Zahl der Verkehrsunfälle ist gestiegen

von Ria Garcia

Symbolbild: Planet Fox / Pixabay

Vor kurzem präsentierten Landrätin Dr. Bettina Warnecke, Holger Schepanski (Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann) und der Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizei Thomas Obst die Verkehrsunfallstatistik 2025 für den Kreis Mettmann.

Gegenüber 2024 hat die Zahl der Verkehrunfälle im Kreis um 2,7 Prozent zugelegt. „Diesen leichten Anstieg führen wir auf ein generell steigendes Verkehrsaufkommen im Kreis Mettmann zurück“, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke. Sie führt das zum einen auf eine erhöhte Teilnahme älterer Menschen am Straßenverkehr zurück, die zum Teil noch bis ins hohe Alter Pedelec fahren und auf Jugendliche und zum Teil Kinder, die vermehrt E-Scooter nutzen. Außerdem hätten Baustellen und Autobahnsperrungen (A3 und A59) zu einem erhöhten innerstädtischen Verkehrsaufkommen geführt. Die Mehrzahl der Unfälle, so die gute Nachricht, führten lediglich zu Sachschäden. Die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Alkohol ist im letzten Jahr um 4 Prozent gesunken, während die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Betäubungsmitteln um 6 Prozent angestiegen ist.

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist im Kreis im vergangenen Jahr nur leicht, um 1 Prozent, gestiegen. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Zahl der Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden um 23 Prozent gestiegen ist. Die Aufklärungsquote ist in beiden Fällen leicht gesunken, liegt aber mit mehr als 38 Prozent bei den Gesamtunfallfluchten und mehr als 57 Prozent bei den Unfallfluchten mit Personenschäden immer noch auf einem recht hohen Niveau.

Nur bei etwa 10 Prozent der gesamten Unfälle kam es zu Personenschäden. Dennoch ist die Zahl der Verunglückten im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent gestiegen. Sieben Menschen verloren im vergangenen Jahr bei einem Verkehrsunfall ihr Leben. Das sind zwei mehr, als 2024. In Erkrath gab es im letzten Jahr keinen Verkehrsunfall mit Todesfolge. Kreisweit wurden 236 Menschen (in Erkrath 18) schwer und 1.575 Menschen (in Erkrath 145) leicht verletzt. Auch wenn die Zahlen für Erkrath vergleichsweise gering wirken, gab es hier laut der Präsentation mit 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den stärksten Anstieg im gesamten Kreis Mettmann.

Unter den insgesamgt 163 Verunglückten Menschen in Erkrath waren 19 Fußgänger, 49 Fahrrad- oder Pedelecfahrer und 10 Kraftradfahrer. Im Jahr zuvor waren es noch 10 Fußgänger, 35 Fahrrad- oder Pedelecfahrer und 5 Kraftradfahrer. Darunter waren 17 verunglückte Kinder, 10 junge Erwachsene und 31 Senioren.

Sorge macht der Polizei auch in diesem Jahr wieder die Entwicklung bei Pedelecunfällen. „Insbesondere so genannte Alleinunfälle, also solche Unfälle, bei denen vor allem Seniorinnen und Senioren ohne Fremdeinwirkung mit ihrem Pedelec stürzen, schlagen hier ins Kontor der Unfallbilanz“, sagte der Erste Polizeihauptkommissar Thomas Obst, Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Mettmann bei der Vorstellung der Zahlen. Kreisweit seien Unfälle mit Fahrrad oder Pedelec um 13 Prozent angestiegen.

„Hinter jeder Zahl in der Statistik steht ein Mensch – ein Verletzter, eine Familie, ein Schicksal. Unser Ziel ist es deshalb, insbesondere schwere oder gar tödliche Verkehrsunfälle zu verhindern“, sagte der Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann, der Leitende Polizeidirektor Holger Schepanski zu den genannten Zahlen. Das gelinge aber nur gemeinsam, denn Verkehrsunfälle seien keine Naturereignisse – sie würden passieren, weil Menschen Fehler machen. Deshalb könne jeder Einzelne durch Aufmerksamkeit und Rücksicht dazu beitragen, Unfälle zu verhindern

Auch in diesem Jahr bietet die Kreisverkehrswacht Mettmann wieder Pedelectrainings an, die dazu beitragen können, die Unfallgefahren mit dem Pedelec zu senken. Alle Termine und Möglichkeiten zur Anmeldung gibt es hier: https://verkehrswacht-mettmann.de/termine/

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