
In einer Pressemitteilung äußern die Erkrather Grünen ihre Sorge um den Wasserstand des Stadtweihers und die Planung und Umgestaltung, die nun von einem der Preisträger des dritten Platzes beim städtebaulichen Wettbewerb übernommen werden soll.
Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner des Stadtweihers hättenen darauf hingewiesen, dass der Wasserspiegel des Stadtweihers offensichtlich wieder stark absinkt. Auch den Grünen in Erkrath ist das aufgefallen. Geschätzt sei der Wasserstand inzwischen um etwa 50 bis 80 cm gesunken und sinke weiter, heißt es.
„Das verwundert uns und auch die Anwohner, denn nach den zur Verfügung stehenden meteologischen Daten für Juni und Juli diesen Jahres waren die Niederschlagsverhältnisse in Erkrath normal und eine übermäßige Verdunstung gab es auch nicht“, führen die Grünen aus. Grund genug, um bei der Verwaltung anzufragen. Dabei wollen die Grünen wissen, ob die Einschätzung geteilt wird und ob die Verwaltung den Wasserstand des Weihers regelmäßig überprüft. Auch wollen sie wissen, ob es Informationen dazu gibt, warum der Wasserstand aktuell so niedrig ist. Gab es Veränderungen bei den Hauptzuläufen zum Stadtweiher, dem Sedentaler Bach und dem Kattendahler Graben? Dort seien in der Vergangenheit mehrfach Leckagen aufgetreten, durch die größere Mengen Wasser in den Untergrund statt in den Stadtweiher geflossen seien.
„Uns ist wichtig, dass Gegenmaßnahmen ergriffen werden, wenn der Wasserstand noch weiter sinken sollte“, so die Grüne Ratsfraktion. Es müsse alles getran werden, um einen Mindestwasserstand im Stadtweiher zu gewährleisten und ein Trockenfallen zu verhindern. „Der Stadtweiher mitten in Hochdahl ist eine Oase, die unbedingt erhalten und geschützt werden muss. Neben der Bedeutung für die Erholung und Freizeitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger trägt er wesentlich zur Abkühlung bei Hitzeperioden bei und lindert damit die Folgen des Klimawandels im dichtbesiedelten Zentrum von Hochdahl“, so Fraktionsvorsitzender Peter Knitsch.
Verärgerung herrscht in der Fraktion der Grünen darüber, dass seitens der Verwaltung erst viel zu spät und dann noch nichtöffentlich darüber informiert wurde, dass der Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs die weitere Planung für die Sanierung und Gestaltung des Umfelds rund um den Stadtweiher nun nicht übernehme. Er hatte kein Angebot abgegeben, sodass die Verwaltung am Ende einen der beiden dritten Preisträger (der zweite Platz blieb unbelegt) beauftragt hatte. Aus diesem Entwurf seien aber wesentliche Elemente sowohl bei der Jury, als auch in der Bürgerschaft auf Kritik gestoßen.
“Wir können nur hoffen, dass die Planungen entsprechend abgeändert und den Wünschen aus der Bürgerschaft gefolgt wird. Der Stadtweiher muss seinen bisherigen Charakter behalten, eine Verkleinerung der Wasserfläche oder eine Reduzierung der Baum- und Grünflächen im südlichen Bereich zur Schildsheide hin kommen für uns nicht in Betracht!“, äußerte sich Peter Knitsch dazu.

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