auf die Unterseiten geklebt werden. Auch die größer Schwester Rosi bastelte ein eigenes Memory. Da die Mädels dann noch immer Lust zum Basteln hatten, wurden kurzerhand auf die Pappteller die übrig gebliebenen Naturmaterialien aufgeklebt, so dass ganz individuelle ‘Stillleben’ entstanden. Nach zwei Stunden Basteln mit Getränken und Leckereien dazu endete der dritte Nachmittag, den das Naturschutzzentrum Bruchhausen veranstaltete.

Außenstelle des Naturschutzzentrums Bruchhausen startet am 15.8.

Glücklich darüber sind Karin Blomenkamp, die Mitarbeiter – ehrenamtliche inklusive – und die des Fördervereins des Naturschutzzentrums, allen voran Vorsitzende Renate Späth. „Mit ihr hatte ich mich gemeinsam auf die Suche nach einem Bauwagen gemacht, für dessen Aufstellung die Genehmigung der Stadt nun wirklich vorliegt“, erzählte sie uns schmunzelnd und darauf anspielend, dass die Verfasserin dies versehentlich schon in einem früher erschienen Artikel anlässlich des Festes zum Start des neuen Gartenjahrs im Heimatgarten berichtet hatte. Der Bauwagen wird mit einem geliehenen Trecker aus Benrath, wo er bei einer Firma gekauft wurde, demnächst nach Hochdahl geschleppt. Seinen Standort findet er auf einem Grundstück der Wohnungsgesellschaft Grand City, zu der die Häuser in der Sandheide gehören, gegenüber des Heimatgartens. Das Gelände liegt direkt am Sandbach.

Die Umgebung des Bauwagens, in dem die Materialien für das wöchentlich stattfindende Naturcamp gelagert werden sollen, soll ein ansprechendes Umfeld bekommen. Dieses wird im Rahmen des „Aktionstag der Wirtschaft“, der am 26. August stattfindet, ‘aufgehübscht’. Es wurden bereits Partner gefunden, die beim Bau der Hochbeete, eines Zauns und einer ‘wachsenden’ Pergola, die ein wenig ‘heimelige’ Atmosphäre schaffen sowie Schatten im Sommer spenden soll, helfen werden: 10 Mitarbeiter der Stadtverwaltung unter ‘Leitung’ von Wirtschaftsförderer Endereß sowie mehrere vom Gartenbaubetrieb ‘Gartenzeit’, darunter der Geselle, der sein FSJ im Naturschutzzentrum Bruchhausen vor seiner Ausbildung absolvierte.

Während des Bastelnachmittags schmiedeten die drei Frauen schon einmal Pläne, was in die Hochbeete gepflanzt werden soll, auf jeden Fall Essbares wie Kräuter und Gemüse. „Dann können wir frische Minze für kalte und warme Getränke selbst ziehen“, so Sevil Yilderim oder vielleicht auch wilden Wein, aus dessen Blättern sie ihre berühmten gefüllten Weinblätter zaubern kann, vielleicht bei einem Kochkurs gemeinsam mit den Kindern. Die Ideen flogen jedenfalls so über die Bastel-Tische. Auch für den Begrenzungsraum können sie sich vorstellen, dass es ein Weidenzaun werden könnte, den man mit den Kids gemeinsam flechten könnte.

Wir von der Redaktion werden den Fortschritt des ‘Naturcamp Sandheide’ für unsere Leserinnen und Leser verfolgen und berichten darüber.

Infos zum Naturschutzzentrum Bruchhausen, Bruchhauser Str. 47-49, info@naturschutzzentrum-bruchhausen.de, Tel. (02104) 79 79 89, www.naturschutzzentrum-bruchhausen.de.

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