Stark fürs Herz: EVK Mettmann

Die Chefärzte Dr. med. Georg Haltern (l.) und Dr. med. Lothar Scheuble. Foto: RG

Die Kardiologie im Evangelischen Krankenhaus Mettmann bietet fachlich und mit medizintechnischen Geräten wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau.

Es gibt medizinische Notfälle, bei denen kommt es auf auf jede Minute an, will man bleibende Schäden verhindern. Dazu gehört neben dem akuten Schlaganfall auch der akute Herzinfarkt. „In der Gesundheitspolitik läuft vieles auf eine Zentralisierung der Versorgung hinaus, was auch Sinn macht. Anders ist es bei akuten Herzinfarkten und Schlaganfällen. Hier ist eine dezentrale Versorgung notwendig“, erklärt Chefarzt Dr. med. Georg Haltern. Er leitet, gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. Lothar Scheuble die Kardiologie im EVK

In der Mitte des Kreises steht ein spezialisiertes Team für kardiologische Erkrankungen zur Verfügung. „Bereits vor drei Jahren wurde der 24/7 Linksherzkathetermessplatz im EVK Mettmann etabliert und sukzessive ausgebaut, erklärt Dr. med. Haltern. Die Herzinfarktversorgung habe sich damit für die Menschen im Kreis Mettmann enorm verbessert. Haltern lebt selbst im Kreis Mettmann und hat sich im letzten Jahr bewusst für das EVK entschieden. „Nähe und Kompetenz ist hier nicht nur ein Slogan. Das wird hier gelebt. Das ist in riesigen Krankenhäusern anders. Die Prozesse dort erlauben das oft nicht mehr.“

Die familiäre Atmosphäre und die spezialisierte wohnortnahe Versorgung kardiologischer Erkrankungen und Notfälle soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Die beiden Chefärzte setzen dabei auch auf die Ausbildung nachkommender Kollegen uns setzen verstärkt auf die Aus- und Weiterbildung ihres Assistenzärzteteams. „Bei uns ist der medizinische Nachwuchs nicht nur eine Nummer, sondern voll ins Team integriert. Vom ersten Tag an wird er eingebunden und lernt hautnah am Patienten“, erklärt Haltern.

„Unsere kardiologische Abteilung hat hat alles, was sie braucht: kompetente und qualifizierte Expertise und die modernste technische Ausstattung zur Diagnostik und Behandlung“, fasst Dr. med. Scheuble zusammen. Dabei würden im EVK innovative Verfahren eingesetzt und die direkte Anbindung an die Intensivstation sei gewährleistet. Darüber hinaus bestehe ein gutes Netzwerk zu den Herzzentren der Umgebung. Lägen sehr spezielle Herzerkrankungen vor, könne man die Patienten – begleitet von den Ärzten des EVK – an ein Herzzentrum übergeben. „So bleiben wir auch weiterhin Ansprechpartner für unsere Patienten“, ergänzt Dr. med. Haltern. Auch der Kontakt zu den behandelnden Ärzten werde gehalten, um eine optimale Anschlusstherapie zu ermöglichen.

„Viele Patienten kommen zu spät zu uns“, erklärt Dr. med. Scheuble auch, dass Patienten ihre Beschwerden oft fehleinschätzen und nicht ernst genug nehmen. Er plädiert an die Patienten, bei entsprechenden Warnsignalen mit dem Hausarzt zu telefonieren oder diesen aufzusuchen. Treten die Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten auf, könne man auch direkt in die Notfallambulanz – die Tag und Nacht erreichbar ist – kommen oder einen Krankenwagen rufen, wenn man sich nicht mehr dazu in der Lage sieht.

Die Kardiologie im EVK: Chefarzt Dr. med. Lothar Scheuble, Chefarzt Dr. med. Georg Haltern, Oberarzt PD Dr. med. Lindstaedt, Oberarzt Dr. Med. Oetken Funktionsoberarzt Doctor medic Endre Nagy und ein spezialisiertes Team aus Assistenzärzten und Pflegefachkräften.

EVK bietet wieder Chefarztvorträge

Nach der Corona-bedingten Pause starten auch die Chefarztvorträge, bei denen Interessierte auch direkte Fragen an die Ärzte richten können. Im Rahmen der ‚Herzwochen‘ stehen folgende Termine an:

  • Am 9. November 2021 von 18 bis 19.30 Uhr referiert Dr. med. Lothar Scheuble zum Thema: ‚Herz unter Druck – Diagnose Bluthochdruck‘. *
  • Am 17. November 2021 von 18 bis 19 Uhr ist Chefarzt Dr. med. Georg Haltern in der Radiosendung ‚Kardiologie im EVK Mettmann‘ bei Radio Neandertal (MHz 97,6) zu hören.
  • Am 24. November 2021 von 18 bis 20 Uhr referiert Dr. med. Georg Haltern zum Thema: ‚Möglichkeiten der modernen interventionellen Behandlung heute‘. An den Vortrag schließt sich eine Führung durch das Katheterlabor an. *

Wichtiger Hinweis: Für die beiden Chefarztvorträge im EVK ist eine vorherige Anmeldung erforderlich und es gilt die Regelung der 3Gs (geimpft, genesen, getestet). Anmeldungen sind telefonisch unter 02104 773-152 oder per Email an kardiologie@evk-mettman.de möglich.

Warnsignale, die auf einen Herzinfarkt hindeuten können:

  • länger als fünf Minuten anhaltende starke Schmerzen hinterm Brustbein
  • möglicher Weise Ausstrahlung der Schmerzen in beide Arme, in den Hals und oder Kiefer, in die Schulterblätter oder auch in Oberbauch und Nacken
  • heftiger Druck, Engegefühl oder Brennen im Brustkorb, Atemnot, Unruhe
  • möglicher Weise Übelkeit und/ oder Erbrechen
  • kalter Schweiß auf Stirn und Oberlippe
  • blasse Gesichtsfarbe
  • Schwindel, Schwächegefühl
  • möglicher Weise Bewusstlosigkeit

Achtung: Bei Frauen sind die Anzeichen für einen Herzinfarkt nicht immer so eindeutig. Die deutsche Herzstiftung listet abweichende Beschwerden bei Frauen, die auf einen Herzinfarkt hindeuten können:

  • Kurzatmigkeit / Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Rückenschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen 
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Ziehen in den Armen
  • Unerklärliche Müdigkeit
  • Depressionen
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