
Zu Christi Himmelfahrt am 14. Mai 2026 feiert die Gemeinde ein besonderes Jubiläum: 100 Jahre.
Gefeiert wird in der Neanderkirche, denn mit ihr begann die Geschichte der Gemeinde. Die Geschichte der Kirche ist schon ein wenig älter, als die der Gemeinde. 2017 hatte ich im Rahmen einer Ausstellung schon einmal über die Neanderkirche geschrieben:
Nach zweijähriger Bauzeit wurde die kleine Kirche im Juli 1905 eingeweiht. Der Bau ist der damaligen Industrialisierung und dem Bau der Eisenbahnlinie von Düsseldorf nach Elberfeld und der Initiative engagierter Bürger der damaligen Zeit zu verdanken. Damals siedelten sich viele gebildete und gut betuchte evangelische Industrielle hier an und bauten ihre Villen. Auch evangelische preußische Beamte die in der Verwaltung, Post oder Bahn tätig waren, nahmen hier ihren Wohnort. Und nicht zuletzt viele Industriearbeiter. Zum Gottesdienst mussten sie alle einen langen Fußmarsch nach Erkrath auf sich nehmen. Natürlich wünschten sich die Menschen dort ein ‚eigenes Gotteshaus‘.
Ein paar Jahrzehnte später war es Adolf Boeddinghaus, ein Textilfabrikant aus Elberfeld, der die Initiative ergriff. Seine Villa ‚Neanderhöhe‘ lag direkt am Feldhof. Im Juli 1899 lud er zehn angesehene Männer aus den Honschaften Millrath und Bruchhausen zu einer Versammlung ein, um die Idee eines ‚Evangelischen-Kirchenbau-Verein‘ zu besprechen. Ein geeignetes Grundstück, das er der evangelischen Gemeinde für den Bau eines Gotteshauses schenken wollte, hatte er bereits erworben. Bis zur offiziellen Gründung des Vereins im Januar 1900 hatten die Herren bereits 53 Mitglieder interessiert. Zum Baubeginn waren es bereits 90 Mitglieder. Boeddinghaus stiftete das Gründungskapital. Weil der favorisierte Bauplan des Regierungsbaumeisters Heinrich Plange aus Elberfeld, der auch Boeddinghaus Villa gebaut hatte, mit dem bis dahin gesammelten Kapital nicht umgesetzt werden konnte, stockte er kurzerhand das Kapital auf. Nach der Fertigstellung des Baus war das Kapital aufgezehrt und es fehlte weiteres, um die Kirche angemessen auszugestalten und wieder half Adolf Boeddinghaus mit einer größeren Summe und stiftete auch noch die beiden Glocken. Auf Wunsch des Kirchenbauvereins wurde die Kirche nach Joachim Neander benannt und war damit die erste Kirche, die nach ihm benannt wurde.

Die gesamte Geschichte mit der Gemeindegründung am 13. Mai 1926 und der Zeit bis 2024 ist auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl festgehalten.
Am 14. Mai 2026 beginnt die Jubiläumsfeier um 11 Uhr mit einem bunten Festgottesdienst. Im Anschluss laden Infostände und ein Imbiss die Besucher zum Verweilen und mitfeiern ein. Um 13 Uhr findet ein offenes Singen statt.

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