
Am 08.12.23, ab 17 Uhr findet ein großes Jubiläumsfest in der Hauptverwaltung in Erkrath statt.
Die Zahlen sprechen für sich: laut dem aktuellen Geschäftsbericht nahmen im vergangenen Jahr fast 47.500 Menschen an 2.692 bfw-Lehrgängen teil. Dies ist bundesweit an 188 Standorten möglich und wird neuerdings auch durch ein hybrides Lernsystem unterstützt. Das Kursangebot umfasst unter anderem Aus-, Fort-, und Weiterbildungen sowie Umschulungen in kaufmännischen und IT, gewerblich-technischen sowie bauwesentlichen Berufen und wird ständig weiterentwickelt und angepasst. Auch Ausbildungen im Pflege- und Sozialbereich gehören von Anfang an zum Kursangebot und werden seit 2004 von der Konzerntochter maxQ. durchgeführt.
Schon bei der Gründung 1953 ging das bfw mit der Zeit und war anderen Bildungsanbietern einen Schritt voraus. So nahmen bereits im ersten Geschäftsjahr über 26.500 Menschen an 946 Kursen teil, trotz Konkurrenz durch die Volkshochschulen. Neben Ausbildungsberufen und Allgemeinbildungskursen bot das bfw ab den 50ern ganz bewusst auch Kurse für Frauen an: Näh- und Kosmetikkurse standen genauso auf dem Programm wie Umschulungen von Stenotypistinnen zu Sekretärinnen, zu einer Zeit, zu der Frauen in der Bundesrepublik noch die Genehmigung ihrer Männer brauchten, um arbeiten zu gehen.
Heute sind alle Kurse des bfws geschlechtsunabhängig zugänglich und können zum Teil berufsbegleitend oder in Teilzeit absolviert werden, um so besonders auch alleinerziehenden Eltern entgegenzukommen. Ganz im Sinne des DGBs, dass „jede:r die gleichen Chancen erhält,“ gehören auch 22 Justizvollzugsanstalten zu den bfw-Standorten. Die ersten Lehrgänge für Strafgefangene gab es bereits vor über 50 Jahren.
1991 wurde in Berlin die inab übernommen, die sich seitdem als Tochtergesellschaft des bfws besonders um die beruflichen Chancen von Jugendlichen kümmert und diese von der Schulbank bis zum Berufsabschluss begleitet. Mit der weitblick-personalpartner GmbH, die bei der Restrukturierung und Neuorientierung für Beschäftigte durch die Umsetzung von Transferagenturen und Transfergesellschaften unterstützt, kam im Dezember 2003 eine weitere Konzerntochter dazu. Somit gibt es mit dem 20-jährigen Bestehen von weitblick einen weiteren Grund, anzustoßen. Das Institut für Forschung, Training und Projekte (IFTP) setzt vor allem Projekte im Bereich der Digitalisierung und sozial-ökologischer Transformation mit Fokus auf betrieblicher Qualifizierung um. Mit seiner Upskilling-Box stärkt das bfw heute Unternehmen für die Zukunft, indem dem Fachkräftemangel durch Aufstiegsförderung entgegenwirkt wird. Bereits 1966 wurden arbeitslosen Bergleuten im Ruhrgebiet bfw-Umschulungen angeboten, um ihnen berufliche Chancen trotz Zechensterben zu ermöglichen.
Seit 70 Jahren hat das bfw den Finger am Puls der Zeit, setzt Trends und Maßstäbe und ist gleichzeitig immer bereit, sich weiterzuentwickeln und Neues zu wagen. Dabei orientiert sich der Konzern an Nachfrage, Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik. So gab es bereits zehn Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, bis Anfang der 60er Jahre, Sprachkurse mit mehrwöchigem Aufenthalt in einem bfw-eigenen Hotel in London. Als Vorreiter in Deutschland nahm das bfw 1961 die Bundesfachschule für maschinelle Datenverarbeitung in Betrieb, in Essen gab es ab 1971 eine Jugendfahrschule und am DGB-Technikum war Unterricht per Fernlehre möglich. Unterricht ohne Klassenzimmer ist für das bfw kein Neuland – lediglich die Lehrart wird moderner Technik angepasst. Das bfw ist ständig im Wandel – und bereit für das Kursangebot der Zukunft.

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