
HSK Erkrath 2028 – Liste der Konsolidierungsmaßnahmen
An den Bürgermeister der Stadt Erkrath sowie die im Rat vertretenen Fraktionen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schultz,
sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,
mit großer Sorge haben der Stadtsportverband Erkrath und die in ihm vertretenen Sportvereine die sogenannte „Liste der Konsolidierungsmaßnahmen – HSK Erkrath 2028“ der Stadtverwaltung zur Kenntnis genommen.
Diese Liste mit möglichen Einsparungen im städtischen Haushalt enthält mehrere Maßnahmen, die die Erkrather Sportvereine und insbesondere ihre Kinder- und Jugendarbeit massiv negativ treffen würden. So sieht die von der Verwaltung vorgelegte Liste etwa die Erhebung von Nutzungsgebühren für die Erkrather Turnhallen und Sportstätten durch die Vereine vor. Auch die Zuschüsse für die Kinder- und Jugendarbeit sollen reduziert werden. Der Zuschuss für die Schüler-Ruder-Gemeinschaft des Gymnasiums Erkrath soll vollständig entfallen.
Massiv negativ betroffen wäre im Übrigen der größte Sportverein in Erkrath, der TSV Hochdahl, durch den in der Liste enthaltenen Vorschlag, das Bürgerhaus Hochdahl aufzugeben und damit u.a. das vom TSV Hochdahl seit vielen Jahren mit großem Erfolg betriebene Kinder- und Jugendzentrum im Bürgerhaus zu schließen.
Die Erkrather Sportvereine mit ihren ca. 10.000 Mitgliedern, von denen der ganz überwiegende Teil Kinder und Jugendliche sind, leisten nach unserer festen Überzeugung einen wertvollen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt. Neben der Förderung der Gesundheit haben die Vereine eine wichtige Aufgabe bei der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Integration der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in unserer Stadt.
Durch die in der Maßnahmeliste vorgesehenen Streichungen würde die finanzielle Basis der Vereine, die in vielen Fällen nach wie vor durch die Folgen der Corona-Krise beeinträchtig ist, erneut massiv und nachhaltig geschwächt. Wir appellieren an die Stadtverwaltung und an die im Rat vertretenen Fraktionen, dies nicht in die Tat umzusetzen. Nach unserer festen Überzeugung wären die gesellschaftlichen Folgekosten weit höher als die sich für die Stadt Erkrath ergebenden Einsparungen.
Enttäuscht sind wir auch darüber, dass bislang diese Maßnahmeliste offensichtlich ausschließlich hinter verschlossenen Türen beraten worden ist. Wir bitten darum, vor Verabschiedung der Streichmaßnahmen das Gespräch mit uns als Dachverband der Erkrather Sportvereine zu suchen. Wir sind gerne bereit, Ihnen die Folgen und unsere Argumente gegen die in der Liste in Bezug auf den Sport enthaltenen Maßnahmen mündlich zu erläutern und mit Ihnen zu diskutieren.
Mit herzlichen Grüßen
Der Vorstand

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