Vernissage der NEANDERARTgroup im Rosenhof

von Niklas Gründker

Eröffnung der Vernissage der NEANDERARTgroup im Rosenhof durch Lothar Kniep. Foto: GG

Am Abend des 16. März 2023 lud die NEANDERARTgroup zum ersten Mal zu einer Vernissage in die Seniorenwohnanlage Rosenhof in Alt-Erkrath ein.

Nicht nur die Bewohnenden des Hauses, sondern auch Gäste von außerhalb erfreuten sich an vielfältiger Kunst in der Bibliothek des Hauses. Um 19 Uhr wurde die Vernissage von Lothar Kniep eröffnet, der die Organisation für die NEANDERARTgroup übernahm. Er selbst hat sich mit seiner ‚KUNSTKNIEPEREI‘ auf Monotypie, auf einmalige Drucke, spezialisiert. Auch er stellte vielfältige Werke im Rosenhof aus.

Von der NEANDERARTgroup gingen zehn KünstlerInnen an den Start. Besonderen Wert legte die unabhängige Künstlervereinigung dabei auch darauf, dass Künstlerinnen und Künstler aus Erkrath ausstellten. Von den zehn Kunstschaffenden kamen daher sieben aus Erkrath. Die weiteren drei stammen alle aus dem Umkreis Düsseldorf und waren teils aus Hardt in Willich oder Moers gereist.

Die NEANDERARTgroup wurde vor 13 Jahren gegründet, erklärte Lothar Kniep zu Beginn. Was damals mit vier Kunstschaffenden begann, ist mittlerweile auf eine Gruppe von rund 35 Mitgliedern angewachsen. Der Kreis der Mitglieder erstreckt sich sowohl auf ein breites künstlerisches Spektrum als auch geographisch auf einen weiten Kreis. Von der niederländischen Grenze bis hin nach Baden-Württemberg verteilen sich die Mitglieder heute. Die NEANDERARTgroup hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen von Kunst- und Kulturschaffenden im Kreis Mettmann und darüber hinaus zu vertreten und die Kulturszene im Neanderland zu beleben, ist der Website zu entnehmen. Eines der neuesten Projekte war die Gestaltung der Außenfassade des neuen Forum Sandheide in Erkrath-Hochdahl, für welches Lothar Kniep seinen Entwurf umsetzen durfte. Insgesamt organisiert die NEANDERARTgroup jährlich rund 15 Ausstellungen. Aktuell sind die Werke der Künstlergruppe auch in der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen zu bewundern. Hier stellen sie über 80 Werke vom 1. März bis zum 5. Mai aus.

Die Initialzündung kam über ein Mitglied der NAEANDERARTgroup

Seit ungefähr zwei Jahren ist nun auch Benjamin Manderla Mitglied der NEANDERARTgroup. Auch er stellte bei der Vernissage seine Werke aus: Skulpturen aus Holz. Neben dieser künstlerischen Tätigkeit übernimmt er im Rosenhof Erkrath die stellvertretende Gastronomieleitung. Als seine Kolleginnen Claudia Bornstein und Denyse Rasel aus dem Sekretariat von seiner Aktivität in der Künstlervereinigung erfuhren, entstand die Idee einer Ausstellung in der Seniorenresidenz. Lothar Kniep kam zur Besichtigung und war direkt hellauf begeistert. Das Haus war noch aus der Vergangenheit hervorragend für eine Ausstellung aufgestellt: da eine ehemalige Bewohnerin des Hauses selbst Künstlerin war, fanden sich im Keller noch weiße Trennwände und alles, was man für eine Ausstellung benötigt. Und so konnte – nach der Anfrage im vergangenen Jahr – die Ausstellung im Rosenhof realisiert werden. Es wird auch nicht die letzte sein, wie Lothar Kniep uns verriet: Am 31. August startet die NEANDERARTgroup noch ein zweites Mal eine Ausstellung im Rosenhof mit neuen Kunstschaffenden.

Auch Claudia Bornstein und Denyse Rasel freuten sich über den Besuch der NEANDERARTgroup. Im Foyer des Rosenhofes spielte eine Pianistin und es wurden Sekt und Orangensaft sowie Wasser ausgeschenkt. Die Bibliothek des Hauses, welche direkt an das Foyer angrenzt, ist extra für die Ausstellung freigehalten. Bis zum 19. März finden die vielen Aktionen des Hauses in anderen Räumlichkeiten statt, sodass auch Bewohnende, die es nicht zur Vernissage schafften, die Möglichkeit haben, die Kunst zu bewundern.

Von Ölmalerei über Acryl, Skulpturen und Fotografien bis hin zu Drucken ist eine breite Spanne an unterschiedlichsten Werken vertreten. Auch die Themen der Werke variieren: Neben abstrakten Werken finden sich Skulpturen, aber auch Portraits. Bianca Schulz erklärte: „Durch die lange Pause und die wechselnden Gefühle durch Corona hat sich auch die Kunst verändert.“ Zur Vernissage waren alle ausstellenden Künstlerinnen und Künstler persönlich anwesend und freuten sich sehr über das große Interesse der Seniorinnen und Senioren, wie auch der Gästen. “Vielen Dank für die schönen Gespräche”, bedankte sich eine Bewohnerin des Hauses bei Bianca Schulz. Auch sie freute sich im Gegenzug über das große entgegengebrachte Interesse. „Es ist eine beinahe familiäre Stimmung“, pflichtete ihr Lothar Kniep bei. Alleine die hohe Besucherzahl zeigt an dem Abend das Interesse und die Freude der Bewohner des Rosenhofes. An diesem Abend wechselte zudem auch das eine oder andere Werk bereits seinen Besitzer.

Impressionen der Ausstellung

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