„Wir brauchen keine Floskeln – wir brauchen Wohnungen“

Caritasverband für den Kreis Mettmann e. V.

Foto: Q K Pixabay

Wohnungslose Menschen fordern politischen Wandel / Kreisweite Aktion

Zum Tag der Wohnungslosen 2025 fordert die Wohnungsnotfallhilfe des Caritasverbands für den Kreis Mettmann e. V. gemeinsam mit den drei weiteren Fachberatungsstellen im Kreis Mettmann und der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W) entschlossenes politisches Handeln gegen Wohnungslosigkeit.

In einer koordinierten Aktion im gesamten Kreisgebiet übergeben die vier Fachberatungsstellen Plakate mit politischen Botschaften von wohnungslosen Menschen an kommunale Entscheidungsträger. Eingeladen wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien und die Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt.

In Mettmann findet diese Plakatpräsentation am Mittwoch, den 10. September, um 15:00 Uhr in der Caritas-Wohnungsnotfallhilfe, Lutterbecker Str. 31 statt.

Die Plakate zeigen ungeschönt, was wohnungslose Menschen von der Politik erwarten: bezahlbaren Wohnraum, Zugang zu Hilfen, soziale Sicherheit – und vor allem: gehört zu werden.

„Wir möchten den Nutzerinnen und Nutzern der Beratungsangebote am Tag der Wohnungslosen eine sichtbare und nun auch lesbare Stimme geben“, so Lotte Falley, Sozialarbeiterin beim Caritasverband.

Lokale Verantwortung: Fehlanzeige

Obwohl Wohnungslosigkeit sichtbar zunimmt, ist das Thema auf kommunaler Ebene nur unzureichend verankert. Auch im Kreis Mettmann fehlen dringend benötigte Wohnungen im unteren Preissegment, viele Hilfestrukturen arbeiten daher am Limit und soziale Integration bleibt auf der Strecke. Der Caritasverband für den Kreis Mettmann e.V. schlägt Alarm:

„Wir beraten täglich Menschen, die eine Wohnung suchen, endlich ein eigenes „Zu-Hause“ beziehen möchten, es fehlt aber an bezahlbarem Wohnraum.“ so Lilian Fischer, Koordinatorin der Wohnungsnotfallhilfe.

Forderungen an Kommunen und Bund:

  • Sofortprogramme für bezahlbaren Wohnraum
  • Verbindliche Sozialwohnungsquoten bei Neubauten
  • Stärkung und auskömmliche Finanzierung der Fachberatungsstellen
  • Verbindliche Präventionsstrategien gegen Wohnungsverlust
  • Ein Rechtsanspruch auf menschenwürdige Unterbringung

Die Botschaft der Aktion ist klar: Hört den Menschen zu, die am meisten betroffen sind und handelt endlich.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*