
Auch in diesem Jahr lud Bürgermeister Christoph Schultz wieder zum persönlichen Austausch ein. Anders als in den Vorjahren, in denen es Stadtteilgespräche vor Ort in den selbigen gab, bot er in diesem Jahr eine gemeinsame Veranstaltung unter dem Titel Erkrath im Dialog an. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, kamen nur 23 Besucher.
Mit dem neuen Format Erkrath im Dialog versuchte Christoph Schultz die Bürger der drei Stadtteile Alt-Erkrath, Hochdahl und Unterfeldhaus an einem gemeinsamen Ort zusammenzubringen und lud zum persönlichen Austausch ein. Wie in der Vergangenheit hatten die Bürger nach einem kurzen Update die Möglichkeit nicht nur Fragen zu stellen, sondern dem Bürgermeister auch Anregungen mit auf den Weg zu geben.
Der Abend startete dann doch etwas enttäuschend. Nur 23 Bürger hatten sich in die Erkrather Stadthalle bemüht, um mit dem Bürgermeister zu diskutieren, Ideen auszutauschen oder Anregungen zu machen. Christoph Schultz, der in diesem Jahr erneut zum Bürgermeister der Stadt gewählt wurde, startete mit einer Präsentation. Er ging noch einmal kurz auf die Kommunalwahl und das Ergebnis ein, berichtete über die zurzeit laufende Bildung neuer Ausschüsse. Die konstituierende Sitzung ist am 06.11.2025 um 17 Uhr in der Stadthalle.
Die Wahl des Seniorenrats, die Interessensvertretung älterer Menschen in Erkrath, findet ebenfalls noch in diesem Jahr statt. Insgesamt 16 Kandidatinnen und Kandidaten stehen am 9. Dezember 2025 zur Wahl, die per Briefwahl stattfindet.
Städtische Finanzen, Unterkünfte, Infrastruktur
Thema war auch die angespannte Finanzlage der Stadt und der Sanierungsbedarf der Infrastruktur. Die vom Land zur Verfügung gestellten zusätzlichen Mittel in Höhe von 16,9 Millionen für Erkrath decken nicht annähernd den finanziellen Bedarf zur Instandhaltung. Auch die Betriebssicherheit und Absicherung von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern kam nach dem Schulbrand zur Sprache. Hier sollen künftig neue Regelungen erarbeitet werden, um das bestehende Schutzniveau auf eine einheitliche Qualitätsstufe zu heben.
Bezüglich der städtischen Gemeinschaftsunterkünfte informierte Schultz darüber, dass die Unterkunft Thekhaus Mitte September leergezogen wurde. An der Freiheitsstraße soll im November eine zweite Container-Anlage bezogen werden können, der Bezug des Erweiterungsbaus am Steinhof erfolgt voraussichtlich im Sommer 2026. Der Freizug des Bürgerhauses soll ab etwa Anfang Januar 2026 erfolgen.
Die notwendige Infrastruktur für Elektromobilität, berichtete Schultz, ist in Erkrath gewachsen. 2024 und 2025 sind insgesamt 14 neue E-Ladesäulen installiert worden. Für 2026 wurden bereits sieben weitere Genehmigungen erteilt, neun weitere befinden sich in der Prüfung. Auch der barrierefreie Ausbau von Haltestellen schreitet voran. Insgesamt sollen 130 Haltestellen barrierefrei umgebaut werden. Etwa die Hälfte wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt realisiert der Abschluss der Umbaumaßnahme ist für 2030 vorgesehen.
Gewerbe, Wohnen, Stadtplanung, Dialog
Für das Gewerbegebiet Neanderhöhe ist die Ansiedlung von Gewerbe mit Schwerpunkt Büro und Dienstleistungen geplant, ließ Christoph Schultz die Bürger wissen. Der Ausführungsbeschluss zum Bau der Erschließungsstraße liegt vor und die Erschließungsarbeiten durch den städtischen Abwasserbetrieb können erfolgen. Der Baustart ist für das 1. Quartal 2026 geplant. Weiterhin Thema waren das Gymnasium am Neandertal, der Campus Sandheide, das Schulzentrum Rankestraße. Auch auf stadtteilbezogene Themen, wie die Grundschule Johannesschule, die Kita Karlstraße und die Tennisanlage Freiheitstraße ging der Bürgermeister ein.
Für die Gink sei privater Wohnungsbau durch eine Investor vorgesehen, schwenkte er zum Wohnungsbau in Erkrath. Auf dem Pose Marré Gelände werden derzeit 37 barrierefreie Wohnungen mit Tiefgarage gebaut. Die Fertigstellung ist für das 1. Halbjahr 2027 geplant. Auf den Düssel-Terrassen am Wimmersberg war im ersten Bauabschnitt für 54 öffentlich geförderte Wohnungen Baubeginn im August, die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. Für den zweiten Bauabschnitt mit weiteren 94 Wohneinheiten und drei Gewerbeeinheiten liegt die Baugenehmigung bereits vor.
Bevor die Bürger zu Wort kamen, berichtete Schultz noch über die Aufwertung des Europaplatzes und des Hochdahler Marktes, über die Neugestaltung des Stadtweihers, den Ausbau der Kattendahler Straße und der Bergstraße, sowie über den Neubau der Kita Sandheide und das neue On-Demand Mobilitätsangebot.
Der sich anschließende Dialog glich dann wegen der geringen Besucherzahl eher einem ‚Plauderstündchen‘. Wolfgang Haase und Horst Feldmann von UnterfeldhausAktiv stellten allgemeine Fragen. Die Bürgerinitiative Hochwasser/Erkrath Nord, vertreten durch Thomas Scheurer, thematisierte erneut die Problematik des Hochwasserschutzes. Für eine Anwohnerin stand die Parksituation im Fokus, insbesondere die Lage an der Bach Straße und Morperallee sowie die Kosten für Anliegerparkplätze. Wo möglich beantwortete der Bürgermeister die Fragen direkt. Offene Punkte wurden zur weiteren Bearbeitung durch die Verwaltung notiert. Auch ein Lob für seine Arbeit konnte der Bürgermeister an diesem Abend mitnehmen. Die Veranstaltung endete um 21 Uhr.

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