Stellarium feiert 40. Jubiläum

Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.V.

Foto: Sternwarte Erkrath

Mit einer Bilderausstellung und drei verschiedenen Fachvorträgen steigt der Verein „Sternwarte Neanderhöhe e.V.“ in das Jubiläumsjahr des Stellariums ein.

Ausstellung „40 Jahre Stellarium Erkrath“
Oktober 2020 in den Standorten der Stadtbücherei Erkrath/ Eintritt frei

Im Jahr 1980 öffnete das Stellarium Erkrath zum ersten Mal seine Tore zum Himmel und begeisterte seitdem jährlich mehr als 20.000 Besucher. Dies möchte das Team des Stellariums mit freundlicher Unterstützung der Stadtbücherei Erkrath mit einer kleinen Ausstellung (corona-gerecht) feiern. Gezeigt werden Bilder aus der Geschichte des Stellariums und des Vereins Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.V., sowie Exponate, astronomische Malerei und wunderbare Astrofotografien der Vereinsmitglieder. Die Ausstellung befindet sich in den beiden Standorten der Stadtbücherei.

Die Ausstellung wird am 02. Oktober 2020, um 19 Uhr im Foyer des Stellarium Erkrath (Bürgerhaus) eröffnet.
Bis zum 31. Oktober 2020 sind die Ausstellungsstücke zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu besichtigen.

Stadtbücherei Erkrath im Bürgerhaus Sedentaler Str. 105 40699 Erkrath

Stadtbücherei Erkrath im KaiserhofBahnstraße 240699 Erkrath

Vorträge “Zu Gast im Stellarium”
Dauer ca. 90 Minuten, Eintritt: € 8; ermäßigt € 5,50, snh-Mitglieder frei

Nach sieben Monaten Pause freut sich das Stellarium-Team, endlich wieder Wissenschaftler aus ganz Deutschland zu Vorträgen bei zu begrüßen. Von Oktober bis Dezember finden insgesamt drei Vorträge statt. Den Anfang macht Ulrich von Kusserow mit einem Vortrag über „Alexander von Humboldt und die Erforschung des Erdmagnetfeldes“ am 22. Oktober 2020, um 19 Uhr. Weiterhin dürfen sich die Besucher über Dr. Rainer Becks „Der Urknall – die Geburt des Weltalls aus dem Nichts?“ (19.11.20, 19 Uhr) und Prof. Dr. Metin Tolans „Geschüttelt, nicht gerührt – James Bond im Visier der Physik“ (03.12.20, 19 Uhr) freuen. Zur Einhaltung der Abstandsregelung werden alle drei Vorträge in der Mehrzweckhalle des Bürgerhauses zu sehen sein. Anmeldungen bitte per E-Mail an reservierung@snh.nrw oder telefonisch unter 02104 947 666 (donnerstags, 10-12 Uhr)

Alexander von Humboldt und die Erforschung des Erdmagnetfeldes (22.10.20, 19 Uhr)
Ulrich v. Kusserow, Bremen

Alexander von Humbold/ Foto: Sternwarte Erkrath-lizensfrei

Der berühmte deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) wurde nicht nur durch seine Arbeiten über die Geographie der Pflanzen in der Tropenwelt und zur Meteorologie bekannt. Auch seine besonders umfangreichen, weltweit durchgeführten Messreihen und dabei erworbenen Erkenntnisse über das Erdmagnetfeld brachten ihn in engen, oft sehr freundschaftlichen Kontakt mit anderen, damals sehr bekannten Wissenschaftlern wie zum Beispiel Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Olbers.

In diesem reich bebilderten und durch Videosequenzen besonders anschaulich gestalteten Vortrag soll die Geschichte der Erforschung des Erdmagnetfeldes erzählt, die Ursachen für dessen Entstehung sowie die in der Erdmagnetosphäre ablaufenden dynamischen Entwicklungsprozesse in der Erdmagnetosphäre ausführlicher erklärt werden. Da geht es um die Beobachtung und Physik der Polarlichter und des Weltraumwetters, um Magnetkompasse und magnetische Sensoren, die nicht nur den Seeleuten bzw. auch bestimmten Tieren die Orientierung auf den Meeren, auf dem Lande und in der Luft ermöglichen.

Der Urknall – die Geburt des Weltalls aus dem Nichts? (19.11.20, 19 Uhr)
Dr. Rainer Beck, Max-Planck-Institut für Radioastronomie Bonn

Foto: Sternwarte Erkrath

Eine der erstaunlichsten Entdeckungen der Astronomie ist die allgemeine Ausdehnung des Weltalls. Zur Beschreibung der Entwicklung des Kosmos wurde das „Standardmodell“ entwickelt, das jedoch zwei geheimnisvolle Kräfte benötigt: die „Dunkle Materie“ und die „Dunkle Energie“ – über beide wissen wir bisher fast nichts. Der Vortrag hinterfragt daher dieses Standardmodell kritisch und wirft die Frage auf, wie glaubhaft es ist: Gab es einen „Urknall“, also einen Beginn von Raum und Zeit? Oder entstand unser Weltall durch den Kollaps eines früheren Universums? Ist unsere Welt gar nur ein kleiner Teil eines viel größeren „Multiversums“?

Geschüttelt, nicht gerührt – James Bond im Visier der Physik (03.12.20, 19 Uhr) Prof. Dr. Metin Tolan, Technische Universität Dortmund

Alle kennen James Bond und seine vielen waghalsigen Abenteuer, die er zu bestehen hat. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass etwa die Magnetuhr aus dem Film „Leben und Sterben lassen“ wirklich funktioniert oder ein Auto sich im Flug um die Längsachse drehen kann wie im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ zu sehen ist. Solche und ähnliche Fragen aus dem Leben des Top-Agenten werden in dem Vortrag aus physikalischer Sicht beantwortet und mit Filmsequenzen garniert. Zum Abschluss des Vortrages wird die Frage diskutiert, warum James Bond seinen Wodka-Martini stets geschüttelt und niemals gerührt zu sich nimmt.

Foto: Sternwarte Erkrath

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