‘Ulrike Korsten ist unsere Wellenbrecherin’

V.l.: Irina Meier, (stellvertretende Leiterin des Beratungscenters), Helmut Messerich und Lydia Winnik (Kulturabteilung der Stadt Erkrath), Künstlerin Ulrike Korsten und Kreissparkassen Gebietsldirektor Thomas Döring. Foto: RG

Mit diesen Worten kommentierte Kreissparkassenregionaldirektor Thomas Döring die erste Ausstellung, die nach Pandemie bedingter Pause in den Räumen der Kreissparkassenfiliale an der Bahnstraße stattfindet.

Ulrike Korsten hat 2019 den Jurypreis der Erk@Art (2019 noch LOKart) erhalten. Mit der Ausstellung einer Auswahl ihres Schaffens setzt sie nun die Tradition fort, in der die Preisträger ihre Werke in der Kreissparkassenfiliale ausstellen. Zwei Jahre lang war das nicht möglich, aber jetzt wird nachgeholt. Zur Ausstellungseröffnung waren deshalb auch Helmut Messerich und Lydia Winnik von der Kulturabteilung der Stadt anwesend. “Ulrike Korsten hat diese Ausstellung mehr als verdient. Ihre Zeichnungen sind detailliert, ausdrucksstark und ein echter Hingucker”, zeigt Thomas Döring sich von den Werken der Künstlerin beeindruckt. Die Jurypreisträger 2020 und 2021 werden auch noch in der Kreissparkasse ausstellen. Irmgard Hamacher vom 11. bis 22. Juli und Jan Masa vom 22. August bis zum 2. September 2022. “Auch anderen Künstlern können wir nun endlich wieder Raum für Ausstellungen bieten”, lädt Thomas Döring Künstler ein, sich bei der Kreissparkasse zu melden.

Alles geht vorbei

Ulrike Korsten hat ihrer Ausstellung den Titel ‘Alles geht vorbei’ gegeben. Ihre Stillleben von verblühten Hortensien zeigen die Vergänglichkeit der schönen Blüte, eine Vergänglichkeit, die ihre eigene Schönheit in sich trägt. Ihr Thema ist zur Zeit die Achtsamkeit. Die Idee verblühte Hortensien zu skizzieren und später zu zeichnen kam ihm im eigenen Garten, als sie in der stillen Beobachtung für sich feststellte, dass auch verblühte Hortensien auf ihre Weise wunderschön sind. “Verblühte Blumen sind ein Zeichen von Vergänglichkeit. Als ich begann sie zu zeichnen, war mir wichtig dies achtsam zu tun”, erklärt sie. Entstanden ist die Serie mit Pastell-, Bunt- und Bleistiften. Verschiedene Radiergummis hat sie als zeichnerisches Element genutzt, um Schattierungen herauszuarbeiten. “Wie sind sie von den groben, sehr farbigen Formen zu dieser detaillierten Feinarbeit gekommen” will Lydia Winnik von Ute Korsten wissen. “Ich war in der Vergangenheit eher groß und abstrakt, sehr experimentell unterwegs. Die Achtsamkeit hat auch meinen Stil reduziert, ich arbeite mit weniger Farbe und Terpentin”, antwortet Korsten.

Vom Hobby zur Berufung

Interesse fürs Zeichnen hatte Ulrike Korsten schon sehr früh. “Ich weiß nicht, von wem sie das hat”, sagt ihre Mutter, die auch zur Ausstellungseröffnung gekommen ist. So ganz stimmt das wohl nicht, denn Vater Korsten war als Bildhauer aktiv, hat in der Marmorbranche gearbeitet. Mutter Korsten hat in ihrer Schulzeit Aktbilder gemalt und dafür Lob eingestrichen. Ulrike Korsten hat ihr Hobby irgendwann vertiefen wollen. In ihrer Freizeit besuchte sich VHS-Kurse. “Die waren wirklich gut”, ist sie heute noch froh diesen ersten Schritt gegangen zu sein. Aber sie hatte ‘Blut geleckt’, wie man umgangssprachlich sagt. Sie wollte mehr und besuchte berufsbegleitend mehrere Jahre die Freie Akademie der Künste in Essen, die sie erfolgreich abgeschlossen hat.

Erfolg auch bei der Erk@Art bzw. LOKart

Erfolg hatte sie 2019 dann auch bei der LOKart und erhielt den Jury-Preis. Wer sich ein Bild davon machen möchte, was die Hortensien-Serie, in der bisher 14 Bilder entstanden sind, ausmacht, kann neun davon noch bis zum 24. Juni 2022 während der Öffnungszeiten der Kreissparkassen Filiale in der Bahnstraße in Alt-Erkrath besichtigen. Wer sich dabei in eines der Werke ‘verliebt’ kann es auch käuflich erwerben. Es gibt einzelne Werke und 3er-Serien. Da die Künstlerin selbst auch berufstätig ist, kann sie während der Ausstellung nicht vor Ort sein. Für Fragen oder bei Interesse an ihren Werken ist sie per Email an ulrike@korstenweb.de erreichbar.

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