Vom Handy abgelenkt: Autofahrer bringt Motorradfahrer zu Fall

Kreispolizeibehörde Mettmann

Der Fahrer dieser Yamaha-Maschine kam bei dem Unfall zu Fall./ Foto: Kreispolizeibehörde Mettmann

Am Montagmittag (12. April 2021) kam es in Erkrath-Hochdahl zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 27-jähriger Motorradfahrer – glücklicherweise nur – leicht verletzt wurde.

Da die Unfallursache laut aktuellem Ermittlungsstand womöglich auf eine verbotene Handynutzung eines beteiligten Autofahrers zurückzuführen ist, nimmt die Polizei diesen Unfall noch einmal zum Anlass, um vor Ablenkung am Steuer zu warnen. Das war geschehen:

Gegen 16:45 Uhr war ein 27-jähriger Haaner mit seinem Motorrad über die Sandheider Straße in Erkrath in Richtung Innenstadt gefahren, als ihm auf Höhe der Bushaltestelle “Kemperdick” ein Autofahrer entgegen kam und in den Gegenverkehr geriet. Beim Versuch, dem VW Scirocco auszuweichen, stürzte der Motorradfahrer zu Boden – zu einer Kollision war es jedoch nicht gekommen. Der VW-Fahrer hielt umgehend an und kümmerte sich um den zu Fall gekommenen Haaner, der glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. Alarmierte Rettungskräfte brachten den jungen Mann dennoch vorsichtshalber zur Kontrolle in ein Krankenhaus.

Die ebenfalls hinzugerufene Polizei stellte im Rahmen der Unfallaufnahme fest, dass der Autofahrer kurz vor dem Unfall einen Anruf auf seinem Mobiltelefon entgegen genommen hatte und höchstwahrscheinlich deshalb abgelenkt und daher in den Gegenverkehr geraten war.

Die Konsequenzen für den Autofahrer:

Er muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Außerdem erwarten ihn zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Zudem wurde eine Unfallanzeige gefertigt. An dem Motorrad der Marke “Yamaha” entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1.500 Euro.

Die Polizei appelliert:

“Mal eben kurz den Status checken”, “mal eben schnell eine Textnachricht verschicken” oder “mal eben schnell während der Fahrt das Navi einstellen” – Gründe für Ablenkung am Steuer mag es viele geben – verboten sind sie aber alle. Denn die Augen gehören auf die Straße – und das aus gutem Grund: Schon bei 50 Kilometern pro Stunde fährt ein Fahrzeug in nur einer Sekunde rund 14 Meter! Der Zwei-Sekunden-Blick aufs Display bei einer Fahrt mit 50 km/h bedeutet also fast 30 Meter “Blindflug”. Bereits beim einfachen Telefonieren ist das Gefahrenpotenzial der Ablenkung so hoch, wie beim Fahren mit mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut. Untersuchungen haben zudem ergeben, dass die Nutzung eines Smartphones 164 Mal häufiger zu einem Unfall führt, als Vergleichssituationen ohne die Nutzung eines Handys. Daher lautet der Slogan der Polizei: “Lenk Dich nicht App!” – Lassen Sie sich nicht ablenken!

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