Vormundschaftsverein sucht Ehrenamtliche

Bergische Diakonie Aprath

Symbolbild Kinder. Foto: 1494202 auf Pixabay

Kinder und Jugendliche, deren Eltern aus unterschiedlichen Gründen das elterliche Sorgerecht für ihre Kinder nicht ausüben können, brauchen Erwachsene, die dies übernehmen.

Um eine optimale Begleitung der jungen Menschen zu ermöglichen, übernehmen Ehrenamtliche in der Funktion des Vormunds eine wichtige Rolle. Sie helfen den Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, sie übernehmen Verantwortung, bieten Orientierung und gestalten so die Zukunft junger Menschen aktiv mit.

Das neues Vormundschaftsrecht stärkt ehrenamtliches Engagement

Die große Vormundschaftsrechtsreform von 2023 betont die Bedeutung und den Vorrang von ehrenamtlichen Vormunden und Vormundinnen. Die Überzeugung dahinter ist, dass damit eine weitere Säule für eine stabile Zukunft von Kindern und Jugendlichen ausgebaut wird. Ehrenamtliche in einer Einzelvormundschaft können andere Beziehungsmöglichkeiten anbieten, sie haben mehr Zeit für die konkrete Alltagsbegleitung und könnten auch vertraute Ansprechpersonen für die Jugendlichen über das 18. Lebensjahr hinaus sein.

Die Übernahme einer ehrenamtlichen Einzelvormundschaft ist anspruchsvoll und sinnstiftend. Sie ist ein Ehrenamt mit hoher Wirksamkeit auf verschiedenen Ebenen:

Sie bedeutet,

  • eine vertraute, verlässliche Ansprechperson für ein Kind oder einen Jugendlichen zu werden,
  • die Entwicklung junger Menschen positiv zu begleiten und zu stärken,
  • Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen zu treffen (auch im Netzwerk Schule/Jugendamt/Gesundheitswesen…),
  • ein langfristiges Ehrenamt auszuüben, das individuell und unabhängig von Behörden und Institutionen gestaltet werden kann,
  • ein starker Partner/eine starke Partnerin an der Seite junger Menschen zu sein.

Das alles macht eine Vormundschaft so wertvoll und interessant. Denn Kinder brauchen Erwachsene, die sie auf dem Weg in die eigene Zukunft begleiten.

Lea (Name geändert), heute 23: „Meine Mutter war überfordert, weil sie selbst viel Schlimmes erlebt hatte. Deshalb wurde ein Vormund für mich bestellt, als ich 13 Jahre alt war. Da hörte mir auf einmal jemand zu und kümmerte sich um mich. Für mich war es sehr wichtig zu wissen, da steht eine vertraute erwachsene Person hinter mir, nimmt mich ernst und trifft mit mir gemeinsam Entscheidungen. Wenn es schwierig wurde, war mein Vormund für mich da. Auch wenn wir verschiedener Meinung waren, haben wir eine gute Lösung für mich gefunden. Auch heute haben wir noch Kontakt.“

Dabei ist es wichtig, dass Menschen als ehrenamtlicher Einzelvormund nicht allein vor ihrer verantwortungsvollen Aufgabe stehen.

Um dieses neue Ehrenamt professionell zu begleiten haben die Städte Erkrath, Haan, Heiligenhaus und Mettmann ein gemeinsames Kooperationsprojekt mit dem Betreuungs- und Vormundschaftsverein der Bergischen Diakonie Aprath e.V. initiiert.

Als Betreuungs- und Vormundschaftsverein mit über 20jähriger Erfahrung im Betreuungs- und Vormundschaftsrecht bietet er professionelles Beratungsangebote, spezielle Fortbildungsreihen, Themenabende und Austauschtreffen an. Hier haben die Ehrenamtlichen die Möglichkeiten aus einer breiten Palette der Angebote die für sie passende Unterstützung zu finden.

Zur Einführung dieses Angebotes laden wir herzlich zu einer ersten Informationsveranstaltung ein: 

  • 12. Juni 2024, 17:00 Uhr in Erkrath, Frankenheim Saal im Kaiserhof, Bahnstraße 4, 40699 Erkrath

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*