Unterbacher Hoppeditz ist erwacht

Foto: KA Unterbach

Die Sporthalle der Wichernschule in Unterbach war am vergangenen Wochenende nur mäßig gefüllt. Grund ist nicht nur die Corona-Pandemie gewesen. “120 Plätze hätten wir anbieten können, es waren aber vielleicht knapp 100 Personen anwesend”, berichtet Literat Stefan Schrewe.

“Der Stimmung hat die minimierte Zuschauerzahl allerdings keinen Abbruch getan. Auf Qualität anstatt auf Quantität kommt es bei den Gästen an”, zeigte sich Schrewe von den Besuchern begeistert, die das volle Programm in vollen Zügen unterstützten. Und eben dieses Programm konnte sich sehen lassen. Nachdem die notwendigen 2G-Nachweise bei allen Anwesenden kontrolliert wurden, gaben sich die Showpunkte auf der Bühne die Klinke in die Hand. Ein emotionaler Abschied wurde dem bis dahin amtierenden Prinzenpaar Uli I und Doro I bereitet, die auf eine turbulente Sessionszeit zurückblicken konnten. Zwar war ihre närrische Jahreszeit noch nicht von der Pandemie bestimmt, der beliebte Umzug durch Unterbach musste allerdings aufgrund einer Sturmwarnung ausfallen. “Das hat uns allen Tränen in die Augen getrieben”, erinnert sich Schrewe. Auch ein Sommerfest konnte im Anschluss nicht initiiert werden. “Und natürlich konnte es auch keine würdige Verabschiedung für das Prinzenpaar geben. Das haben wir nachgeholt.”

Zweimal Spenden für Unterbacher Verein

Im Vorfeld überreichten die jecken Hoheiten aber noch ihre Schecks an den Unterbacher Schützenverein und an die eigene Karnevalsgesellschaft. 1666 Euro kamen pro Verein zusammen. In seiner Rede fasst der Unterbacher Hoppeditz dann die Misere der Zukunft in Worte. Der KA Unterbach muss ohne neuen Prinzenpaar auskommen. Und das, obwohl der Verein in dieser Session seinen 66. Geburtstag begeht. “Wir wissen nicht, wie die Pandemie sich in Zukunft verhält. Deshalb haben wir uns gegen ein neues Prinzenpaar entschieden. Schließlich ist ein solches Amt auch mit Kosten verbunden”, erklärt Schrewe, der die Idee vom Unterbacher Hoppeditz genial fand, einen Prinz für einen Tag zu küren. Und der wurde in der Menge kurzerhand mit einem Ball aufgelobt. Freuen über die eintägigen Thronbesetzung konnte sich Karin Senger, die zuvor von den Ehrenrittern für ihre vorbildliche Arbeit beim kirchlichen Frauenkarneval ausgezeichnet wurde. Und so konnte die Veranstaltung zumindest mit einem “Prinzen” in die weitere Durchführung starten.

Ausgelassene Feierstimmung

Verstecken musste sich der KA Unterbach für das umfangreiche Programm definitiv nicht. Mit Bernd Stelter fand sich ein namhafter Künstler in Unterbach ein, der die Menge zum Beben brachte. Aber auch die Kölner Schulband “Knallblech” sowie das Duo Firlefanz sorgten für ausgelassene Stimmung. Geschunkelt wurde ausgiebig zu den Tänzen der eigenen Garde. Mit Blick in die Zukunft gerichtet plant der KA Vorstand derzeit ein Jubiläumsfest. Wie das aussehen könnte, steht derzeit aber noch nicht fest.

Unterbacher Hoppeditz ist erwacht
Foto: KA Unterbach

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